Donald Trump wollte ja bekanntlich immer den Friedensnobelpreis.
Am liebsten vermutlich gleich in Gold, mit eigenem Logo, Sonderedition, signiert und in Mar-a-Lago ausgestellt – direkt zwischen Golfpokalen und Selbstbeweihräucherung.
Blöd nur:
Wer überall zündelt, droht, eskaliert und dann so tut, als wäre er der Feuerwehrchef des Planeten, hat beim Friedensnobelpreis vielleicht doch leichte Imageprobleme.
Aber keine Sorge, Donald:
Vielleicht gibt es ja bald eine neue Kategorie.
Der Kriegsnobelpreis 2026
Und da wäre das Dream-Team natürlich schnell gefunden:
🥇 Donald Trump
für besondere Verdienste in den Disziplinen
- diplomatisches Dauerchaos,
- Drohpolitik per Großbuchstaben,
- internationale Brandbeschleunigung
und - die seltene Fähigkeit, aus jedem Konflikt noch ein Ego-Projekt zu machen.
🥇 Benjamin Netanjahu
für langjährige Exzellenz in
- militärischer Eskalation,
- politischer Rücksichtslosigkeit,
- humanitärer Verwüstung
und - der bemerkenswerten Kunst, selbst im größten Leid noch von „Selbstverteidigung“ zu sprechen, während die Welt fassungslos zusieht.
Die Laudatio könnte lauten:
„Für ihre herausragenden Leistungen bei der konsequenten Verwechslung von Macht mit Verantwortung,
Frieden mit Propaganda
und Diplomatie mit Drohgebärden
verleihen wir Donald Trump und Benjamin Netanjahu feierlich den ersten Kriegsnobelpreis der Geschichte.“
Die Trophäe?
Kein Lorbeerkranz.
Kein Olivenzweig.
Sondern:
- ein vergoldeter roter Alarmknopf,
- eine Miniatur-Rakete auf Marmor-Sockel,
- und ein Zertifikat mit der Aufschrift:
„Danke, dass ihr gezeigt habt, wie man aus jedem Pulverfass ein PR-Event macht.“
Dresscode für die Gala:
- Trump erscheint natürlich mit dem Satz:
„Nobody has ever done more for war and peace than me. Probably the best ever.“ - Netanjahu nickt ernst daneben,
während im Hintergrund die Pressemappe verteilt wird:
„Humanitäre Katastrophe? Missverständnis.“
Und der Rest der Welt?
Darf wieder zuschauen, Trümmer zählen, Betroffenheit posten und erklären, warum man leider, leider, leider gerade nichts tun kann.
Denn das ist ja inzwischen die eigentliche internationale Tradition:
Krieg führen, wegsehen, relativieren – und am Ende so tun, als wäre alles wahnsinnig kompliziert.
Fazit:
Den Friedensnobelpreis haben sich beide definitiv nicht verdient.
Aber für den Kriegsnobelpreis wären sie heiße Kandidaten.
Nicht für Frieden.
Nicht für Diplomatie.
Nicht für Menschlichkeit.
Sondern für die makabre Meisterleistung,
Zerstörung als Stärke zu verkaufen
und Eskalation als Staatskunst.
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