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FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds GmbH & Co. KG – was soll denn da „abgesichert“ werden? Das Honorar für die geschäftsführende Kommanditistin?

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Sarkastische Frage natürlich, aber schauen sie sich als Anleger diese Bilanz doch einmal an. Das Geld für die geschäftsführende Kommanditsitin ist doch wieder sehr auskömmlich, und das Eregbnis für die Anleger? Die Kommanditisten müssen hier „bluten“, denn es gibt ein hohe Abschreibung (im 6-stelligen Bereich), wie man der Bilanz entnehmen kann. Schaut man ich die nun veröffentlichten Bilanzen der Finds einaml an, kann man dann einem Anleger noch den Rat geben hier ein Investment zu tätigen?

FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds GmbH & Co. KG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

BILANZ

AKTIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Anlagevermögen

Finanzanlagen

1.552.470,81

3.106.347,77

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

16.078.715,18

15.151.103,95

II. Guthaben bei Kreditinstituten

1.008.704,70

1.134.309,74

Summe Aktiva

18.639.890,69

19.391.761,46

PASSIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Eigenkapital

I. Kommanditkapital

17.320.581,21

18.087.855,97

II. Kapitalrücklagen

1.033.412,58

978.827,30

B. Rückstellungen

272.680,00

315.114,55

C. Verbindlichkeiten

13.216,90

9.963,64

Summe Passiva

18.639.890,69

19.391.761,46

ANHANG

I. B ilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß den Größenkriterien des § 267 HGB. § 264 Absatz 1 Satz 4 HGB ist nicht anzuwenden.

Die Bilanzierung erfolgt gem. § 264a HGB analog nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamt­kosten­verfahren aufgestellt.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die eingeforderten, aber noch ausstehenden Einlagen der Kommanditisten wurden mit einem angemessenen Marktzins abgezinst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag aktiviert und durch Kontoauszug zum Bilanzstichtag nachgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die nach dem Grundsatz vernünftiger kauf­män­ni­scher Beurteilung erkennbaren Risiken und werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen im Geschäftsjahr 2008/2009 und Geschäftsjahr 2014 erworbene Anteile an der mechatronic Systemtechnik GmbH, A-9500 Villach, in den Geschäftsjahren 2009/2010 und 2013 erworbene Anteile an der Fries Research & Technology GmbH, Bergisch Gladbach, sowie im Geschäftsjahr 2013, 2014 und 2015 erworbene Anteile an der m2p-labs GmbH, Baesweiler.

31.12.2016 Anteil in %

Mechatronic Systemtechnik GmbH Euro 891.499,36 13,36

Fries Research & Technology GmbH Euro 1,00 13,85

m2p-labs GmbH Euro 660.970,45 12,60

Euro 1.552.470,81

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die eingeforderten, noch ausstehenden Einlagen von Kommanditisten in Höhe von Euro 4.265.227,85 (Vj. Euro 5.486.178,28) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit Euro 200.000,00 die auf­ge­lau­fe­nen Vergütungen der IWF Fondsconsult GmbH.

III. Geschäftsführung

Alleinige Geschäftsführerin ist die IWF Fondsconsult GmbH mit Sitz in Grünwald, vertreten durch die Geschäftsführerin Frau Ingrid Weil, Diplom-Ingenieur, München, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Klaus Ragotzky, Diplom-Mathematiker, München.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie geographisch bestimmten Märkten entfällt, da keine Umsatzerlöse angefallen sind.

Steuern vom Einkommen und Ertrag sind nicht angefallen.

Während des Geschäftsjahres wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Die geschäftsführende Kommanditistin erhielt im Geschäftsjahr eine Gewinnvor­weg­vergütung in Höhe von Euro 368.786,00.

Persönlich haftender Gesellschafter ist die FIDURA Verwaltungs- und Management GmbH, München, mit einem gezeichneten Kapital von Euro 25.000,00.

Zum Bilanzstichtag bestehen 24.686.207 umlaufende Gesellschaftsanteile. Der Wert eines Anteils beträgt Euro 0,84. Der Wert eines Anteils ist durch die in 2011 getätigte Ausschüttung an die Anleger gemindert.

Die Gesamtkostenquote im Sinne des § 166 Absatz 5 Satz 1 KAGB beträgt 2,30%.

WEITERE DATEN

LAGEBERICHT

FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds GmbH & Co. KG („Fonds“)

1. Grundlagen des Unternehmens, Geschäftsmodell

1.1. Unternehmen, Investitionsfokus

Der Publikums-AIF ist ein Fonds der Anlageklasse Private Equity, der im Rahmen seiner Anlagestrategie sowohl Rendite- als auch Sicherheitsinteressen seiner Anleger berücksichtigt und im Ergebnis unter Rendite-/Risiko-Aspekten eine ausgewogene Investitionspolitik verfolgt.

Der Fonds beteiligt sich mit einem Teil seiner Fondseinlage direkt an innovativen, wachstumsorientierten, kleinen bis mittelgroßen mittelständischen Unternehmen und an ausgewählten Unternehmensbeteiligungsprogrammen Dritter mit speziellen Investitions- und Branchenschwerpunkten. Der nicht für Beteiligungen und die Liquiditätsreserve verwendete Teil der Fondseinlage wird im Rahmen der optionalen Kapitalabsicherungsstrategie in Versicherungsprodukte der Versicherungsgesellschaften Standard Life und Canada Life investiert. Hierbei soll das von den einzelnen Versicherungen über die Laufzeit des Fonds erwirtschaftete Kapital den Wert der gesamten Fondseinlage (bei Volleinzahlung der vereinbarten Beitragsleistung) des Zeichners erreichen und so dessen Kapitaleinsatz absichern.

Die Verwaltung des Fonds obliegt der geschäftsführenden Kommanditistin IWF Fondsconsult GmbH mit Sitz in Grünwald (bei München). Mit Bescheid vom 21. Januar 2015 erfolgte die Registrierung der IWF Fondsconsult GmbH als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft (“ KVG„) gemäß § 44 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 5 Kapitalanlagegesetzbuch (“ KAGB„) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“).

Mit Bescheid vom 03. Juli 2015 agiert gemäß § 87 i.V.m. § 69 Abs. 1 Satz 1 Kapitalanlage-gesetzbuch („KAGB“) die BLS Verwahrstelle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Hamburg als Verwahrstelle für den Fonds.

Zum 01.01.2017 befanden sich folgende Beteiligungen im Portfolio der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds GmbH & Co. KG:

mechatronik Systemtechnik GmbH

Halbleiterprozesstechnik

Mitarbeiter: 83

Standorte: Villach (AT, Firmensitz), Singapur, Penang (Malaysia)

FRT, Fries Research & Technology GmbH

Oberflächenmesstechnik

Mitarbeiter: 35

Standorte: Bergisch Gladbach (D, Firmensitz), Shanghai (CN), San Jose (USA), Somers (USA)

m2p-labs GmbH Biotechnologie und Mikrobioreaktortechnik Mitarbeiter: 28

Standorte: Baesweiler bei Aachen (D, Firmensitz), Hauppauge, NY (USA), Hong Kong

1.2. Geschäftstätigkeit

1.2.1 Produkt, Ziele

Die FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds GmbH & Co. KG konnte zwischen Januar 2004 und Dezember 2006 insgesamt 1.059 Kommanditanteile des Fonds an Privatanleger im Wert von 26.878.592,75 EUR („gezeichnetes Nominalkapital“) ausgeben.

Das bis zur Schließung des Fonds angestrebte Nominalkapital des Fonds („Zielkapital“) betrug 100.000.000,00 EUR. Die Mindestzeichnungssumme je Anleger belief sich auf 19.500,00 EUR und konnte im Rahmen einer Einmalzahlung von mindestens 1.500,00 EUR bei Vertragsschluss und entsprechenden Ratenzahlungen mit einer Beitragszeit von 0 bis 180 Monaten erbracht werden. Der Fonds hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2025 und kann nach pflichtgemäßem Ermessen der IWF Fondsconsult GmbH (KVG des Fonds und zugleich dessen geschäftsführende Kommanditistin) maximal zweimal um je ein Jahr verlängert werden.

Anleger sind an der Fondsgesellschaft direkt als Kommanditist oder mittelbar als Treugeber über die Treuhänderin beteiligt. Aus dieser unternehmerischen Beteiligung erwachsen für die Anleger Rechte (insb. Informations-, Kontroll- und Mitspracherechte) und Pflichten (insb. Einzahlung der Einlage, Haftung). Die Anleger sind am Vermögen und Geschäftsergebnis (Gewinn und Verlust) der Fondsgesellschaft beteiligt. Die Höhe der Beteiligung hängt von ihrer Beteiligungsquote im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen ab. Eine Pflicht der Anbieterin des Fonds, FIDURA Capital Consult GmbH, oder der Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, die Beteiligung zurückzunehmen, besteht nicht. Eine ordentliche Kündigung durch Anleger (Direktkommanditisten oder Treugeber) ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anleger hat ein Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund. Im Rahmen der Auflage des Fonds fielen folgende Emissionskosten an:

Die Anbieterin (FIDURA Capital Consult GmbH) erhielt für die Vermittlung des Eigenkapitals eine Vergütung in Höhe von 6 % bezogen auf das gezeichnete Nominalkapital des Fonds. Daneben steht ihr das auf die Nominaleinlage zu entrichtende Agio (5 %) zu.

