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Brandmauer im Sonderangebot – „Die Familienunternehmer“ testen politische Pyrotechnik

CharlesRondeau (CC0), Pixabay
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Die deutsche Wirtschaft hat ein neues Spaltprodukt: Der Verband „Die Familienunternehmer“ hat – zur Überraschung vieler – die politische Brandmauer zur AfD eingerissen. Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann verkündete per LinkedIn stolz: Das Kontaktverbot zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei aufgehoben. Das Konzept Brandmauer? Gescheitert. Der parlamentarische Abend im Oktober – mit erstmalig geladenen AfD-Vertretern – war der Auftakt zur verbalen Abrissparty.

Die Reaktionen kamen prompt – und heftig. Rossmann stieg aus, Vorwerk winkte ebenfalls ab. Der Thermomix kann eben viel, aber keine moralischen Trümmer sortieren. Auch andere Mitglieder waren überrascht. Besonders Deichmann und Melitta: Sie erfuhren aus der Zeitung davon. Transparente Entscheidungsprozesse? Eher „Wirtschaftsverbands-Bingo“ hinter verschlossenen Türen.

Für den Verband könnte das teuer werden. Die Mitgliedsbeiträge reichen von 850 bis knapp 2.900 Euro jährlich – je nach Unternehmensgröße. Wenn Unternehmen mit Milliardenumsätzen abspringen, wird’s für den Verband schnell still in der Lobby.

Im Internet reagierte der Verband auffallend diskret: Präsidiumsmitglieder und Unternehmensporträts verschwanden plötzlich von der Website – wahrscheinlich, um Protestmails zu vermeiden oder um sich vor Spott zu retten.

Ostermann verteidigt den Kurs: Empörung bringe nichts mehr, Dialog sei gefragt – natürlich ohne gleich den AfD-Mitgliedsausweis zu beantragen. Man wolle keine Regierungsbeteiligung, aber auch nicht länger so tun, als wäre Wegsehen eine Strategie.

Überraschend kommt der Bruch mit der Brandmauer nicht für alle. Ostermann war bereits FDP-nah, Mitglied im konservativen Thinktank „Republik21“ und machte in der Vergangenheit deutlich, dass sie die bisherige Abschottungspolitik für gescheitert hält.

Andere Unternehmen halten dagegen. Henkel etwa erklärte, man stehe für Weltoffenheit und Demokratie – Grundsätze, die mit der AfD schwer vereinbar seien. Auch die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) betonte: Kein Mitglied im Verband, keine Lust auf Rechtsflirts.

Unternehmer Harald Christ trat bereits vor der Debatte aus – mit Verweis auf demokratische Grundwerte. Der Verband entfernte daraufhin sämtliche Spuren seiner Existenz – offenbar auch aus dem kollektiven Gedächtnis.

Fazit mit Zwinkern: Der Verband sucht den Dialog, verliert aber gerade Mitglieder – und wohl auch an Glaubwürdigkeit. Die Brandmauer ist gefallen, das politische Echo hallt laut. Wer sich mit der AfD an einen Tisch setzt, muss damit rechnen, dass nicht nur der Kaffee bitter wird – sondern auch der Ruf.

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