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Gefährlicher Identitätsklau bei WhatsApp – So dreist gehen die neuen Abzocker vor

antonbe (CC0), Pixabay
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WhatsApp ist für viele Menschen der wichtigste Kommunikationskanal: schnell, unkompliziert und vertraut. Doch genau dieses Vertrauen machen sich Kriminelle zunutze. Mit immer raffinierteren Methoden gelingt es ihnen, über den Messenger Geld zu erbeuten oder sensible Daten abzugreifen. Die neueste Masche: Identitätsklau auf WhatsApp.

So läuft der Betrug ab

Betrüger brauchen nicht einmal aufwendige Hacking-Methoden. Oft reicht es, das Profilbild und den Namen einer Person zu kopieren und mit einer neuen Nummer einen täuschend echten Fake-Account anzulegen. Dann beginnt der Angriff:

  1. Kontaktaufnahme – Meist mit einer harmlosen Nachricht wie „Hallo, ich habe eine neue Nummer“.

  2. Aufbau von Vertrauen – Kurze Smalltalk-Nachrichten sorgen dafür, dass das Opfer nicht misstrauisch wird.

  3. Der Betrug – Es folgt eine angeblich dringende Geldsituation: eine blockierte Kreditkarte, eine nicht bezahlte Rechnung oder ein wichtiger Kauf, der sofort erledigt werden müsse. Oft setzen die Täter auf Zeitdruck, um keine Gelegenheit für Nachfragen zu lassen.

In einigen Fällen verschaffen sich die Kriminellen auch über gefälschte SMS oder Phishing-Links Zugriff auf den echten WhatsApp-Account. Dann wirken die Nachrichten noch glaubwürdiger, da sie direkt aus dem Profil des Bekannten stammen.

Warum die Masche so gefährlich ist

  • Vertrautes Umfeld: Nachrichten von Familienmitgliedern oder engen Freunden werden selten hinterfragt.

  • Hoher Druck: Zeitkritische Forderungen sollen verhindern, dass Opfer nachdenken oder Rücksprache halten.

  • Leichte Tarnung: Mit kopierten Profilbildern und echten Namen sind die Fake-Accounts kaum von den echten zu unterscheiden.

  • Schnelle Flucht: Nach dem Geldtransfer verschwinden die Täter sofort, oft ins Ausland.

Beispiele aus der Praxis

Die Polizei registriert immer mehr Fälle, in denen Opfer Hunderte oder sogar Tausende Euro überwiesen haben, weil sie glaubten, einem Angehörigen aus der Patsche zu helfen. Besonders ältere Menschen sind anfällig, doch auch jüngere Nutzer fallen auf die Täuschung herein – gerade weil WhatsApp als „sicher“ gilt.

So kann man sich schützen

  • Misstrauen bewahren: Bei unerwarteten Geldforderungen sofort stutzig werden – auch wenn die Nachricht von einem bekannten Kontakt kommt.

  • Gegencheck machen: Rückruf starten oder eine Sprachnachricht anfordern. Betrüger vermeiden direkte Kommunikation.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Über die WhatsApp-Einstellungen lässt sich ein zusätzlicher PIN einrichten, der den Zugriff erschwert.

  • Verdächtige Kontakte melden: Fake-Accounts sollten blockiert und sofort bei WhatsApp gemeldet werden.

  • Freunde warnen: Wer betroffen ist, sollte sein Umfeld schnell informieren, damit niemand in die Falle tappt.

Fazit

Der Identitätsklau bei WhatsApp ist mehr als nur ein „kleiner Trick“ – er zeigt, wie professionell und dreist Cyberkriminelle inzwischen vorgehen. Da die Täter das Vertrauen in persönliche Kontakte ausnutzen, sind klassische Warnsignale schwerer zu erkennen. Nur wer wachsam bleibt, kann verhindern, Opfer dieser neuen Abzock-Masche zu werden.

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