Für die Konzeptionierung, Prospektierung, Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Steuer- und Rechtsberatung gemäß § 9 des Gesellschaftsvertrages fielen feste Vergütungen in Höhe von 950.000,00 EUR inkl. USt. an, dies entspricht 0,95 % des Zielkapitals, bzw. 3,53 % des gezeichneten Kapitals.

Ziel des Fonds ist es, eine überdurchschnittliche Wertsteigerung im Beteiligungsbereich (Private Equity) zu erwirtschaften – das bedeutet maximal mögliche Erträge aus dem Kauf und anschließenden Verkauf von Anteilen an wachstumsstarken Unternehmen zu generieren.

Der Kauf von Unternehmensanteilen erfolgt entweder in Form einer Kapitalerhöhung des jeweiligen Unternehmens und der entsprechenden Ausgabe neuer Geschäftsanteile oder durch die Übernahme von Geschäftsanteilen anderer Gesellschafter. Der Verkauf („Exit“) der Anteile erfolgt in der Regel entweder an einen strategischen Investor oder durch eine Platzierung der Anteile an einer regulierten Börse („Börsengang“).

Der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds investiert das Geld der Anleger nach ausreichender und sorgfältiger Prüfung mit einem risikoreduzierten Ansatz ausschließlich in innovative und solide Technologieunternehmen.

Der Fonds sieht vor, während seiner Laufzeit 9 bis 12 Beteiligungen einzugehen, mit einer Haltedauer von 3 bis 9 Jahren. Nach jeder erfolgten Beteiligungsveräußerung wird das Geld an die Anleger ausgeschüttet und nicht reinvestiert.

Eine weitere Zielsetzung ist die erfolgreiche Umsetzung der Kapitalabsicherungsstrategie des Fonds. Zweck der optionalen Kapitalabsicherungsstrategie ist der vollständige Kapitalerhalt der Einlagen der Anleger zum Ende der Laufzeit des Fonds. Um das Ziel zu erreichen, wurde vom FIDURA-Fondsmanagement bei der Berechnung der Ablaufleistung eine Beitragsverzinsung der Sparanteile von 5,7 % p.a. angesetzt. Die Höhe der Versicherungsbeiträge wurde beim Fonds so kalkuliert, dass spätestens 20 Jahre nach Beitritt des Anlegers zum Fonds die aus dieser Berechnung resultierende, dem Anleger zustehende Kapitalabfindung mindestens seinen gesamten Einzahlungen in den Fonds entspricht.

Die Absicherungsstrategie des Fonds basiert auf einer engen Kooperation mit den angelsächsischen Versicherungsgesellschaften Standard Life und Canada Life. Im Rahmen der Absicherungsstrategie wird ein Teil der Einlagen der Anleger, ca. 45 %, in Versicherungsprodukte der einen oder anderen Versicherungsgesellschaft investiert, konkret handelt es sich um private, aufgeschobene Rentenversicherungsverträge.

Das Anlagekonzept von Canada Life und Standard Life ist strikt auf Risikovermeidung ausgerichtet und kann dank des Glättungsverfahrens „Smoothing“ zeitweilige Wertverluste durch Gewinne aus den Vorjahren ausgleichen. Die Versicherungen wurden hierbei zu marktüblichen Konditionen eingekauft, die laufenden Versicherungsbeiträge werden aus den Einlagen des jeweiligen Anlegers bestritten.

1.2.2 Investitionsstrategie

Die Investitionen im Private-Equity-Bereich erfolgen entweder direkt, im Rahmen von sog. Direktinvestitionen oder indirekt durch die Teilnahme an Unternehmensbeteiligungsprogrammen Dritter, wobei die Direktinvestitionen im Fokus der Investitionsstrategie des Fonds liegen.

Bei der Auswahl eines potenziellen Portfoliounternehmens werden insbesondere die Marktchancen für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, die Qualität der Unternehmensführung und die vorhandenen Gewinnpotenziale als wesentliche Entscheidungskriterien für eine Beteiligung herangezogen. Unternehmen mit unrealistischen Geschäftsmodellen oder zu unsicheren Ertragsaussichten kommen als Beteiligung für den Fonds nicht in Betracht. Die Unternehmen sollten klein bis mittelgroß sein (max. 20 Mio. EUR Jahresumsatz), da diese Unternehmen naturgemäß einerseits einen geringeren Kapitalbedarf haben, andererseits aber i. d. R. über ein höheres Gewinn- und Wertsteigerungspotenzial als große Unternehmen verfügen. Obwohl der Fonds nicht auf Unternehmen in einer bestimmten Finanzierungsphase festgelegt ist, hat er dennoch seinen Schwerpunkt auf Investitionen in den wachstums-stärksten Unternehmensphasen wie der Expansionsphase (sog. „Wachstumsfinanzierungen“) gelegt. Der Fonds investiert branchenübergreifend, konzentriert sich aber auf Unternehmen in zukunftsträchtigen Branchen wie Nanotechnologie/neue Materialien, Halbleiter/Mikrosystemtechnik, Messtechnik/Optik, Automobilindustrie/Elektroindustrie, IT/Automatisierungstechnik und Biotechnologie (ausgeschlossen Medikamentenforschung). Da das Fondsmanagement großen Wert auf eine intensive partnerschaftliche Begleitung der Beteiligungsunternehmen legt, kommen für eine Beteiligung i. d. R. nur Unternehmen aus Regionen in Betracht, die nicht weiter als zwei Flugstunden von München, dem Sitz des Fondsmanagements, entfernt sind. Deswegen investiert der Fonds primär in Unternehmen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und in ausgewählten Märkten Osteuropas (z. B. Tschechien, Slowakei).

Das anvisierte Investitionsvolumen pro Beteiligungsunternehmen beträgt i.d.R. zwischen 0,3 Mio. EUR und 3 Mio. EUR. Bei Bedarf werden auch größere Volumina investiert, allerdings bevorzugt mit noch mindestens einem Co-Investor. Der Fonds strebt i. d. R. nur Minderheitsbeteiligungen an.

Im Falle einer Beteiligung des Fonds an ausgewählten Unternehmensbeteiligungs-programmen Dritter (Drittfonds) muss sich eine vergleichbare Anlagestrategie in der Anlagepolitik der Drittfonds widerspiegeln.

1.2.3 Geschäftsprozesse

Prozesssteuerung

Zentraler Erfolgsfaktor für den Fonds sind Qualität und Erfahrung der Geschäftsführung und der verantwortlichen Fondsmanager der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) des Fonds. Hierbei vertraut der Fonds auf das Kompetenzteam der IWF Fondsconsult GmbH mit Sitz in Grünwald (bei München). Die Aufgaben der IWF Fondsconsult GmbH als externe KVG umfassen neben dem Portfoliomanagement auch die allgemeinen Geschäftsführungsaufgaben, die Verwaltung des Fonds und das Risikomanagement. Die operative Steuerung erfolgt über klar definierte Prozesse innerhalb der KVG.

Investitionsprozess

Alle Fondsmanager sind unternehmerisch erfahren, haben einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und kennen alle Facetten des Private-Equity-Geschäftes. Dadurch ist eine professionelle Umsetzung sämtlicher Teilschritte des Beteiligungsprozesses – von der Vorprüfung bis zur Veräußerung der Beteiligungen – gewährleistet.

Jedes Unternehmen, das in die engere Wahl kommt, wird vor der Investitionsentscheidung einer umfassenden Risiko-Prüfung (sog. Due Diligence) unterzogen. Nach dem erfolgten Investment überwachen, analysieren und kontrollieren die Fondsmanager permanent die eingereichten Zahlenwerke und Zwischenberichte der Portfoliounternehmen im Rahmen des Beteiligungscontrollings und treffen Maßnahmen, um die Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Alle Entwicklungs-Meilensteine der Beteiligungen werden im Beteiligungsvertrag verankert und lehnen sich an den gemeinsam verabschiedeten Businessplan des Unternehmens an. Dieser orientiert sich wiederum an der internen Renditevorgabe des Fonds und basiert auf der Analyse und Bewertung von Entwicklungs- und Marktchancen des jeweiligen Unternehmens. Das Fondsmanagement legt dabei die Entwicklungsstrategie schrittweise fest, definiert Prioritäten für ihre erfolgreiche Umsetzung und minimiert die auftretenden Risiken durch bewährte Prozesse. Schließlich verantwortet das Fondsmanagement den gesamten Verkaufsprozess der Beteiligungen.

1.2.4 Wesentliche Ereignisse

Insolvenz der Beteiligung FRT, Fries Research & Technology GmbH

Um sich den Verpflichtungen aus dem bestehenden Beteiligungsvertrag zu entziehen, hat die Geschäftsleitung der FRT, Fries Research & Technology GmbH mutwillig und ohne wirtschaftliche Erfordernis am 22.04.2016 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Köln gestellt. Dieser Antrag wurde genehmigt und das Insolvenzverfahren am 01.05.2016 eröffnet. Aufgrund starker Indizien für eine in betrügerischer Absicht durchgeführte Insolvenzantragsstellung hat die Staatsanwaltschaft Köln bereits umfangreiche Ermittlungen aufgenommen und eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

Verkauf der Beteiligung WEBfactory GmbH

Mit Vertrag vom 22.12.2016 haben der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds (Fonds 1) und der FIDURA Rendite Plus Ethik Fonds (Fonds 2) ihre Anteile an der WEBfactoryGmbH mit Erfolg an die Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL) veräußert. Die erzielte Rendite aus dem Verkauf beträgt 10 % p.a. auf Einzelinvestmentebene.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Private-Equity-Markt

Die Stimmung am Beteiligungsmarkt ist weltweit ununterbrochen gut. Das Fundraisingklima kletterte weiter auf einen neuen Höchststand. Damit verbunden ist auch eine starke Marktüberhitzung, die tendenziell zu niedrigeren Renditen bei Private-Equity-Investitionen führen kann.

