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Borussia Mönchengladbach:Kommt Ole Werner

jorono (CC0), Pixabay
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Gladbach sucht den Polanski-Nachfolger: Ole Werner wohl einer der heißesten Kandidaten

Nur wenige Stunden nach dem bitteren 0:5 beim SC Freiburg hat Borussia Mönchengladbach die Konsequenzen gezogen und sich von Trainer Eugen Polanski getrennt. Vorerst übernimmt Co-Trainer Jan-Moritz Lichte die Mannschaft, doch die Übergangslösung soll offenbar nicht von Dauer sein.

Spätestens während der kommenden Länderspielpause will Borussia einen neuen Cheftrainer präsentieren.

Und damit beginnt die nächste entscheidende Aufgabe für Sportchef Rouven Schröder.

Denn nach dem historisch schwachen Saisonstart mit null Punkten aus drei Spielen darf sich Borussia bei der nächsten Trainerentscheidung möglichst keinen weiteren Fehlgriff erlauben.

Ole Werner rückt in den Mittelpunkt

Nach Informationen der BILD beschäftigt sich Gladbach mit mehreren Kandidaten.

Besonders interessant dürfte dabei Ole Werner sein.

Der 38-Jährige ist nach seiner Freistellung bei RB Leipzig verfügbar und bringt genau das mit, was Borussia derzeit gut gebrauchen könnte:

Bundesliga-Erfahrung, taktische Klarheit und die Fähigkeit, Mannschaften zu stabilisieren.

Werner hatte zuvor mehrere Jahre bei Werder Bremen gearbeitet und war anschließend nach Leipzig gewechselt. Dort führte er RB auf einen Champions-League-Platz, musste den Verein im Sommer aber trotzdem verlassen.

Ganz unkompliziert wäre eine Verpflichtung allerdings offenbar nicht. Nach Medienberichten steht Werner formal weiterhin bei Leipzig unter Vertrag. Borussia müsste deshalb möglicherweise zunächst eine vertragliche Lösung mit RB finden.

Von einer bereits abgeschlossenen Einigung oder konkreten Vertragsverhandlung kann derzeit allerdings noch keine Rede sein.

Werner gilt als Kandidat.

Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Auch Horst Steffen ist ein Thema

Ein weiterer Name auf der Gladbacher Liste soll Horst Steffen sein.

Der 57-Jährige kennt Borussia sogar bereits aus früheren Jahren.

Steffen arbeitete einst als U19-Trainer am Niederrhein und machte sich später insbesondere mit seiner erfolgreichen Arbeit bei der SV Elversberg einen Namen.

Mit Elversberg entwickelte er über Jahre eine Mannschaft, die für mutigen, strukturierten Fußball stand.

Gerade diese Fähigkeit, aus einem Kader mehr herauszuholen und Spieler weiterzuentwickeln, könnte für Borussia interessant sein.

Denn genau darin liegt aktuell eine der größten Aufgaben.

Gladbach braucht nicht nur jemanden, der kurzfristig Ergebnisse holt.

Der neue Trainer soll möglichst auch eine Mannschaft formen, die wieder eine klare sportliche Identität besitzt.

Alexander Blessin ebenfalls auf der Liste

Auch Alexander Blessin wird als möglicher Kandidat genannt.

Der 53-Jährige ist derzeit ebenfalls verfügbar.

Blessin gilt als Trainer mit klarer Spielidee, intensiver Arbeit gegen den Ball und hoher taktischer Disziplin.

Gerade angesichts der zwölf Gegentore in den ersten drei Bundesligaspielen dürfte defensive Stabilität bei der Trainersuche eine zentrale Rolle spielen.

Denn eines ist offensichtlich:

Borussia braucht dringend wieder Ordnung.

Die Mannschaft kassiert derzeit viel zu einfache Gegentore.

Genau deshalb könnte ein Trainer interessant sein, der zunächst die defensive Struktur repariert, bevor über attraktiveren Offensivfußball gesprochen wird.

Christian Eichner komplettiert die Kandidatenliste

Auch Christian Eichner soll zu den Trainern gehören, mit denen sich Borussia beschäftigt.

Der 43-Jährige arbeitete zuletzt beim Karlsruher SC und ist ebenfalls ohne Verein.

