Süß war gestern – jetzt wird’s teuer: Deutschland entdeckt die Zuckersteuer
Es ist soweit: Nach Zigaretten und Alkohol geht es jetzt dem nächsten Laster an den Kragen – dem guten alten Zucker. Wer künftig genüsslich an seiner Cola nippt, unterstützt dabei ganz nebenbei Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Man könnte sagen: Jeder Schluck ein kleiner Beitrag zur Haushaltsrettung.
Die Bundesregierung plant eine „Zuckerabgabe“. Offiziell natürlich aus gesundheitlichen Gründen. Inoffiziell… nun ja, sagen wir so: Die Staatskasse freut sich über jede klebrige Einnahme.
Die Idee dahinter ist simpel: Entweder die Bürger trinken weniger süßes Zeug – oder die Hersteller kippen weniger Zucker rein. Win-win, zumindest auf dem Papier. Für den Gaumen könnte es eher ein „lose-lose“ werden.
Schon im März wurde das Ganze in einer geheimen Arbeitsgruppe diskutiert. Geheim vermutlich deshalb, damit niemand vorher panisch seine Cola-Vorräte bunkert.
Gesundheitsexperten der SPD sehen das Ganze natürlich positiv: weniger Zucker, weniger Krankheiten, weniger Kosten. Klingt vernünftig. Ärzte stimmen zu – Zucker sei schließlich kein unschuldiger Mitspieler, sondern eher der Serienbösewicht der Ernährung.
Die CDU hingegen hatte die Idee noch im Februar elegant vom Tisch gewischt. Offenbar war man damals noch der Meinung, dass Zucker ein Grundrecht ist.
Jetzt könnte es ernst werden: Nach der teureren Zigarette kommt die teurere Limo. Der nächste logische Schritt wäre dann vermutlich eine Steuer auf schlechte Laune – wobei, die hätte man in Berlin längst einführen können.
Bleibt also die Frage: Trinken wir künftig gesünder – oder einfach nur teurer?
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