Laut Angaben des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) konnte zwar in Deutschland mit 5,7 Mrd. EUR in 2016 das Investitionsniveau des Rekordjahres 2014 nicht erreicht werden, die Private-Equity-Investitionen bewegen sich aber seit 2011 auf einem insgesamt stabilen Niveau zwischen 5,1 Mrd. EUR (2013) und 7,1 Mrd. EUR (2014). Insgesamt rund 1000 Unternehmen erhielten im Jahresverlauf 2016 Beteiligungskapital. Neun von zehn finanzierten Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter und haben weniger als 100 Mio. EUR Umsatz. Auch wenn die großen Mehrheitsübernahmen maßgeblich die Marktentwicklung beeinflussen, waren es doch vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, in die das Private-Equity-Kapital geflossen ist. Vor allem die Frühphasen-Investitionen konnten auf 0,93 Mrd. EUR zulegen und erreichten die höchsten Jahresinvestitionen seit 2008 (dieses Segment liegt auch im Fokus der FIDURA Private Equity Fonds). Der seit 2012 zu beobachtende Aufwärtstrend in der Start-up-Finanzierung, der zunehmend auch durch staatliche Förderungen unterstützt wird, zeigt sich damit ungebrochen.

Die Einschätzungen der meisten Private-Equity-Fonds zu den Verkaufsmöglichkeiten der Beteiligungen sind ebenso positiv. Allerdings sank inzwischen das Preisniveau für den Verkauf jüngerer Unternehmen im Vergleich zu den großen Megadeals. Sollte es zu einem Einbruch/Crash am Aktienmarkt kommen, den einige Marktteilnehmer prognostizieren, könnte der Private-Equity-Markt auch betroffen sein. Die Verkaufsmöglichkeiten würden so auf allen Ebenen geschmälert werden – bei kleinen wie auch großen Deals.

Die Private-Equity-Branche steckt laut Münchner VentureCapital Magazin aktuell in einer Art Teufelskreis, den sie mit eigenem Erfolg mit verursacht hat: Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld suchen Investoren nach attraktiven Renditen. Diese erwirtschaften Private-Equity-Gesellschaften nach wie vor. Der gigantische Mittelzufluss führt zur Anhäufung von sog. „Dry Powder“ und einem wachsenden Anlagedruck, da die Zahl der potenziellen Investitionskandidaten begrenzt ist. Gleichzeitig steigen die Kaufpreise für diese Unternehmen. Dies kann zur Folge haben, dass die Renditen der Private-Equity-Fonds deutlich geringer ausfallen als die ihrer Vorgänger.

2.1.2 Wettbewerbssituation / geschlossene Publikums-AIFs

Insgesamt bewegten sich die Emissionsaktivitäten im Bereich geschlossener Publikums-AIFs auf niedrigem Niveau. Nur 25 Angebote wurden 2016 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Vertrieb zugelassen (Quelle: www.bafin.de), davon nur 4 aus dem Bereich Private Equity (Vorjahr: 37 neu zugelassene Publikums-AIFs, davon 5 Fonds aus dem Bereich Private Equity). Die Anzahl der aktuell geschlossenen Private-Equity-Publikums-AIFs bleibt somit trotz des allgemeinen Private-Equity-Booms, vor allem im Vergleich mit der Anzahl der neu emittierten Immobilienfonds, eher bescheiden. Aktuell sind – unseres Wissens – außer FIDURA sechs Emissionshäuser am Private-Equity-Markt aktiv (HMW, RWB, WealthCap, Aquila, Deutsche Bank, BVT), drei davon mit mehreren neu zugelassenen Publikums-AIFs (HMW, RWB, WealthCap).

Zu den drei Emissionshäusern, die 2016 die vier neuen Private-Equity-Publikumsfonds emittierten, gehören HMW (mit zwei Fonds, „MIG-Fonds 13“ und „MIG-Fonds 14“), RWB (mit gleichnamigem Fonds „RWB Direct Return“) und BVT (mit dem Fonds „IFK 4 Sachwertportfolio“), alle in Gesellschaftsform einer GmbH & Co. KG.

Die Emissionhäuser RWB (RWB PrivateCapital Emissionshaus AG; seit 2002 am Markt, 26 Fonds, verwaltetes Volumen etwa 1,6 Mrd. EUR) und Aquila Capital (seit 2014 am Markt, nur 1 Publikumsfonds) bieten reine Dachfonds-Konzepte an, die mittelbar über andere, auf die jeweilige Anlageklasse spezialisierte Fondsgesellschaften (Zielfonds) investieren und deswegen in Bezug auf deren Investitionsstrategie in keinem direkten Wettbewerb mit dem FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds stehen.

Das Emissionshaus HMW (HMW Emissionshaus AG; seit 2004 am Markt, 15 Fonds, verwaltetes Volumen etwa 1,1 Mrd. EUR) gehört zur Kategorie der sog. direkt investierenden Private-Equity-Fonds, ebenso wie der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds, deswegen stehen beide Häuser in einem gewissen Wettbewerb zueinander. Jedoch investieren die sog. „MIG-Fonds“ hauptsächlich in früheren, risikoreicheren, sog. Venture-Capital-Phasen, folglich besteht zwischen beiden Emissionshäusern keine relevant konkurrierende Situation um Investitionsobjekte.

WealthCap, ein größerer Anbieter von Private-Equity-Publikumsfonds, seit 18 Jahren am Markt, mit insgesamt 21 initiierten Private-Equity-Fonds mit einem Gesamtvolumen von 882 Mio. EUR, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Unicredit Bank. WealthCap brachte zwar in 2016 keinen neuen Fonds im Private-Equity-Segment auf den Markt, dafür wurden aber in 2015 insgesamt drei Private-Equity-Beteiligungsangebote initiiert und von der Bafin zugelassen. Weil die WealthCap diverse Zielfonds im Buyout-Bereich fokussiert, steht sie in keinem direkten Wettbewerb zum FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds.

Die Deutsche Bank adressiert mit dem PED Private Equity Deutschland (BaFin-Zulassung in 2015) im Vergleich zu o.g. Fonds vermögendere Privatanleger und investiert sowohl als Dachfonds als auch als direkter Co-Investor in den deutschen Mittelstand, insbesondere in kleinere oder mittelgroße Unternehmen. Es ist davon auszugehen, dass die Deutsche Bank in größere Unternehmen investiert als der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds und somit kein direkter Wettbewerber ist.

Das Emissionshaus BVT hat seit 15 Jahren insgesamt neun geschlossene Private-Equity-Fonds initiiert, mit einem Volumen von etwa 355 Mio. EUR. Der neueste Private-Equity-Publikumsfonds des Emissionshauses trägt den Namen IFK 4 Sachwertportfolio und wurde 2016 von der BaFin zugelassen. Der IFK 4 Fonds schließt an die Tradition der sog. „Top Select Fonds“ aus dem Hause BVT an, die überwiegend mittels eines Dachfondskonzepts investieren. Die Diversifikation des Portfolios des IFK 4 Fonds erfolgt nur zum Teil über Private Equity. Schwerpunktmäßig investiert der Fonds in Immobilien und darüber hinaus auch in Infrastruktur, Luftfahrzeuge und Energie. Laut Fondsprospekt erwirbt der Fonds im Segment Private Equity seine Beteiligungen über Zielfonds, die sich überwiegend an bereits etablierten Unternehmen (sog. „Later Stage“) beteiligen. Insofern steht der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds in keinem Wettbewerb zum IFK 4 Sachwertportfolio Fonds.

Weitere Anbieter, die einige Private-Equity-Fonds auf den Markt brachten, dies aber nicht schwerpunktgemäß tun und in den letzten Jahren keine neuen Private-Equity-Fonds initiiert haben, sind KGAL (9 Fonds, 933 Mio. EUR, 12 Jahre Erfahrung) und Sachsenfonds (3 Fonds, 50 Mio. EUR, 14 Jahre Erfahrung). Es handelt sich auch bei diesen Fonds nahezu ausschließlich um Dachfondskonzepte, sodass zwischen diesen Anbietern und FIDURA kein Wettbewerb um Investitionsobjekte existiert.

2.1.3 Allgemeine Wettbewerbssituation

Besonders günstige konjunkturelle Rahmenbedingungen und ein niedriges Zinsniveau sorgten auch 2016 für einen extrem starken Kapitalüberhang am Beteiligungsmarkt. Der Kapitalüberhang heizte den Wettbewerb der Fondsgesellschaften um die Investitionsobjekte, u.a. im Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen, in die der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds investiert, weiter an. Obwohl dem Kapitalüberhang eine erhöhte Anzahl von kapitalsuchenden Startups gegenüber stand, befindet sich das Angebot an potenziellen Beteiligungsunternehmen und des für Private-Equity-Finanzierungen zur Verfügung stehenden Kapitals nicht mehr im Gleichgewicht, so dass der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds in einem geschäftshindernden Wettbewerb steht. Der Wettbewerbsvorteil der FIDURA Private Equity Fonds ist unseres Erachtens die Fondslaufzeit von 20 Jahren, die es ermöglicht, die negativen Auswirkungen von diversen Wirtschaftszyklen zu minimieren, so auch die aktuelle Überhitzung am Private-Equity-Markt. Ein weiterer Vorteil der FIDURA Private Equity Fonds ist ihre Anlagepolitik, sich während der Fondslaufzeit an nur 9 bis 12 Unternehmen zu beteiligen – diese niedrige Zahl, die der intensiven Betreuung der Beteiligungen dient, minimiert den Anlagedruck des Fonds zusätzlich.

