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Fan Gedanken eines DHFK Handballfans aus Leipzig

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Als Leipziger Handballfan muss man sich diese Durchhalteparolen inzwischen wirklich schöntrinken. Der SC DHfK steigt also ziemlich sicher ab — aber keine Sorge: Der Kader für die 2. Liga ist „nahezu fertig“. Na dann ist ja alles gut. Bundesliga versemmelt, aber Hauptsache die Pressemitteilung sitzt.

Natürlich wird jetzt wieder von „Neuanfang“, „Verantwortung übernehmen“ und „Wiederaufstieg“ gesprochen. Das gehört inzwischen ja fast genauso zum DHfK wie verpasste Chancen in entscheidenden Spielen.

Besonders beruhigend ist die Meldung, dass gleich mehrere Leistungsträger gehen. Marko Mamic weg, Tomas Piroch weg — also genau Leute, die sportlich noch halbwegs Bundesliganiveau verkörpert haben. Aber klar: Der Wiederaufstieg klappt bestimmt problemlos, wenn man erst einmal die wichtigsten Spieler verliert. Das ist vermutlich moderner Kaderumbau nach Leipziger Art.

Mamic tut besonders weh. Sieben Jahre da, Abwehrchef, international erfahren — aber warum sollte so jemand auch freiwillig 2. Liga spielen? Dass solche Spieler nach dem Abstieg verschwinden, überrascht niemanden. Überraschend ist eher, dass der Verein offenbar erneut so tief abstürzt, obwohl man seit Jahren ständig von Entwicklung, Stabilität und langfristigen Konzepten spricht.

Jetzt wird ein talentierter Zweitligaspieler aus Dessau verpflichtet und direkt als Hoffnungsträger präsentiert. Nichts gegen Fritz-Leon Haake — talentierter Junge. Aber die Vorstellung, dass Leipzig mit ein paar Talenten und Durchhalteparolen locker wieder hochmarschiert, wirkt schon etwas optimistisch. Die 2. Liga ist kein Betriebsausflug mit Wiederaufstiegsgarantie.

Und natürlich bleiben die üblichen Sätze nicht aus:
„Wir wollen Verantwortung übernehmen.“
„Die Fans sind einmalig.“
„Wir greifen wieder an.“

Das klingt alles wunderbar emotional. Gehört vermutlich inzwischen zum Standardpaket jeder Leipziger Abstiegsbewältigung.

Die eigentliche Sorge ist doch eine ganz andere: Dass man sich beim DHfK langsam an Mittelmaß und Krisenmanagement gewöhnt hat. Immer wieder Umbruch, immer wieder Neuanfang, immer wieder große Worte. Aber sportlich ging es in den letzten Jahren kontinuierlich bergab — bis jetzt eben der Abstieg praktisch besiegelt ist.

Und als Fan fragt man sich irgendwann schon:
Wann wird beim DHfK eigentlich wirklich mal „jeder Stein umgedreht“ — und nicht nur die nächste Pressemitteilung formuliert?

Denn eins ist klar:
Der Wiederaufstieg wird deutlich schwerer als manche Verantwortliche aktuell so tun, als wäre die 2. Liga nur ein kurzer Wochenendausflug mit geplanter Rückfahrt.

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