Trotz anhaltender Handelskonflikte mit den USA sind Chinas Exporte zu Beginn des Jahres deutlich gestiegen. Offizielle Daten zeigen, dass die Ausfuhren in den Monaten Januar und Februar um mehr als 20 Prozent zulegten – fast dreimal so stark wie von Ökonomen erwartet. Damit steuert die Volksrepublik auf einen weiteren Rekord beim Handelsüberschuss zu, nachdem bereits 2025 ein historischer Höchstwert erreicht worden war.
Die Zahlen wurden kurz vor einem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping veröffentlicht, das Anfang April stattfinden soll.
Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist weiterhin stark von Exporten abhängig. Im Inland kämpft China gleichzeitig mit mehreren wirtschaftlichen Problemen, darunter schwache Konsumausgaben, eine alternde Bevölkerung und eine anhaltende Krise im Immobiliensektor.
Traditionell veröffentlicht Peking die Handelsdaten für Januar und Februar gemeinsam, um Verzerrungen durch das chinesische Neujahrsfest auszugleichen, das jedes Jahr auf unterschiedliche Termine fällt.
Besonders stark stieg die Nachfrage nach Elektronikprodukten, während auch Agrar- und Industriegüter deutlich häufiger exportiert wurden. Die Ausfuhren in europäische Länder legten um 27,8 Prozent zu, während der Handel mit den ASEAN-Staaten in Südostasien sogar um fast 30 Prozent wuchs.
Anders entwickelte sich jedoch der Handel mit den USA: Chinas Exporte in die Vereinigten Staaten gingen um mehr als zehn Prozent zurück, nachdem die Regierung Trump neue Zölle und Maßnahmen gegen das Handelsdefizit verhängt hatte.
Für 2026 hat China ein Wachstumsziel von 4,5 bis 5 Prozent ausgegeben – etwas weniger als im Vorjahr, als die Wirtschaft vor allem durch starke Exporte gestützt wurde.
Kommentar hinterlassen