2.2 Marktstellung des Unternehmens

Beim FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds handelt es sich um den ersten Fonds des Emissionshauses FIDURA Capital Consult GmbH mit Sitz in Grünwald (bei München). Die Marktstellung und die öffentliche Wahrnehmung aller FIDURA Private Equity Fonds, so auch des FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds, hängt von der Fondsmanagementleistung seiner Kapitalverwaltungsgesellschaft IWF Fondsconsult GmbH und von der Platzierungs- und Kommunikationsleistung des Emissionshauses FIDURA Capital Consult GmbH ab. Das Emissionshaus FIDURA wurde 2001 von erfahrenen Unternehmern und Kapitalmarktspezialisten als unabhängiges Beratungs- und Emissionshaus für Private Equity gegründet. Mit den bislang vier aufgelegten Fonds konnte das Emissionshaus bis heute ein Gesamtzeichnungsvolumen von rd. 110 Mio. EUR bei über 4.000 Anlegern platzieren.

2.3 Geschäftsverlauf

Entwicklung der Beteiligungen

Die positive konjunkturelle Lage weltweit begünstigte wie schon im Vorjahr die Umsatz- bzw. Auftragsentwicklung aller Portfoliounternehmen des Fonds. Auch die FRT, Fries Research & Technology GmbH, die am 22.04.2016 Insolvenz angemeldet hat, konnte von der starken Weltwirtschaft profitieren (wie im Punkt 1.2.4 dargestellt, weist die Insolvenz aus Sicht des Fondsmanagements deliktische Merkmale auf und hängt nicht mit der Umsatzsituation des Unternehmens zusammen). Zugleich haben alle Beteiligungen mit Hilfe der zugeführten Finanzmittel auch 2016 wichtige Entwicklungs- und Vertriebsziele vorangetrieben.

Kauf neuer Beteiligungen

2016 wurden keine Investitionen in neue Unternehmen getätigt, vielmehr lag das Augenmerk auf Folgefinanzierungen der Portfoliounternehmen m2p-labs GmbH und FRT, Fries Research & Technology GmbH (die Nachfinanzierung erfolgte vor der Insolvenzanmeldung der Beteiligung am 22.04.2016).

Das Fondsmanagement hat 2016 bewusst auf Neuinvestitionen verzichtet, da die potenziellen Beteiligungsunternehmen oft zu hohe Bewertungsvorstellungen hatten oder anderweitig die strengen Beteiligungskriterien nicht erfüllten.

Verkauf der Beteiligungen

2016 wurde das Portfoliounternehmen WEBfactory GmbH verkauft. Mit Vertrag vom 22.12.2016 haben der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds (Fonds 1) und der FIDURA Rendite Plus Ethik Fonds (Fonds 2) ihre Anteile an der WEBfactory GmbH mit Erfolg an die Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL) veräußert. Die erzielte Rendite beträgt 10 % p.a. auf Einzelinvestmentebene.

Entwicklung der Absicherungsstrategie

Beim Versicherungspartner Canada Life bleibt der geglättete Wert (durchschnittliche Wertentwicklung) des dem Absicherungskonzept zugrundeliegenden Unitised-Wirth-Profit-Fonds („UWP“-Fonds) stabil um 6 % pro Jahr seit seiner Auflegung in 2004. Mit aktuellen 6,2 % pro Jahr liegt dieser Wert über der durchschnittlichen Wertentwicklung von 5,7 % pro Jahr, mit der das FIDURA-Fondsmanagement die Absicherungsstrategie des Fonds konzipiert hat.Ebenso gut hat sich der Heritage-With-Profits-Fonds des Versicherungspartners Standard Life entwickelt. Seit Auflegung des Fonds in 2001 erreichte der Fonds beim monatlichen Ansparmodell 7,14 % pro Jahr. Die Anleger, welche sich für die Kapitalabsicherung entschieden haben, können nach heutigem Stand damit rechnen, am Ende der Laufzeit allein aus den Rückflüssen der Absicherungskomponente ihre Fondseinlage vollständig zurück zu erhalten.

2.4 Ertragslage

2.4.1 Wesentliche Ertragsquellen

Die Ertragslage des Fonds wird insbesondere durch die Verkäufe (sog. Exits) der Beteiligungen, durch die Entwicklung der Rückkaufswerte der Versicherungen und durch die Kosten, vor allem für die Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, geprägt.

2.4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Durch den Verkauf der Beteiligung WEBfactory GmbH und der weiterhin guten Entwicklung der Rückkaufswerte der Versicherungen wurde das Jahresergebnis positiv beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse auf 2.336.915,96 EUR (Vorjahr: 1.369.005,24 EUR). Aufgrund des unmittelbaren Verlustes aus der Beteiligung FRT, Fries Research & Technology GmbH in Höhe von 1.290.696,12 EUR, ergibt sich ein im Vergleich zum Vorjahr vermindertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -301.921,27 EUR (Vorjahr: 646.457,15 EUR). Auf der Aufwandsseite standen vor allem die als Materialaufwand ausgewiesenen Einstandskosten der verkauften Beteiligung WEBfactory GmbH, die für die Absicherungsstrategie gezahlten Versicherungsbeiträge und der Vorabgewinn der KVG (IWF Fondsconsult GmbH) zu Buche. Nach Berücksichtigung des Vorabgewinns der KVG in Höhe von 368.785,93 EUR verbleibt ein Gesamtergebnis in Höhe von -670.707,20 EUR, das mit dem Ergebnissonderkonto der Anleger verrechnet wurde.

2.4.3 Finanzlage/Liquidität

Die Finanzlage des Fonds ist unverändert stabil. Der Fonds weist eine hohe Eigenkapitalquote und einen stabilen Bestand an liquiden Mitteln aus.

Der Fonds finanziert seine Beteiligungen ausschließlich über Eigenkapital und ist daher nicht auf Bankkredite angewiesen. Daneben ist keine der Beteiligungen des Fonds börsennotiert, weshalb auch keine direkte Abhängigkeit von eventuellen Börsenturbulenzen vorhanden ist. Auch bei den Beteiligungsunternehmen selbst achtet das Fondsmanagement auf eine solide Gesamtfinanzierung, bei der keine unverhältnismäßig hohe Abhängigkeit von Banken gegeben ist.

Das Fondsmanagement steuert die für Investitionen zur Verfügung stehende Liquidität immer unter der Prämisse, dass neben den Neuzukäufen auch die Nachfinanzierungsrunden der bestehenden Beteiligungen gewährleistet sind, die meist eine Nachbewertung der Anteile nach sich ziehen und bei späteren Exits die Ertragslage des Fonds aufbessern.

Die gerade nicht in den Unternehmensbeteiligungen investierten, über die monatlichen Beiträge aufgelaufenen Gelder werden bei Banken auf Tagesgeldkonten angelegt, sodass deren schnelle Verfügbarkeit gegeben ist.

Sollte auf dem Private-Equity-Markt eine besonders günstige Investitionssituation herrschen, besteht darüber hinaus für die KVG die Möglichkeit, auf den ihr über den Gesellschaftsvertrag zustehenden Vorabgewinn gegen Ausgabe eines Besserungsscheins zu verzichten (bei gleichzeitig vereinbartem aufschiebend bedingtem Wiederaufleben) und somit die zur Investitionstätigkeit stehende Liquidität zu erhöhen.Die für die Investitionen in Beteiligungen zur Verfügung stehende Liquidität betrug zum Jahresende 1.008.704,70 EUR.

2.4.3.1 Kapitalstruktur

Der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds besitzt eine unverändert hohe Eigenkapitalquote. Die Bilanz wies zum 31.12.2016 eine Bilanzsumme von insgesamt 18.639.890,69 EUR (Vorjahr: 19.391.761,46 EUR) auf. Die Eigenkapitalquote betrug 98,47 % gegenüber 98,32 % im Vorjahr. Das Eigenkapital sank in erster Linie aufgrund des Verlustes aus dem Abgang der insolventen Beteiligung FRT, Fries Research & Technology GmbH.

Jahr

2016

2015

Eigenkapital in EUR

18.353.993,79

19.066.683,27

Eigenkapitalquote

98,47 %

98,32 %

2.4.3.2 Investitionen

Der Fonds hat im abgelaufenen Jahr in die bestehende Beteiligung m2p-labs GmbH Darlehensmittel in Höhe von insgesamt 110.000,00 EUR investiert. Davon wurden 70.000,00 EUR im Rahmen eines im April 2016 geschlossenen und 40.000,00 EUR im Rahmen eines im November 2016 geschlossenen Darlehensvertrags bereitgestellt. Der Anteil des Fonds am Unternehmen blieb unverändert.

