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Bitte kein Geld an die TGI überweisen

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Das sagen nicht nur wir, sondern auch die zuständigen Finanzmarktaufsichtsbehörden. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein hat öffentlich Stellung bezogen und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nachvollziehbar, dass Helmut Kaltenegger weiterhin um neues Kapital von Kunden wirbt. Schließlich verursacht jedes Unternehmen laufende Kosten, die finanziert werden müssen.

Nach den derzeit bekannten Warnhinweisen und aufsichtsrechtlichen Maßnahmen raten wir derzeit davon ab, Gelder an die TGI AG in Vaduz oder an die TGI International zu überweisen. Aus unserer Sicht sollten potenzielle Anleger zunächst abwarten, bis sämtliche Auflagen und Anforderungen der zuständigen Finanzmarktaufsichtsbehörden vollständig und nachweisbar erfüllt sind. Erst wenn dies transparent dokumentiert ist, kann jeder Anleger auf einer belastbaren Grundlage neu bewerten, ob eine Geschäftsbeziehung mit einer Gesellschaft der TGI-Gruppe in Betracht kommt.

Auch das jüngste TGI-Video bewerten wir – wie bereits berichtet – nicht als Transparenzoffensive, sondern in erster Linie als Werbe- und Akquiseveranstaltung zur Gewinnung neuer Investoren. Unsere offenen Fragen zu den aufsichtsrechtlichen Verfahren und den wirtschaftlichen Hintergründen wurden nach unserer Einschätzung dabei nicht ausreichend beantwortet.

Derzeit erinnert uns die Situation an das Bild eines „sterbenden Schwans“, der sich noch einmal mit aller Kraft aufbäumt. Das ist ausdrücklich unsere persönliche Einschätzung. Denn es ist davon auszugehen, dass die Finanzmarktaufsichtsbehörden in Liechtenstein, Österreich und – soweit einschlägig – auch die deutschen Behörden sehr genau darauf achten werden, dass ihre Verfügungen und Auflagen vollständig umgesetzt werden.

Ob die TGI AG die wirtschaftlichen Voraussetzungen besitzt, sämtliche behördlichen Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig ihr Geschäftsmodell erfolgreich fortzuführen, beurteilen wir mit großer Skepsis. Diese Zweifel beruhen auf der derzeit öffentlich bekannten Gesamtsituation.

Wir hätten in den vergangenen Jahren gerne eine sachliche und offene Diskussion mit Helmut Kaltenegger über das Geschäftsmodell der TGI geführt und dabei die entsprechenden Nachweise und Unterlagen geprüft. Dazu ist es nach unserer Wahrnehmung nie gekommen. Warum dies so war, kann letztlich nur Herr Kaltenegger selbst beantworten.

Besonders kritisch sehen wir die Entscheidung, eine Person in verantwortlicher Funktion einzubinden, über die in der Vergangenheit im Zusammenhang mit internationalen Kryptoprojekten und entsprechenden Vorwürfen umfangreich berichtet wurde. Jeder Unternehmer ist selbstverständlich frei in der Wahl seiner Geschäftspartner. Aus unserer Sicht wirft diese Personalentscheidung jedoch erhebliche Fragen hinsichtlich der Außenwirkung und der Glaubwürdigkeit des Unternehmens auf.

Es gibt ein altes Sprichwort: „In der Not frisst der Teufel Fliegen.“ Ob dieses Bild auf die aktuelle Situation zutrifft, muss jeder Leser selbst beurteilen. Nach unserer Einschätzung hat diese Personalentscheidung der Reputation von Helmut Kaltenegger und der TGI jedenfalls nicht genutzt, sondern wirft zusätzliche Fragen auf, die das Unternehmen beantworten sollte.

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