Es war einmal, tief im schillernden Königreich Hollywood, wo selbst Einhörner Agenten haben und Drachen mindestens drei Streaming-Verträge besitzen, da machte ein erstaunliches Gerücht die Runde:
Die Traumfabrik plane eine Neuauflage des Kultfilms „Der Club der Teufelinnen“ – allerdings in einer völlig neuen, modernen und politisch hochgradig verwirrten Version.
Der Arbeitstitel:
„Der Club der Teufelchen – Drei Herren, ein Märchen, null Wahrheit“
Und weil Hollywood bekanntlich immer dann besonders kreativ wird, wenn es an Realität mangelt, fiel die Wahl der Hauptfiguren angeblich auf drei besonders schillernde Charaktere aus dem fernen Land Trumponien:
- Donald der Unerschütterliche
- JD der Wendige
- Pete der Tapfere aus dem Fernsehstudio
Die Suche nach den drei größten Darstellern der Gegenwart
Die Produzenten sollen, so raunt man hinter vorgehaltener Botox-Stirn, derzeit fieberhaft auf der Suche nach Schauspielern sein, die diese drei Herren überzeugend verkörpern können.
Und da begann das eigentliche Problem.
Denn wie ein verzweifelter Produzent in einer goldenen Limousine mit Lavendelduft erklärt haben soll:
„Wir finden Stars für Drachen, Aliens, Superhelden und singende Pinguine. Aber Schauspieler, die so überzeugend lügen können wie diese drei Herren? Das ist selbst für Hollywood ambitioniert.“
Die Wunschbesetzung des Jahrhunderts
Nach ersten Berichten kursiert bereits eine spektakuläre Wunschliste für die Rollen:
Tom Cruise als JD Vance
Weil Tom bekanntlich jeden Stunt selbst macht – inklusive politischer Pirouetten, plötzlicher Richtungswechsel und halsbrecherischer Loyalitätssprünge ohne Sicherheitsnetz.
Insider sagen, Cruise bereite sich intensiv vor, indem er täglich:
- dreimal seine Meinung ändert,
- rückwärts von einem Sofa springt,
- und in unter 30 Sekunden gleichzeitig ernst, beleidigt und staatsmännisch schaut.
John Travolta als Donald Trump
Weil niemand sonst gleichzeitig
- so geschniegelt,
- so empört,
- so orange beleuchtet
- und so majestätisch selbstverliebt
über eine goldene Treppe schreiten kann, während im Hintergrund ein Orchester „Stayin’ Alive“ in Moll spielt.
Travolta soll bereits mit einer speziellen Methode trainieren:
- 40 Minuten täglich mit Windmaschine
- 20 Minuten Spiegelgespräche
- und danach eine Improvisationsübung mit dem Titel
„Wie beleidige ich alle und erkläre mich anschließend zum Friedensnobelpreisträger?“
David James Elliott als Pete Hegseth
Weil man für diese Rolle einen Mann braucht, der aussieht, als könne er gleichzeitig:
- eine Pressekonferenz geben,
- einen Militärschlag ankündigen,
- einen Whiskey-Werbespot drehen
- und dabei so tun, als wäre das alles ein patriotischer Familienausflug.
Hollywood nennt das intern angeblich:
„Die schwierigste Mischung aus Fernsehstudio, Feldlager und Fox-News-Fantasie.“
Das größte Problem: Die Dialoge sind zu unrealistisch
Wie aus dem innersten Zirkel der Produktion verlautet, gibt es jedoch ein ernstes Problem:
Die ersten Drehbücher seien allesamt abgelehnt worden.
Nicht etwa, weil sie zu absurd waren.
Sondern weil sie nicht absurd genug waren.
Ein Studio-Insider soll gesagt haben:
„Unsere Autoren haben versucht, realistische Dialoge zu schreiben. Aber jedes Mal hieß es aus dem Casting-Büro: ‚So redet doch keiner!‘ Dann haben wir die Originalzitate geprüft – und mussten feststellen: Leider doch.“
Besonders schwierig sei eine Szene, in der alle drei gleichzeitig erklären, sie hätten:
- nie etwas gesagt,
- immer alles gesagt,
- es nur anders gemeint,
- und ohnehin die Medien seien schuld.
Die Produzenten fürchten, dass selbst erfahrene Oscar-Preisträger daran zerbrechen könnten.
Das Casting-Dilemma: Zu wenig Glaubwürdigkeit beim Lügen
Die größte Herausforderung, so hört man aus Hollywood, sei nicht das Make-up, nicht die Frisur und auch nicht die Spezialeffekte.
Nein.
Es gehe um etwas viel Anspruchsvolleres:
Man suche Schauspieler, die mit völlig ernster Miene Dinge behaupten können, die fünf Sekunden später schon von der Realität widerlegt werden – und dabei so tun, als sei genau das der Plan gewesen.
Ein Casting-Direktor soll nach 17 erfolglosen Vorsprechen erschöpft gesagt haben:
„Wir hatten Method Actors, Shakespeare-Darsteller und sogar einen ehemaligen Wettermoderator. Aber niemand konnte diese Mischung aus Selbstbewusstsein, Nebelkerze und völliger Faktenresistenz glaubhaft genug spielen.“
Arbeitstitel für die Handlung
Die Story des Films soll angeblich so aussehen:
Drei Herren ziehen aus, um die Welt zu retten.
Leider vergessen sie unterwegs:
- den Plan,
- die Fakten,
- die Verbündeten
- und gelegentlich auch den Sinn ihrer eigenen Aussagen.
Stattdessen reisen sie durch ein Fantasiereich voller:
- goldener Mikrofone,
- patriotischer Nebelmaschinen,
- empörter Tweets,
- fragiler Waffenruhen
- und magischer Karten, auf denen jede Niederlage plötzlich wie ein Sieg aussieht.
Unterwegs begegnen sie:
- einem sprechenden NATO-Drachen,
- einem Ölteppich-Orakel in Hormus,
- einem zornigen Faktenkobold
- und der gefürchteten Hexe Madame Realität, die leider immer dann auftaucht, wenn gerade wieder jemand „historischen Erfolg“ ruft.
Die berühmte Schlussszene
In der finalen Szene sollen die drei Helden auf einem Balkon stehen und feierlich verkünden:
„Wir haben Frieden gebracht!“
Im Hintergrund brennt:
- ein Hafen,
- ein Tanker,
- ein Wahlkampfbus
- und mindestens ein Pressesprecher.
Dann zoomt die Kamera langsam heraus.
Eine Erzählerstimme sagt:
„Und wenn sie nicht aufgehört haben zu reden, dann erklären sie uns noch heute, dass all das nie passiert ist.“
Moral von der Geschichte
Und so lernen wir aus diesem Märchen:
- Nicht jede große Klappe ist ein Held.
- Nicht jeder Anzug macht einen Staatsmann.
- Und nicht jede Pressekonferenz ist näher an der Wahrheit als ein Disney-Drehbuch.
Oder wie es im Königreich Hollywood inzwischen auf jedem Casting-Zettel steht:
„Gesucht: Drei Darsteller mit starker Leinwandpräsenz, hoher Belastbarkeit und der seltenen Fähigkeit, auch den absurdesten Unsinn mit der Würde einer Staatsaffäre vorzutragen.“
Schlusssatz von diebewertung
Hollywood kann vieles.
Es kann Monster erschaffen, Dinosaurier zum Leben erwecken und Tom Cruise von Gebäuden springen lassen.
Aber drei Männer zu finden, die so überzeugend Unsinn erzählen wie Trump, Vance und Hegseth?
Selbst dort nennt man das inzwischen:
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