Darüber hinaus investierte der Fonds in die Beteiligung FRT, Fries Research & Technology GmbH 15.000,00 EUR im Rahmen eines am 08.04.2016 (kurz vor der Insolvenzantragstellung am 22.04.2016) geschlossenen Darlehensvertrags mit Wandlungsoption zur Aufrechterhaltung der betriebsbedingt notwendigen Liquidität. Der Anteil des Fonds am Unternehmen blieb unverändert.

In neue Beteiligungen hat der Fonds 2016 nicht investiert, ebenso erfolgten in der Gesellschaft selbst keine wesentlichen Investitionen.

2.4.3.3 Portfolio-Entwicklung

WEBfactory GmbH

Investitionsstart: 20.11.2006

Investitionsende: 22.12.2016

Anteil des Fonds: 33,22 %

Branche: Prozessvisualisierungstechnik und Energiemanagement

Mitarbeiter: 31

Standorte: Buchen (D, Firmensitz), Greven (D), Sibiu (RO)

Das Portfoliounternehmen WEBfactory GmbH wurde mit Vertrag vom 22.12.2016 an die Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL) verkauft. Die erzielte Rendite beträgt 10 % p.a. auf Einzelinvestmentebene.

Aus einer kleinen Softwareschmiede, in die der Fonds 2006 investiert hat, wurde zunehmend einer der führenden Anbieter webbasierter Automatisierungssoftware für den Maschinen- und Anlagenbau, der Gebäudeautomatisierung und des Energie-Monitoring. Als strategischer Investor möchte das Versorgungsunternehmen TWL mit den hochinnovativen Energie-Management-Softwarelösungen von WEBfactory mehr digitalen Service für seine eigenen Geschäftskunden bieten – im Gegenzug erhält WEBfactory neue Wachstumschancen durch Nutzung bestehender Vertriebskanäle des Käufers.

Anbei eine kurze Übersicht über die wichtigsten Entwicklungsschritte der WEBfactory GmbH, die mithilfe der FIDURA Private Equity Fonds möglich waren:

Mit dem zugeführten Kapital wurde eine neue Corporate Identity eingeführt und die Vertriebsstruktur verbessert, u.a. durch die Optimierung des Lizenzmodells, durch eine neue Niederlassung und durch die Einführung eines leistungsfähigen Customer-Relationship-Management-Systems.

Es wurden neue Produkte entwickelt und im Wachstumsmarkt Energiemanagement zu einer technologisch führenden Lösung ausgebaut. Im Besonderen konnte das Unternehmen sehr schnell den Zukunftsmarkt Industrie 4.0 mit der neuen Produktgeneration adressieren.

mechatronic Systemtechnik GmbH

Investitionsstart: 25.09.2008

Anteil des Fonds: 13,36 %

Branche: Halbleiterprozesstechnik

Mitarbeiter: 83

Standorte: Villach (AT, Firmensitz), Singapur, Malaysia

Die Produktionskapazitäten waren 2016 – wie schon im Vorjahr – voll ausgelastet und der Auftragsbestand und Umsatz befinden sich weiter auf Rekordniveau. Der Umsatzanstieg zum Jahresende 2016 im Vergleich zum Vorjahr betrug 25 %; seit Investitionsbeginn hat das Unternehmen den Umsatz bereits vervierfachen können.

Diese hervorragende Entwicklung unterstreicht die positiven Auswirkungen einer Professionalisierung des gesamten Unternehmens aber auch die technische Einzigartigkeit seiner Produkte in einem stark wachsenden Markt der Halbleiterindustrie.

Ende 2016 verfügte das Unternehmen bereits über zwei wesentliche Stützpunkte in Asien:

Mechatronic Asia Pte. Ltd. in Singapur (Tochterfirma gegründet in 2015) und

Mechatronic Systemtechnik Sdn Bhd. in Malaysia (Tochterfirma gegründet in 2016)

Neben der weiterhin stabil hohen Nachfrage nach den Standardprodukten, die kontinuierlich verbessert werden, konnte vor allem die langjährige Zusammenarbeit mit der Firma Rudolph Technologies, Inc. ausgebaut werden. Darüber hinaus hat sich mit Rudolph das Komponentengeschäft (Chucks, End Effektoren) für eWLB Anwendungen sehr positiv entwickelt (eWLB ist eine spezielle Gehäusetechnologie, die es zusammen mit den innovativen SiGe-Sensoren ermöglicht, in der Automobilindustrie neue Sicherheitssysteme für alle Autofahrer bezahlbar zu machen).

Mit einem weiteren langjährigen Geschäftspartner, dem führenden asiatischen Halbleiterkonzern Nikon Corporation, wird wiederum ein neuer Panel Loader für das zukünftig immer wichtiger werdende Segment des FOWLP-Panel-Geschäftes entwickelt. Das sog. Fan-out Wafer Level Packaging (FOWLP) ist einer der neuesten Packaging-Trends in der Mikroelektronik – FOWLP besitzt dabei ein hohes Miniaturisierungspotenzial sowohl im Packagevolumen als auch in der Packagedicke. Die Basis für das Handling von verbogenen FOWLP Panels ist erneut ein geschütztes Patent der mechatronic Systemtechnik GmbH.

FRT, Fries Research & Technology GmbH

Investitionsstart: 03.02.2010

Insolvenzantragstellung: 22.04.2016

Anteil des Fonds: 13,85 %

Branche: Oberflächenmesstechnik

Mitarbeiter: 35

Standorte: Bergisch Gladbach (D, Firmensitz), Shanghai (CN), San Jose (USA), Somers (USA)

Wie im Punkt 1.2.4, „Wesentliche Ereignisse“ dargestellt, hat das Unternehmen am 22.04.2016 Insolvenz angemeldet. Die Insolvenz erfolgte ohne wirtschaftliches Erfordernis und weist aus Sicht des Fondsmanagements deliktische Merkmale auf.

Bilanziell wurde die Beteiligung zum 31.12.2016 auf 1,00 EUR erfolgsmindernd abgewertet. Die Darlehensforderung wurde inkl. Zinsen als Forderungsverlust verbucht.

m2p-labs GmbH

Investitionsstart: 21.10.2013

Anteil des Fonds: 12,60 %

Branche: Mikrobioreaktortechnik

Mitarbeiter: 28

Standorte: Baesweiler bei Aachen (D, Firmensitz), Hauppauge, NY (USA), Hong Kong

Im Vergleich zu 2015 wies das Geschäftsjahr 2016 eine deutlich bessere Tendenz auf. Der Umsatz des Unternehmens konnte im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht werden. Allerdings lag der Umsatz 1,3 Mio. EUR unter Plan, weil im zweiten Halbjahr unerwartete technische Probleme beim neuesten Produkt des Unternehmens (BioLector Pro) aufgetreten sind, welche noch nach aktuellem Stand Gegenstand von Nachbesserungsmaßnahmen sind. Die sehr gute Umsatzentwicklung ist den Standardprodukten zu verdanken, konkret dem BioLector I und dem RoboLector (Liquid Handling Systems).

Hervorzuheben ist, dass nach wie vor die Nachfrage nach dem neuesten Produkt BioLector Pro ungebrochen groß ist, entsprechend wird eine erhebliche Steigerung des Umsatzes nach vollständiger Lieferfähigkeit erwartet.

Hauptumsatzgebiete sind weiterhin die etablierten Märkte in Europa und den USA; aber auch andere internationale Märkte gewinnen zunehmend an Bedeutung. m2p-labs GmbH reagierte auf diese neuen Marktchancen mit der Eröffnung einer Tochtergesellschaft in Hong Kong (gegründet 26.10.2016) und der Einstellung eines Area Sales Managers für das internationale Geschäft außerhalb Europas.

2.4.3.4 Vermögenslage

Der Fonds verfügt weiterhin über eine solide Vermögenslage, die aus der hohen Eigenkapitalquote und geringen Verbindlichkeiten resultiert. Das Eigenkapital betrug zum Jahresende 18.353.993,79 EUR (Vorjahr: 19.066.683,27 EUR).

Vermögenslage Beteiligungen

Entsprechend den handelsrechtlichen Grundsätzen werden die Beteiligungen mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Zum 31.12.2016 war der Fonds mit insgesamt 1.552.470,81 EUR (Vorjahr: 3.106.347,77 EUR) in drei Beteiligungen investiert (s. Pos. „Anlagevermögen“). Der Unterschied zum Vorjahr erklärt sich zum einen aus dem Verkauf und dem damit verbundenen Abgang der Beteiligung WEBfactory GmbH (Anschaffungskosten: 597.708,84 EUR; Verkaufserlös: 1.235.159,82 EUR). Zum anderen wurden die Anschaffungskosten der Beteiligung FRT, Fries Research & Technology GmbH i. H. v. 956.169,12 EUR aufgrund der Insolvenz auf einen Erinnerungswert von 1,00 EUR abgewertet.

Die Darlehensforderung inklusive Zinsen gegenüber der m2p-labs GmbH in Höhe von 340.646,70 EUR wurde im Umlaufvermögen unter „Sonstige Vermögensgegenstände“ verbucht.

Die Darlehensforderung des Fonds gegenüber der FRT, Fries Research & Technology GmbH wurde inkl. Zinsen wegen Insolvenz als Forderungsverlust gebucht (334.528,00 EUR).

Insgesamt beträgt der unmittelbare Verlust aufgrund der Insolvenz der FRT, Fries Research & Technology GmbH 1.290.696,12 EUR.

