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Fahrgastverband schlägt HVV-Chefin Korbutt als Nachfolgerin für Bahnchef vor

hbl_media (CC0), Pixabay
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Nach der Entlassung von Bahnchef Richard Lutz hat der Fahrgastverband Pro Bahn seine Erwartungen an eine geeignete Nachfolgerin oder einen Nachfolger formuliert – und dabei einen konkreten Vorschlag unterbreitet.

Anforderungen an die neue Führung

Der Verbandsvorsitzende Detlef Iffländer betonte, die künftige Spitze der Deutschen Bahn müsse unbedingt aus dem Verkehrssektor kommen und das Eisenbahnsystem in Deutschland gut kennen. Zugleich solle es aber keine Person sein, die „schon ewig und drei Tage“ im Konzern tätig sei. „Wir brauchen frische Impulse von außen“, so Iffländer.

Ein gutes Team im Hintergrund sei ebenso entscheidend, um die verkrusteten Strukturen innerhalb des Konzerns aufzubrechen. Zu oft seien bislang innovative Ansätze blockiert worden.

Vorschlag: HVV-Chefin Korbutt

Als geeignete Kandidatin schlug Iffländer die Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV), Anna-Theresa Korbutt, vor. Sie sei streitbar und habe in zentralen Fragen, etwa bei der Finanzierung des Deutschlandtickets, klare und deutliche Positionen vertreten.

Korbutt leitet seit 2019 den HVV, der als zweitgrößter Verkehrsverbund in Deutschland gilt. Er organisiert das öffentliche Verkehrsangebot für drei Bundesländer, acht Kreise und fast 30 Verkehrsunternehmen – und verfügt damit über ein komplexes Geflecht an Partnern und Strukturen, ähnlich wie die Deutsche Bahn.

Hintergrund

Die Diskussion um die Nachfolge bei der Bahn war aufgekommen, nachdem der bisherige Vorstandsvorsitzende Richard Lutz im Juli entlassen worden war. Grund waren anhaltende Kritik an seiner Amtsführung sowie die massiven Probleme im Bahnverkehr – von Verspätungen über Infrastrukturmängel bis hin zu finanziellen Schieflagen.

Ausblick

Ob Korbutt tatsächlich Chancen auf den Spitzenposten hat, ist offen. Die Entscheidung liegt beim Bund, dem die Deutsche Bahn gehört. Klar ist jedoch: Die Erwartungen an die neue Führung sind hoch – nicht nur von Seiten der Politik, sondern auch von den Fahrgästen.

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