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BSW will sich umbenennen – Partei plant Neustart jenseits der Person Wagenknecht

manfredsteger (CC0), Pixabay
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Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) plant eine Neuausrichtung mit verändertem Namen. Nach Angaben einer Parteisprecherin soll die Umbenennung Ende 2025 erfolgen. Zwar bleibe das Kürzel „BSW“ bestehen, doch der volle Name solle künftig weniger stark auf die Person der Gründerin und Vorsitzenden Sahra Wagenknecht zugeschnitten sein.

Die Entscheidung für diesen Schritt wird parteiintern als strategische Weichenstellung gesehen. Seit der Gründung Anfang 2024 ist das Bündnis eng mit Wagenknechts Person verbunden. Sie ist Gründerin, Bundesvorsitzende und zugleich Namensgeberin – ein Alleinstellungsmerkmal, das der Partei anfangs Aufmerksamkeit verschafft, sie langfristig jedoch auch stark von einer einzelnen Persönlichkeit abhängig gemacht hat.

Laut Parteisprecherin sollen alle Mitglieder die Möglichkeit bekommen, Namensvorschläge einzureichen. Ein eigens einberufener Parteitag im Dezember wird dann über den neuen Namen entscheiden. Damit wolle man die Basis stärker einbeziehen und den Eindruck vermeiden, die Partei sei nur ein „persönliches Projekt“.

Politische Beobachter bewerten die geplante Umbenennung als Versuch, die Partei zukunftsfähiger und breiter aufzustellen. Während Wagenknecht nach wie vor über eine hohe persönliche Bekanntheit verfügt, könnte das Bündnis ohne Namensänderung Gefahr laufen, dauerhaft auf eine Art „Ein-Personen-Partei“ reduziert zu werden.

Das BSW war im Frühjahr 2024 aus der Abspaltung von Wagenknecht und einigen Mitstreitern aus der Linken hervorgegangen. Ziel war es, eine Partei zu schaffen, die soziale Themen mit einer kritischen Haltung zur Globalisierung, zur Europäischen Union und zur Migrationspolitik verbindet. Den Einzug in den Bundestag verfehlte das Bündnis knapp, in aktuellen Umfragen liegt es bei drei bis fünf Prozent.

Die Namensänderung soll nun den Eindruck größerer politischer Breite vermitteln und möglicherweise auch neue Wählerschichten ansprechen. Innerhalb der Partei wird außerdem erhofft, dass sich dadurch auch langfristige Strukturen herausbilden, die nicht nur von Wagenknechts Popularität abhängig sind.

Ob der Schritt tatsächlich die gewünschte Wirkung entfaltet, dürfte sich spätestens bei den kommenden Landtagswahlen und der nächsten Bundestagswahl zeigen.

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