Die Beteiligungen m2p-labs GmbH und mechatronic Systemtechnik GmbH, erreichten im Jahresvergleich 2016/2015 zum Teil erhebliche Umsatzsteigerungen (s. Punkt 2.4.3.3, „Portfolio-Entwicklung“).

Die Beteiligung m2p-labs GmbH wies zum 31.12.2016 einen Jahresfehlbetrag aus. Durch die in 2016 erfolgte Nachfinanzierung der m2p-labs GmbH hat sich trotz kräftigen Umsatzanstiegs in 2016 die andauernd angespannte Liquiditätslage des Unternehmens nur moderat entspannen können.

Die mechatronic Systemtechnik GmbH wies zum 31.12.2016 einen Jahresüberschuss aus.

Wert der Beteiligungen

Der Wert der jeweiligen Fondsbeteiligung im betreffenden Geschäftsjahr wird nach dem Multiplikator-Verfahren ermittelt. Dabei wird der Equity-Value (EqV) als Wert des Eigenkapitals mithilfe des Enterprise Values (EV) abzüglich des zinstragenden Fremdkapitals ermittelt, bezogen auf den Anteil des Fonds am Stammkapital des jeweiligen Portfolio-Unternehmens: EqV des betr. Gj. = (M * Umsatz des betr. Gj. – Debt des betr. Gj. )* %-Anteil des Fonds (Die gegebenenfalls bestehenden Darlehens- und Darlehenszinsforderungen, die der Fonds gegenüber den jeweiligen Portfoliounternehmen besitzt, werden zum EqV-Wert hinzugerechnet.)

Dabei gilt: EV = M * Umsatz des betr. Gj.

Für M (Multiplikator) gilt demzufolge auch:

M = (Post-Money-Bewertung der letzten Kapitalmaßnahme + Debt) / Umsatz des Geschäftsjahres

In den Folgejahren wendet man diesen Multiplikator, der sich annahmegemäß bis zur nächsten Kapitalmaßnahme nicht mehr verändert, auf den Umsatz des jeweiligen Geschäftsjahres an.

Die jeweiligen Beteiligungen haben sich zum 31.12.2016 wie folgt entwickelt:

WEBfactory GmbH

Investierte Summe seit Investitionsbeginn: 597.708,84 EUR

Equity Value im Jahr 2016: 1.235.159,82 EUR (Verkaufspreis)

mechatronic Systemtechnik GmbH

Investierte Summe seit Investitionsbeginn: 891.499,36 EUR

Equity Value im Jahr 2016: 1.480.765,07 EUR

FRT, Fries Research & Technology GmbH

Investierte Summe seit Investitionsbeginn: 956.169,12 EUR

Equity Value im Jahr 2016: 1,00 EUR

(Aufgrund Abwertung wegen Insolvenzanmeldung am 22.04.2016)

m2p-labs GmbH

Investierte Summe seit Investitionsbeginn: 660.970,45 EUR

Equity Value im Jahr 2016: 2.800.002,69 EUR

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Beteiligung WEBfactory GmbH in 2016 erfolgreich verkauft wurde und die FRT, Fries Research & Technology GmbH wegen Insolvenz auf einen Erinnerungswert von 1,00 EUR abgeschrieben wurde.

Vermögenslage Versicherungen (Absicherungsstrategie)

Im Rahmen der Absicherungsstrategie wurden bis zum 31.12.2016 von dem insgesamt zugeflossenen Kapital der Anleger 9.463.949,06 EUR (Vorjahr: 8.732.735,77 EUR) in Versicherungsprodukte der Canada Life bzw. Standard Life investiert. Die Rückkaufswerte der Versicherungen, die auf der Aktivseite der Bilanz unter der Position „Sonstige Vermögensgegenstände“ ausgewiesen sind, beliefen sich zum 31.12.2016 auf 10.237.680,81 EUR (Vorjahr: 9.135.924,67 EUR). Die Rückkaufswerte der Versicherungen liegen vor deren Laufzeitende naturgemäß unter ihrem Einstandspreis und berücksichtigen nicht die tatsächliche Wertentwicklung der dem Absicherungskonzept zugrundeliegenden Fonds der jeweiligen Versicherungsgesellschaften (des „UWP-Fonds“ von Canada Life bzw. des „Heritage With Profits“-Fonds von Standard Life). Bei einer bilanziellen Berücksichtigung der tatsächlichen Wertentwicklung der With-Profits-Fonds (With Profits = überschussberechtigte Versicherungsprodukte) würde das Jahresergebnis deutlich positiver ausfallen.

Um die ausgewählte Absicherungsstrategie erfolgreich durchzuführen, ist das Fondsmanagement des FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds bei der Konzeption des Absicherungskonzeptes von einem Wertzuwachs der dem Absicherungskonzept zugrundeliegenden Fonds von 5,7 % p.a. ausgegangen. Die Anlageergebnisse der With-Profits-Fonds liegen bisher im Zielbereich. Beide Versicherungsgesellschaften verbinden ein funktionierendes Sicherheits- und Garantiekonzept mit einem überdurchschnittlichen Aktienanteil, was offenbar zu einer langfristig positiven Wertentwicklung führt – wie folgende Zahlen belegen:

2016 erreichte der UWP-Fonds (Unitised-With-Profits-Fund) von Canada Life trotz Niedrigzinsumfeld eine Wertentwicklung von 8,7 %. Über einen Zeitraum von 10 Jahren wies der UWP-Fonds eine durchschnittliche Wertentwicklung von 4,5 % p.a. auf (Vorjahreswert 4,4 % p.a.). Seit seiner Auflegung im Januar 2004 erwirtschaftete der UWP-Fonds von Canada Life durchschnittlich 6,2 % p.a. (Vorjahreswert 6,1 % p.a.). Der entsprechende Heritage-With-Profits-Fund von Standard Life (Serie III; Auflagejahr 2001) erreichte bei Einmalbeiträgen über einen Zeitraum von 10 Jahren (Vergleich zum 31.03.2017) eine durchschnittliche Wertentwicklung von 5,97 % (Vorjahreswert: 6,47 % p.a.). Seit Auflegung des Fonds in 2001, erreichte der Fonds beim monatlichen Ansparmodell 7,14 % p.a. (Vorjahreswert 7,63 % p.a.).

Anders als bei Canada Life sind bei Standard Life die Kosten für Abschluss und Verwaltung, für das Fondsmanagement, für den Risikoschutz sowie für das Glättungsverfahren Smoothing in den o.g. Werten nicht berücksichtigt.

Wichtige Information:

Bei der o.g. tatsächlichen Wertentwicklung der With-Profits-Fonds handelt es sich nicht um den garantierten Teil. Die garantierte Mindestwertentwicklung des sog. geglätteten Wertes (= Mindestwert zum Leistungsdatum) beträgt beim UWP-Fonds der Canada Life durchschnittlich nur 1 % pro Jahr zum Rentenbeginn. Im Gegenzug dazu wird der sog. geglättete Wertzuwachs für die Anteile des UWP-Fonds und seiner Teilfonds jährlich im April festgelegt und gilt i.d.R. bis zum darauffolgenden April. Er kann nicht negativ sein und gibt an, wie stark das Anteilguthaben im jeweiligen Jahr mindestens wächst. Der geglättete Wertzuwachs betrug zum 1. April 2017 2,1 % pro Jahr. Damit ist dieser Wert seit 2013 unverändert hoch (im Vergleich: die tatsächliche Wertentwicklung liegt noch höher, bei über 6 % p.a. seit Auflegung – s. oben). Wenn am Ende der Vertragslaufzeit der Versicherungen der tatsächliche Wert höher als der geglättete Wert ist, erhält die versicherte Person bei Canada Life die volle, vertragsgenau gerechnete Differenz dieser beiden Werte als sog. Schlussbonus.

Die garantierte Mindestwertentwicklung bei der Versicherungsgesellschaft Standard Life findet ihren Niederschlag in keiner Prozentzahl, sondern in der garantierten Kapitalabfindung zum Leistungsdatum, die sich von der Summe der zu zahlenden Raten aber nur geringfügig abhebt und von Anfang an fest und unverändert bestehen bleibt. Ähnlich wie bei Canada Life, so gibt es auch bei Standard Life darüber hinaus eine (in der Regel) jährliche Evaluierung der Entwicklung der zugrundeliegenden Fonds in Form der laufenden Bonusverzinsung. Ihre Höhe wird für ein Jahr im Voraus deklariert und dem bis dahin angesammelten Deckungskapital täglich anteilig zugewiesen. Zum 01. Februar 2017 hat Standard Life den Schlussbonus wie im Vorjahr auf 0,00 % festgelegt. Das Deckungskapital entspricht der Summe aller im Laufe der Zeit investierten Beiträge abzüglich anfänglicher Abschluss- und Verwaltungskosten, zuzüglich der laufenden Boni. Die Bonuszuweisung und das sog. Deckungskapital finden am Ende der Laufzeit ihren Niederschlag in dem sog. Nominalwert. Zum vertraglich vereinbarten Rentenbeginn kommt dann mindestens der zu diesem Zeitpunkt aktuelle Nominalwert des Vertrages zur Auszahlung, bzw. zur Verrentung. Die Schlusszahlung, die ähnlich wie der Schlussbonus der Canada Life zustande kommt, entspricht zum Leistungsdatum der Differenz zwischen dem sog. Zeitwert (die tatsächliche, geglättete Entwicklung des Fonds) und dem Nominalwert eines Vertrages. Den Unterlagen von Standard Life zufolge würde im Erlebensfall zum Leistungsdatum bei einer Netto-Rendite von 6 % p.a. (= Wertzuwachs der Kapitalanlage) eine Beispielleistung von 18.917,00 EUR und bei einer Netto-Rendite von 8 % eine Beispielleistung von 21.943,00 EUR ausgezahlt werden. Dieses beispielhafte Ergebnis bezieht sich auf einen Vertrag einer Anlegerin des FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds mit einer Zeichnungssumme in Höhe von 19.500,00 EUR, der monatlich angespart wird. Von den monatlichen Sparraten der Anlegerin überweist anschließend der Fonds für die Anlegerin als versicherte Person monatlich einen entsprechenden Beitrag an Standard Life (Produkt: FREELAX, aufgeschobene Rentenversicherung). Die Zeichnungssumme der Anlegerin (19.500,00 EUR) soll am Ende der Fondslaufzeit (voraussichtlich am 31.12.2025) durch das Absicherungskonzept des Fonds gedeckt sein und wie zu sehen ist, dürfte mit einer Wertentwicklung der zugrundeliegenden With-Profits-Fonds von Standard Life (7,14 % p.a., s. oben) die Kapitalabsicherungsstrategie des Fonds aufgehen.

