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Tschechien ruft wegen steigender CoV-Infektionszahlen erneut den nationalen Notstand aus. Das gab der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Meldung der Agentur CTK heute in Prag bekannt. Der Notstand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können Medizinstudenten und -studentinnen zum Dienst in Spitälern verpflichtet werden. Die Maßnahme gilt nach einem Kabinettsbeschluss ab morgen für zunächst 30 Tage.

Die Regierung ordnete zudem Sperrstunden für Restaurants, Bars und Clubs an. Diese müssten nun bereits um 22.00 Uhr schließen. Zu Kultur- und Sportveranstaltungen dürften zudem nur noch maximal 1.000 Besucher kommen, die auch geimpft sein müssten. Bei anderen Veranstaltungen würden maximal 100 Besucher erlaubt. Man hoffe, die Lage mit diesen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, da man einen Lockdown vermeiden wolle, erklärte die Regierung.

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Angesichts der weiteren Zuspitzung der Coronavirus-Lage drängt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf zusätzliche Maßnahmen. „Hier zählt jeder Tag“, sagte Merkel auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki heute in Berlin. Welche Maßnahmen genau sie anstrebe, sagte die Kanzlerin nicht – sicher sei für sie aber: „Wir brauchen mehr.“

Merkel verwies dabei auch auf in anderen Ländern beschlossene Kontaktbeschränkungen. Sie habe in dieser Angelegenheit auch schon mit ihrem mutmaßlichen Nachfolger, dem derzeitigen Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), gesprochen. Dabei sei es darum gegangen, in der aktuellen Übergangsphase notwendige Schritte gemeinsam auf den Weg zu bringen.

Scholz hatte am Vortag bei der Vorstellung des „Ampelkoalitionsvertrages“ angekündigt, er wolle im Kanzleramt einen Bund-Länder-Krisenstab zur Pandemie einrichten. Dabei hatte Scholz angedeutet, das könne bereits vor seiner Regierungsübernahme eingeleitet werden. Das griff Merkel nun auf.

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In Südafrika ist eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 „weist eine sehr hohe Anzahl von Mutationen auf“, sagte der Virologe Tulio de Oliveira lauf AFP heute auf einer Pressekonferenz. Sie gebe in dem Land „Anlass zur Sorge“. Die Wirksamkeit der Vakzine gegen diese Virusvariante sei noch unklar.

Bisher sei die Variante auch in Botsuana und Hongkong bei Reisenden aus Südafrika entdeckt worden. Gesundheitsminister Joe Phaahla bezeichnete die Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und als Ursache für einen „exponentiellen“ Anstieg der gemeldeten Fälle in Südafrika.

Laut Wissenschaftlern weist die neue Variante mindestens zehn Mutationen auf – bei der Delta-Variante sind es zum Vergleich nur zwei, bei Beta drei. „Was uns Sorgen bereitet, ist, dass diese Variante nicht nur eine erhöhte Übertragbarkeit haben könnte, sich also effizienter ausbreitet, sondern auch in der Lage sein könnte, Teile des Immunsystems und den Schutz, den wir in unserem Immunsystem haben, zu umgehen“, sagte der Experte Richard Lessells.

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