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Freigabe geheimer Akten zu den Attentaten auf JFK, MLK und RFK – Was könnte ans Licht kommen?

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Freigabe der letzten geheimen Regierungsdokumente zu den Attentaten auf John F. Kennedy (JFK), Martin Luther King Jr. (MLK) und Robert F. Kennedy (RFK) unterzeichnet. Dies erfüllt ein Wahlkampfversprechen und soll vollständige Transparenz über drei der folgenreichsten politischen Morde des 20. Jahrhunderts schaffen.

Vergangene Verzögerungen und neue Pläne

Bereits 1992 verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz, das die Veröffentlichung aller Dokumente zu den Attentaten vorsah – außer der Präsident blockierte sie aus Gründen der nationalen Sicherheit. 2017 hätte Trump sie erstmals freigeben können, entschied sich jedoch für eine Teilveröffentlichung. Mit dem neuen Dekret haben der Direktor der Nationalen Geheimdienste und der Justizminister nun 15 Tage Zeit, einen Plan für die vollständige Freigabe der JFK-Dokumente vorzulegen; für die Akten zu MLK und RFK gilt eine Frist von 45 Tagen.

JFK-Attentat: Mehr Fragen als Antworten?

Die offizielle Warren-Kommission stellte 1964 fest, dass Lee Harvey Oswald allein für den Mord an JFK verantwortlich war – doch diese Version überzeugt bis heute viele nicht. Gallup-Umfragen zeigen, dass mehr als 50 % der Amerikaner an eine Verschwörung glauben.

Bereits 1979 kam ein Untersuchungsausschuss des US-Kongresses zu dem Schluss, dass JFK wahrscheinlich Opfer einer Verschwörung war – konnte aber keine Täter benennen. Kritiker vermuten, dass die CIA Oswald bereits beobachtete, bevor er Kennedy erschoss, aber versäumte, ihn als Bedrohung einzustufen.

Seit 2017 wurden über 70.000 Dokumente veröffentlicht, die meisten im Nationalarchiv zugänglich. Dennoch erwarten Experten keine „rauchende Waffe“, sondern eher Hinweise auf geheimdienstliches Versagen.

RFK-Attentat: Fehlende Beweise und CIA-Verstrickung?

Bei Robert F. Kennedys Ermordung 1968 gibt es Unklarheiten, insbesondere weil das Los Angeles Police Department Beweismittel vernichtete. Sirhan Sirhan wurde als Täter verurteilt, doch viele zweifeln daran, dass er allein gehandelt hat.

Der britische Journalist Tim Tate glaubt, dass die CIA bis heute Akten zurückhält. Sollte Trump genau diese Dokumente freigeben, könnten sie neue Einblicke in die Beziehung zwischen RFK und der CIA geben. RFK Jr., Trumps designierter Gesundheitsminister, glaubt nicht an Sirhans Alleintäterschaft, sondern verdächtigt einen der Sicherheitskräfte seines Vaters.

MLK-Attentat: Familie will Veröffentlichung verzögern

Die Familie von Martin Luther King Jr. fordert eine Überprüfung der Dokumente vor der Veröffentlichung. James Earl Ray bekannte sich 1969 schuldig, widerrief jedoch später. 1979 kam ein Kongressbericht zu dem Schluss, dass wahrscheinlich eine Verschwörung hinter dem Attentat stand, benannte jedoch keine Täter.

Bekannt ist, dass das FBI unter J. Edgar Hoover King jahrelang überwachte und gezielt diskreditieren wollte. Teile der Überwachungsprotokolle wurden später veröffentlicht und zeigen, dass Hoover King als „kommunistische Bedrohung“ betrachtete.

Fazit: Mehr Aufklärung oder neue Spekulationen?

Ob die neuen Dokumente die Wahrheit ans Licht bringen oder nur weitere Spekulationen nähren, bleibt abzuwarten. Verschwörungstheorien werden wohl bestehen bleiben – sei es durch fehlende Beweise oder neue, unklare Erkenntnisse. Klar ist jedoch: Die Attentate der 60er-Jahre werden die USA weiterhin beschäftigen.

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