2.4.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Fondsmanagement

Die Anlageentscheidungen werden von der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, getroffen. Um den Investitionsprozess optimal durchführen zu können, stellt die IWF Fondsconsult GmbH ein kompetentes Fondsmanagement zur Verfügung. Alle Fondsmanager sind unternehmerisch erfahren, haben einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und kennen alle Facetten des Private-Equity-Geschäftes. Dadurch ist eine professionelle Umsetzung sämtlicher Teilschritte des Beteiligungsprozesses – von der Vorprüfung bis zur Veräußerung der Beteiligungen – gewährleistet. Die Fondsmanager begleiten die Unternehmen darüber hinaus nicht nur als Kapitalgeber, sonder auch als Coach und Sparringspartner. Zum 31.12.2016 waren vier Fondsmanager für das Portfoliomanagement zuständig. Die Leitung des Fondsmanagements obliegt Dipl.- Math. Klaus Ragotzky, einem erfahrenen Fondsmanager und zugleich Gründer des Emissionshauses FIDURA.

Forschung und Entwicklung

In den letzten Jahren wurden bei allen Beteiligungen erhebliche finanzielle Mittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert. Der daraus entstandene technologische Vorsprung ist die Voraussetzung, das geplante Unternehmenswachstum realisieren zu können.

2.4.3.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Beteiligungsbereich

Die Investitionstätigkeit verlief trotz der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und anhaltender Überhitzung am Private-Equity-Markt plangemäß, auch wenn sich die Anzahl der realisierten Investments am unteren Ende der Planung bewegt. Während der 20-jährigen Fondslaufzeit, bis 31.12.2025, sind Investitionen in 9-12 Unternehmen geplant. Bisher hat der Fonds fünf Investitionen getätigt, wovon zwei Unternehmen erfolgreich verkauft wurden:

2007-2011, SensorDynamics AG, Verdoppelung des investierten Kapitals

2006-2016, WEBfactory GmbH, Verdoppelung des investierten Kapitals

Zu den aktiven Beteiligungen gehörten Ende 2016 die mechatronic Systemtechnik GmbH (seit 2008), die m2p-labs GmbH (seit 2013) und die FRT, Fries Research & Technology GmbH (seit 2010). Die FRT, Fries Research & Technology GmbH wurde zum 31.12.2016 wegen Insolvenz erfolgswirksam auf einen Erinnerungswert von 1,00 EUR abgeschrieben.

Alle Beteiligungen, auch die insolvente FRT, Fries Research & Technology GmbH, haben in den letzten Jahren erhebliche Mittel in den Ausbau ihres technologischen Vorsprungs investiert, den Vertrieb professionalisiert und die internen Prozesse optimiert. Bezogen auf das bisher über die Fondsgesellschaft in Beteiligungen investierte Kapital konnte zum Ende 2016 nach dem Multiplikator-Verfahren eine Durchschnitts-Wertsteigerung von 77,57 % erzielt werden. Dieser Wert hat sich im Jahresvergleich trotz der Abwertung der Beteiligung FRT, Fries Research & Technology GmbH, erhöht. Ebenso ist der Nettoinventarwert („NAV“) je Anteil von 0,82 EUR zum 31.12.2015 auf 0,84 EUR zum 31.12.2016 gestiegen. Der zum Bilanzstichtag 31.12.2016 ermittelte NAV-Wert bezieht sich auf die zum 31.12.2016 bestehenden 24.686.207 umlaufenden Geschäftsanteile.

Absicherungsbereich

Das optionale, versicherungsbasierte Absicherungskonzept hat sich bis heute gut bewährt. Anleger, die sich für die Kapitalabsicherung entschieden haben, können weiterhin damit rechnen, am Ende der Laufzeit allein aus den Rückflüssen der Absicherungskomponente ihre Fondseinlage vollständig zurück zu erhalten.

2.4.3.7 Sonstiges

Angaben zur Verwahrstelle

Als Verwahrstelle für den Fonds wird die BLS Verwahrstelle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Valentinskamp 90. 20355 Hamburg, eingesetzt. Die notwendige BaFin-Genehmigung erfolgte gemäß § 87 i. V. m. § 69 Abs. 1 Satz 1 Kapitalanlagegesetzbuch („KAGB“) am 03.07.2015. Der Verwahrstelle obliegt vor allem die Verwahrung verwahrfähiger Vermögensgegenstände des Fonds, Eigentumsverifikation nicht verwahrfähiger Vermögensgegenstände des Fonds und Kontrolle der Verfügungen der KVG nach Maßgabe des KAGB. 2016 betrugen die Kosten für die Verwahrstelle 18.564,00 EUR.

Angaben zur Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

Die bisherige geschäftsführende Kommanditistin des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, agiert gemäß KAGB seit dem 21. Januar 2015 als die externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds (KVG). Die dazugehörige Registrierung erfolgte gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 5 KAGB durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“). Der Vorabgewinn der KVG ist in § 13 des Gesellschaftsvertrages des Fonds geregelt. Dieser beträgt ab dem Zeitpunkt der Schließung des Fonds 1,0 % des bei Schließung des Fonds gezeichneten Nominalkapitals. Neben dem fest vereinbarten Vorabgewinn gibt es für die Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds eine erfolgsabhängige Hurdle-Rate-Regelung (§ 14 des Gesellschaftsvertrages). Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Kapitalverwaltungs- gesellschaft an ihre Mitarbeiter gezahlten festen Vergütungen belief sich auf 99.779,80 EUR. Variable Vergütungen wurden nicht gewährt.

3. Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge nach dem Abschlussstichtag, die das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ( VFELage) geändert hätten.

4. Chancen- und Risikobericht

Spezielles Know-how und Expertise der Fondsmanager vorausgesetzt, erwirtschaften Private-Equity-Fonds in der Regel eine höhere Rendite als andere Anlageklassen. Um dabei das grundlegende Risiko einer Private-Equity-Investition überschaubar zu halten, verfolgt der Fonds einen sehr umsichtigen Ansatz und investiert ausschließlich in gesunde, solide Unternehmen, die zudem vor der Investition einem umfangreichen Due-Diligence-Prozess unterzogen werden. Darüber hinaus sorgt das Fondsmanagement mit professionellem Risikomanagement für die Minimierung aller in Frage kommender Risiken, von denen die Wert- und Ertragsentwicklung der Beteiligungen abhängt. Das wichtigste Instrument dabei ist das Beteiligungscontrolling, dessen Aufgabe es ist, die im Beteiligungsvertrag verankerten Entwicklungs-Meilensteine eines Unternehmens zu kontrollieren und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Meilensteine zu erreichen.

Kompetenzträger

Die weiterhin erfolgreiche Umsetzung der vom Fonds verfolgten Anlagestrategie wird in erheblichem Maße von der hohen Kompetenz des Fondsmanagements und der Versicherungsgesellschaften geprägt. Künftige Veränderungen im Kreis der Kompetenzträger können die Wertentwicklung des Fonds sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Entsprechendes gilt für Schlüsselpersonen von Unternehmen, an denen sich der Fonds beteiligt. Darüber hinaus könnten Interessenskonflikte zwischen dem Fondsmanagement und den Schlüsselpersonen von Unternehmen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Unternehmen haben, bis hin zu mutwillig herbei geführten Insolvenzantragstellungen durch das Management der Portfoliounternehmen.

