Ein 77-jähriger Deutscher ist in Australien mit einer erheblichen Menge Kokain im Gepäck aufgeflogen. Wie die australische Bundespolizei (AFP) und die Grenzschutzbehörde (ABF) mitteilten, wurde der Mann am 8. August bei seiner Ankunft am Flughafen von Perth kontrolliert. In seinem Koffer fanden die Beamten rund vier Kilogramm Kokain, versteckt in präparierten Fächern.
Nach Schätzungen der Ermittler hätte die beschlagnahmte Drogenmenge auf dem Schwarzmarkt einen Straßenwert von etwa 1,3 Millionen Australischen Dollar, was rund 720.000 Euro entspricht. „Mit solchen Funden unterstreichen wir, dass Drogenschmuggler in Australien mit null Toleranz rechnen müssen“, erklärte Polizeisprecher Peter Hatch.
Der Rentner wurde sofort festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Ihm wird der Versuch vorgeworfen, Kokain in das Land einzuführen – ein Delikt, das in Australien zu den schwersten Straftaten zählt. Schon geringe Mengen können mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden, bei größeren Mengen drohen bis zu lebenslange Freiheitsstrafen.
Noch ist unklar, ob der Deutsche als Teil eines internationalen Schmuggelnetzwerks agierte oder als sogenannter „Drogenkurier“ unterwegs war. Kriminelle Organisationen versuchen häufig, unauffällige Reisende oder ältere Personen anzuwerben, um Drogen in Länder mit hohen Straßenpreisen einzuschleusen. Australien gilt dabei als besonders lukrativer Markt, da dort Kokain im internationalen Vergleich fast doppelt so teuer gehandelt wird wie in Europa.
Der Fall sorgt in Australien für Aufsehen und verdeutlicht erneut, wie strikt die Behörden gegen Drogenschmuggel vorgehen. Für den Rentner könnte die Festnahme bittere Konsequenzen haben: Sollte es zu einer Verurteilung kommen, wird er seine Strafe vermutlich in einem australischen Gefängnis verbüßen müssen – und das möglicherweise für den Rest seines Lebens.
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