Eichner gilt als ruhiger, sachlicher Trainer, der Mannschaften strukturiert entwickelt.

Vielleicht wäre gerade das momentan gar keine schlechte Eigenschaft.

Denn rund um Borussia ist bereits nach drei Spieltagen enorme Unruhe entstanden.

Nach der Trennung von Polanski braucht der Verein deshalb nicht zwangsläufig den lautesten oder prominentesten Trainer.

Er braucht denjenigen, der zu dieser Mannschaft passt.

Große Namen sind keine Garantie

Natürlich wird rund um Gladbach inzwischen über weitere Namen spekuliert.

Auch Julian Nagelsmann wurde zuletzt vereinzelt genannt.

Der ehemalige Bundestrainer wäre aktuell grundsätzlich verfügbar.

Doch allein die Tatsache, dass ein großer Name frei ist, bedeutet noch lange nicht, dass er für Borussia realistisch oder automatisch die richtige Lösung wäre.

Fußball funktioniert nicht nach dem Prinzip:

Großer Name gleich großer Erfolg.

Viel wichtiger ist die Frage:

Welcher Trainer kann diesen Kader stabilisieren und weiterentwickeln?

Denn die Lage ist ernst genug.

Schröder steht massiv unter Druck

Besonders im Fokus steht jetzt Rouven Schröder.

Die Entscheidung, mit Eugen Polanski in die neue Saison zu gehen, hat sich nach nur drei Spieltagen als nicht tragfähig erwiesen.

Hinzu kommt die Kritik an der Kaderplanung.

Borussia verlor im Sommer wichtige Spieler und konnte diese Abgänge bislang zumindest sportlich nicht vollständig auffangen.

Verletzungsprobleme verschärfen die Situation zusätzlich.

All das bedeutet:

Die nächste Trainerentscheidung muss sitzen.

Schröder kann sich kaum leisten, in wenigen Monaten erneut über einen Trainerwechsel diskutieren zu müssen.

Was Gladbach jetzt braucht

Borussia braucht zunächst keinen Fußball-Philosophen.

Borussia braucht Stabilität.

Zwölf Gegentore nach drei Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Der neue Trainer muss deshalb zuerst dafür sorgen, dass die Mannschaft wieder kompakt verteidigt.

Dass die Abstände stimmen.

Dass Zweikämpfe gewonnen werden.

Dass nach einem Ballverlust nicht sofort Gefahr entsteht.

Erst wenn dieses Fundament steht, kann man über attraktiveren Fußball sprechen.

Ole Werner wäre eine interessante Lösung

Von den derzeit öffentlich genannten Kandidaten wirkt Ole Werner deshalb besonders interessant.

Er kennt die Bundesliga.

Er ist noch jung.

Er hat bereits schwierige Situationen erlebt.

Und er hat gezeigt, dass er Mannschaften entwickeln kann.

Ob Borussia bereits konkrete Gespräche mit ihm führt, ist bislang nicht bestätigt.

Auch ein Treffen oder eine Vertragsverhandlung wurde bislang nicht belastbar vermeldet.

Aber wenn Werner tatsächlich zu den bevorzugten Kandidaten gehört, wäre es nachvollziehbar, wenn Rouven Schröder zumindest das Gespräch suchen würde.

Entscheidung soll offenbar bald fallen

Bis zur endgültigen Entscheidung übernimmt zunächst Jan-Moritz Lichte.

Doch diese Lösung dürfte tatsächlich nur vorübergehend sein.

Spätestens während der Länderspielpause soll Klarheit herrschen.

Damit läuft die Trainersuche bereits.

Und diesmal wird ganz genau hingeschaut werden.

Denn Borussia braucht nicht einfach nur den nächsten Trainer.

Borussia braucht den richtigen.

Ole Werner, Horst Steffen, Alexander Blessin und Christian Eichner gelten derzeit als die prominentesten Kandidaten.

Wer am Ende tatsächlich auf der Bank sitzt, ist noch offen.

Aber eines steht schon jetzt fest:

Rouven Schröders nächste Entscheidung dürfte darüber mitentscheiden, ob Borussia die Saison noch stabilisiert – oder ob die Krise erst richtig beginnt.

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