Wirtschaftliches Ergebnis der Beteiligungen

Weil die meisten Private-Equity-Kapitalgeber nicht nur finanzielle Mittel zum Wachstum zur Verfügung stellen, sondern auch als Sparring-Partner der Portfoliounternehmen agieren, wachsen mit Private Equity finanzierte Unternehmen schneller als traditionell finanzierte Unternehmen. Das FIDURA-Fondsmanagement unterstützt die Portfolio-Unternehmen bei einer nachhaltigen Steigerung des operativen Gewinns, indem es ihr Netzwerk und Know-how bei folgenden unternehmerischen Aufgaben zur Verfügung stellt:

strategische Neuausrichtung der Unternehmen, inkl. Optimierung des bestehenden Produktportfolios,

Optimierung von Produktionsprozessen und Produktionsplanung,

Einführung eines Working-Capital-Managements zur verbesserten Liquiditätssteuerung,

Implementierung von Controlling-Systemen,

Mitwirkung bei Organisationsentscheidungen,

Mitwirkung an Entwicklung und Umsetzung umsatzsteigernder Marketingmaßnahmen,

Mitwirkung an Maßnahmen zur Vertriebsoptimierung

Es kann gleichwohl nicht ausgeschlossen werden, dass die Beteiligungen trotz aller dieser Maßnahmen nicht das gewünschte wirtschaftliche Ergebnis erzielen. Das Eintreten von unternehmerischen Fehlentwicklungen kann zu einer nachhaltigen Wertminderung führen, die im Extremfall eine Vollabschreibung der Unternehmensbeteiligung zur Folge hätte. Neben dem Risiko einer wirtschaftlichen Fehlentwicklung besteht auch für Beteiligungen, die sich positiv entwickelt haben, das Risiko, bei einem beabsichtigten Verkauf keinen Käufer zu finden oder keinen angemessenen Preis zu erzielen.

Wertentwicklung der Fondsgesellschaft

Die Wertentwicklung der Fondsanteile hängt maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung der von ihm gehaltenen Beteiligungen sowie der erworbenen Versicherungen ab. Bevor sich für den Anleger eine Wertsteigerung ergibt, müssen die einmaligen Anfangsaufwendungen und die laufenden Aufwendungen durch laufende Erträge und Erlöse aus den Beteiligungen aufgeholt werden. Fallen diese Erträge und Erlöse nur in einem geringeren Umfang als erwartet an, resultieren für den Anleger negative Auswirkungen auf seine Gesamtrendite.

Versicherungsleistungen

Das Fondsmanagement hat sich im Rahmen des FIDURA-Absicherungskonzeptes bewusst für die angelsächsischen Vertragspartner Canada Life und Standard Life entschieden, da im Vergleich zu den deutschen Versicherern deren Policen durch den höheren Aktienanteil im Portfolio auch höhere Renditechancen bieten können, ohne Verzicht auf die Sicherheit durch das sog. Smoothing-Verfahren. Bei einer ungünstigen Entwicklung der Anlageprodukte, in die die Versicherungsbeiträge nach Abzug der Kosten durch die Versicherungsgesellschaften investiert werden, besteht bei dauerhaft schlechten konjunkturellen Aussichten indes das Risiko, dass der Wert der Ablaufleistung der jeweiligen Versicherungsverträge unter dem gesamten Kapitaleinsatz des Anlegers liegen kann. Dies kann zu einer geringeren Ausschüttung für den Anleger führen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die (steuer-)rechtlichen Rahmenbedingungen können sich während der Laufzeit des Fonds ändern. Dies kann sich ungünstig auf das Beteiligungsergebnis des Anlegers auswirken.

Gesellschafterrechte

Es entspricht der Philosophie des Hauses FIDURA, dass konzeptionsgemäß der Fonds an den Beteiligungsunternehmen im Regelfall nur Minderheitspositionen erwerben wird. Dadurch bleiben die Motivation und die Eigenständigkeit der Firmengründer beim oft lang andauernden Firmenwachstum gewahrt. Weil eine Weisungsbefugnis gegenüber den jeweiligen Geschäftsführungen grundsätzlich nicht besteht, das heißt dass i. d. R. die Möglichkeiten der Einflussnahme ausschließlich auf die Wahrnehmung vertraglicher oder gesetzlicher Gesellschafterrechte beschränkt sind, richtet das Fondsmanagement i.d.R. einen strategischen Beirat ein, welcher mit der Befugnis ausgestattet ist, über bestimmte zustimmungspflichtige Geschäfte zu entscheiden. Dennoch kann der Fonds in den jeweiligen Gesellschafterversammlungen der Portfolio-Unternehmen überstimmt werden. Für den Anleger besteht das Risiko, dass für den Fonds ungünstige Entscheidungen getroffen werden, die einen negativen Einfluss auf seine erwartete Rendite haben können.

5. Prognosebericht

Obwohl der Ausblick für 2016 und die Stimmung der Private-Equity-Branche Anfang 2016 eher verhalten ausfiel und auch mit gewissen Befürchtungen für eine schwächere Weltwirtschaft einherging, war sowohl die Weltwirtschaft (+ 3,1 %; keine Änderung zum Vorjahr) als auch die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2016 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet (BIP; + 1,9 %; Vorjahr: + 1,7 %). Auch die Portfoliounternehmen des Fonds konnten 2016 ein gutes Umsatzwachstum erwirtschaften (s. Punkt 2.4.3.3, „Portfolio-Entwicklung“).

Den neuen Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge dürfte die weltweite Konjunktur 2017 an Fahrt aufnehmen. In Deutschland und der Eurozone dürfte sich das Wachstum unterdessen verlangsamen, ebenso wie in einigen Schwellenländern.

Das Fondsmanagement rechnet für 2017 mit weiteren positiven Auswirkungen der Weltwirtschaft auf die Umsatzlage der Portfoliounternehmen des Fonds. Allerdings wird die ungebrochen gute Stimmung am Private-Equity- und M&A-Markt, die mit einem großen Geldüberhang einhergeht, aller Voraussicht nach weiterhin negative Auswirkungen auf die Bewertungsvorstellungen von potenziellen Beteiligungsunternehmen haben. Die im 2. Halbjahr 2016 eingetretene Stimmungskorrektur, welche mit etwas moderateren Bewertungsforderungen einherging, wird durch die in 2017 wieder verbesserte Marktstimmung konterkariert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich eine weiter anhaltende Phase von hohen Einstiegspreisen negativ auf die Gesamtrendite des Fonds auswirken. Vor diesem Hintergrund erachtet das Fondsmanagement eine Gesamtrendite von 6 % p.a. bis 8 % p.a. (IRR) aus heutiger Sicht als realistisch.

Neue Beteiligungen

Für 2017 strebt das Fondsmanagement eine neue Investition an, wobei wir unverändert an den strengen Beteiligungskriterien des Fonds festhalten. Durch den hohen Kapitalüberhang am Private-Equity-Markt haben sich die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Beteiligungsabschluss allerdings erschwert. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Anlagedruck vieler Investoren dazu führt, dass diese überhöhte Bewertungsforderungen und nachteilige Beteiligungsmodalitäten zunehmend akzeptieren. An diesen Marktüberhitzungen wird sich das Fondsmanagement nicht beteiligen.

Verkauf bestehender Beteiligungen

Bei den bestehenden Portfoliounternehmen (mechatronic Systemtechnik GmbH und m2p-labs GmbH) wird das Fondsmanagement in 2017 Schritt für Schritt den Fokus auf den lukrativen Verkauf der beiden Unternehmen lenken und in dem Zusammenhang weitere Produktentwicklungen und den Organisationsausbau der Portfoliounternehmen unterstützen.

Das günstige Zinsumfeld wird nach Einschätzung des Fondsmanagements auch 2017 bestehen bleiben und rege M&A-Aktivitäten zur Folge haben. Dies sollte sich positiv auf den Verkaufserfolg bei den o.g. Beteiligungen auswirken. Allerdings stellt das Fondsmanagement fest, dass bei den kleinen Technologieunternehmen, die im Fokus des Fonds liegen, die potenziellen strategischen Käufer nicht mehr so hohe Preise bezahlen, wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war.

Absicherungsbereich

Das Fondsmanagement rechnet aufgrund des erfreulichen Verlaufs der Aktienmärkte damit, dass 2017 die Wertentwicklungen der Investments der beiden Versicherungsgesellschaften Canada Life und Standard Life, die Bestandteile der FIDURA-Absicherungsstrategie sind, weiter positiv sind, so dass der zugrundegelegte Rendite-Zielwert von 5,7 % p.a. mindestens erreicht werden sollte.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

1. Umsatzerlöse

2.336.915,96

1.369.005,24

2. Materialaufwand

-597.708,84

0,00

3. Beiträge

-731.213,29

-747.141,03

4. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten

-334.528,00

0,00

5. sonstige betriebliche Aufwendungen

-101.809,73

-83.953,98

6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

82.590,75

108.546,92

7. Abschreibungen auf Finanzanlagen

-956.168,12

0,00

8. Ergebnis nach Steuern/ Jahresfehlbetrag (-überschuss)

-301.921,27

646.457,15

9. Vorabgewinn der geschäftsführenden Kommanditistin

-368.785,93

-368.785,93

10. Verrechnung mit dem Ergebnissonderkonto

670.707,20

-277.671,22

11. Bilanzgewinn

0,00

0,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FIDURA Vermögensbildungs- und Absicherungsfonds GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Prüfung umfasst auch die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB), der delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013, der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags, des Treuhandverhältnisses und der Investitionskriterien liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Darüber hinaus liegt die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 47 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Lagebericht wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Verwaltung des Gesellschaftsvermögens insgesamt und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten gemäß § 47 Abs. 3 KAGB haben wir auf Basis einer Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ist die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß erfolgt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bad Kreuznach, den 14. März 2018

Haßlinger Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Müller)

(Dr. M. Haßlinger)

Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer

 

München, den 06. Juni 2017

gez. Ingrid Weil und Klaus Ragotzky

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 29. September 2017

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