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Brandanschlag auf historische Synagoge in Mississippi – Motiv offenbar antisemitisch

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Ein 19-jähriger Mann steht im Verdacht, einen Brandanschlag auf die historische Beth-Israel-Synagoge in Jackson verübt zu haben. Laut einer am 12. Januar eingereichten eidesstattlichen Erklärung sagte der Verdächtige, Stephen Spencer Pittman, gegenüber Ermittlern, er habe das Feuer gelegt wegen der „jüdischen Verbindung“ des Gebäudes.

Die US-Bundespolizei FBI ermittelt gegen Pittman wegen Brandstiftung an einem Objekt, das dem zwischenstaatlichen Handel dient. Der Fall sorgt landesweit für Entsetzen – Gouverneur Tate Reeves kündigte weitere mögliche Anklagen an.

Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 10. Januar gegen 3 Uhr. Auf Sicherheitsaufnahmen ist ein maskierter Mann zu sehen, der Flüssigkeit auf den Boden und eine Couch im Eingangsbereich gießt – und dann das Feuer legt. Laut Ermittlern benutzte Pittman eine Axt, um sich Zugang zu verschaffen, und entzündete das Benzin mit einem Gasbrenner.

Mehrere Torah-Rollen – heilige jüdische Schriften – wurden bei dem Brand zerstört oder beschädigt. Verletzt wurde niemand, das Feuer konnte gelöscht werden.

Brisant: Der Vater des Täters schickte seinem Sohn vor der Tat eindringliche Nachrichten, um ihn von der Tat abzuhalten. Dieser antwortete jedoch nur: „Ich bin dran mit einem Homerun“ – eine Anspielung auf seine frühere Baseball-Karriere. Später sah der Vater Brandwunden an Pittmans Körper, stellte ihn zur Rede – und dieser gestand lachend die Tat. Der Vater informierte daraufhin das FBI.

Pittman, einst Baseballspieler an einer katholischen Schule und einem Community College, befindet sich derzeit mit leichten Verletzungen im Krankenhaus und wurde dort verhaftet. Die katholische Diözese Jackson distanzierte sich scharf: Die Tat sei „sinnlos, abscheulich und unvereinbar mit den Werten der Kirche“.

Die Synagoge Beth Israel ist die älteste in Jackson und war bereits 1967 Ziel eines Klan-Anschlags. Gouverneur Reeves erklärte: „Mississippi steht an der Seite der jüdischen Gemeinde. Diese abscheuliche Tat wird nicht toleriert.“

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