Start Politik Eine Partei „erledigt man nicht in dem man sie ausgrenzt“

Eine Partei „erledigt man nicht in dem man sie ausgrenzt“

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Seit Jahren erstarkt die AfD in Deutschland. Gestern nun der vorläufige Höhepunkt. Erstmalig wurde in einem Parlament ein Ministerpräsident mit Hilfe der AfD ins Amt gehoben, dann noch von dem Landesverband, den man als „rechts in der AfD“ bezeichnet. Die AfD des Björn Höcke.

Nun kann man als Außenstehender darüber empört sein, oder man macht sich einmal Gedanken darüber, warum eine AfD überhaupt so stark in den Thüringer Landtag einziehen konnte? Nicht jeder der AfD in Thüringen gewählt hat, ist ein Nazi!

Viele Menschen sind einfach nur unzufrieden mit der heutgen Politik unserer vom Volk gewählten Abgeordneten. Diese machen Parteipolitik und Politik für die eigene gute wirtschaftliche Versorgung. Wo bleibt das Volk da? Auf der Strecke!

Natürlich ist der Vorgang mit der Wahl eines Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten mit Hilfe der AfD ein Vorgang, bei dem man den Kopf schütteln kann, aber mit Verlaub, es war auch ein ganz normaler demokratischer Vorgang.

Das die Verlierer nicht bereit sind, einen solchen demokratischen Vorgang auch als genau diesen anzusehen, das zeigt wieder einiges über den Zustand unserer Politik. Natürlich wäre mir auch ein Ministerpräsident Ramelow lieber gewesen, denn der hat einen TOP-Job gemacht, aber solche Ämter gibt es immer nur auf Zeit. Das weiß auch Bodo Ramelow.

Nun heißt es für Thomas Kemmereich in Thüringen „liefern“. Ob er das dann können wird und mit wem, das muss man abwarten.

Eigentlich ist er in der gleichen Situation wie Bodo Ramelow, denn beide haben keine eigenen Mehrheiten im Parlament. Warum verlangen aber eine SPD, die LINKE und die Grünen, dass die anderen Parteien mit ihr zusammenarbeiten sollen? Jetzt umgekehrt ist man aber nicht bereit, das Gleiche mit Thomas Kemmerich zu tun. Erklärt das dem Bürger mal bitte.

Es bedarf nicht der Stimmen der AfD, wenn die Grünen und die SPD gemeinsam mit der CDU und der FDP es schaffen, eine vernünftige von Respekt getragene Zusammenarbeit im Thüringer Landtag zu finden. Auch das wäre ja eine Variante, wo es sich einmal lohnt, darüber nachzudenken auf allen Seiten.

Eines ist aber auch klar, so lange man eine AfD nicht im politischen Tagesgeschäft entzaubert, wird man die Partei nicht „klein bekommen in den Prozenten“.

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