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Freundschaft, Kalaschnikow und ein bisschen Weltpolitik

Chickenonline (CC0), Pixabay
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Manche bringen Blumen mit, andere Pralinen – Alexander Lukaschenko bringt zum Staatsbesuch einfach mal ein Gewehr mit. Sicher ist sicher.

Bei seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un überreichte der belarussische Präsident seinem Gastgeber eine schicke automatische Waffe – „falls mal Feinde auftauchen“. Was in diesem geopolitischen Kontext ungefähr so klingt wie: „Man weiß ja nie, wer so klingelt.“

Kim nahm das Geschenk offenbar erfreut entgegen. Im Gegenzug gab es eine Mischung aus Mittelalter und Selbstverliebtheit: ein Schwert – für den dramatischen Auftritt – und eine Vase mit Lukaschenkos Porträt. Denn nichts sagt „echte Freundschaft“ so sehr wie ein Gesicht auf Keramik.

Währenddessen unterzeichneten beide ein Freundschaftsabkommen, das vor allem eines klar macht: Wenn man vom Westen nicht geliebt wird, sucht man sich eben neue beste Freunde. Idealerweise solche, die ebenfalls auf Sanktionslisten stehen.

Inhaltlich geht es um Zusammenarbeit in allen Lebenslagen – von Landwirtschaft bis Information. Also quasi: Kartoffeln, Propaganda und vielleicht ein bisschen Raketenwissen nebenbei.

Lukaschenko zeigte sich dabei gewohnt optimistisch und versprach Nordkorea eine „große Zukunft“. Was ungefähr so beruhigend klingt wie ein Investment-Tipp von jemandem, der selbst seit Jahren wirtschaftlich auf Sparflamme läuft.

Kim wiederum betonte die „stabile Entwicklung“ der Beziehungen – was in diesem Fall wohl bedeutet: Man hält zusammen, egal wie schlecht die Stimmung im Rest der Welt ist.

Im Hintergrund bleibt die eigentliche Verbindung: die gemeinsame Nähe zu Russland und die Unterstützung im Ukraine-Krieg. Während Nordkorea Soldaten liefert, stellt Belarus Infrastruktur zur Verfügung. Teamarbeit, könnte man sagen – wenn auch eine eher spezielle.

Fazit: Zwei Staatschefs, ein Gewehr, ein Schwert und eine Vase.
Wenn das die neue Weltordnung ist, sollte man vielleicht wirklich anfangen, sich Sorgen zu machen.

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