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FAA sperrt Luftraum in Texas, nachdem US-Militär versehentlich Regierungsdrohne abschießt

GDJ (CC0), Pixabay
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Das US-Militär hat mit einem laserbasierten Abwehrsystem versehentlich eine Drohne der US-Regierung abgeschossen. Der Vorfall führte dazu, dass die US-Luftfahrtbehörde FAA am 26. Februar den Luftraum rund um Fort Hancock im Bundesstaat Texas sperrte, wie Mitarbeiter des Kongresses gegenüber Reuters mitteilten.

Das Pentagon äußerte sich zunächst nicht. Die FAA begründete die Einschränkungen in einer Mitteilung mit „besonderen Sicherheitsgründen“ im Luftraum nahe der mexikanischen Grenze.

Die demokratischen Abgeordneten Rick Larsen, Bennie Thompson und Andre Carson, die führende Positionen in Ausschüssen für Luftfahrt- und Heimatschutzfragen innehaben, erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, das Pentagon habe Berichten zufolge eine Drohne der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) abgeschossen. Sie kritisierten mangelnde Abstimmung zwischen den Behörden.

Die Abgeordneten verwiesen darauf, dass sie bereits vor Monaten davor gewarnt hätten, eine parteiübergreifende Initiative zur Schulung von Drohnenabwehr-Operatoren und zur besseren Koordination zu umgehen. „Nun sehen wir das Ergebnis dieser Inkompetenz“, heißt es in der Erklärung.

Laser-Abwehrsystem im Grenzgebiet im Einsatz

Nach Angaben von Kongressmitarbeitern soll das Militär ein Hochenergielaser-System eingesetzt haben, um die CBP-Drohne nahe der mexikanischen Grenze abzuschießen. In der Region kommt es regelmäßig zu Luftraumverletzungen durch Drohnen, die mutmaßlich von mexikanischen Drogenkartellen eingesetzt werden.

CBP und das Weiße Haus reagierten zunächst nicht auf Anfragen.

Die FAA teilte mit, dass der Luftraum über Fort Hancock vom 26. Februar bis zum 23. Juni gesperrt bleibt. Bereits bestehende Flugbeschränkungen seien ausgeweitet worden, um „einen größeren Radius zur Gewährleistung der Sicherheit“ abzudecken. Auswirkungen auf den kommerziellen Flugverkehr gebe es aufgrund der Lage des Gebiets jedoch nicht.

Frühere Spannungen zwischen FAA und Pentagon

Anfang des Monats hatte die FAA den Flugverkehr am Flughafen im nahegelegenen El Paso für zehn Tage ausgesetzt, diese Entscheidung jedoch nach rund acht Stunden wieder aufgehoben. Berichten zufolge standen auch hier Bedenken hinsichtlich des Einsatzes des Laser-Abwehrsystems im Raum.

Medienberichten zufolge erklärte sich die FAA bereit, ihre Beschränkungen für El Paso aufzuheben, sofern das Pentagon weitere Tests des Systems bis zu einer Sicherheitsüberprüfung durch die FAA verschiebt.

Sowohl das Pentagon als auch CBP hatten laut Kongressmitarbeitern zuvor erklärt, sie seien der Auffassung, das Lasersystem auch ohne vorherige Genehmigung der FAA einsetzen zu dürfen. Zwischen den Behörden habe es an Koordination gemangelt, hieß es weiter.

Einsatz neuer Technologie sorgt für Diskussionen

Regierungsstellen informierten Kongressbüros am späten 26. Februar über die Vorfälle in El Paso und Fort Hancock. Weitere Briefings für Abgeordnete werden in der kommenden Woche erwartet.

Nach Angaben eines Mitarbeiters hatte CBP das Lasersystem in diesem Monat eingesetzt, um vier mutmaßliche Kartelldrohnen abzuschießen – trotz Warnungen der FAA, dass die Technologie nicht als sicher für den Einsatz in der Nähe von kommerziellem Flugverkehr eingestuft worden sei. Demnach war das System zuvor noch nie im Inland eingesetzt worden.

Die aktuellen Ereignisse werfen Fragen zur Abstimmung zwischen zivilen Luftfahrtbehörden und militärischen Stellen sowie zur Sicherheit beim Einsatz neuer Abwehrtechnologien auf.

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