Biomasse Kraftwerk Delitzsch- immer noch ausstehende Löhne?

Wir haben ja in den vergangenen Monaten des Öfteren über das BKD in Delitzsch berichtet. Nun erreichte uns ein Anruf eines ehemaligen Mitarbeiters des BKD. Der Anrufer teilte uns dabei mit „das die Mitarbeiter bis zum heutigen Tage ihre ihnen noch zustehenden und ausstehenden Löhne  nicht bekommen hätten, man nun andere Schritte einleiten will“. Hierzu gehöre auch die Leipziger Staatsanwaltschaft über den Vorgang zu informieren, diese dabei zu bitten, doch einmal zu überprüfen „ob es hier nicht schon den Tatbestand der Insolvenzverschleppung geben könnte“. Nicht von der Hand zu weisen, denn wer seine Löhnen nicht bezahlt wird das sicherlich nicht aus Bosheit tun, sondern eher weil er einfach das Geld nicht hat. Unter Anrufer informierte uns auch darüber, daß hier wohl angeblich Werte aus dem Kraftwerk heraustransportiert würden. Interessant ist dann auch eine weitere Information in diesem Zusammenhang. Mittlerweile sollen Auftragnehmer (der Redaktion bekannt) einen Prozess gegen den Insolvenzverwalter des Kraftwerkes angestrengt haben, der ihnen Aufträge erteilt habe in der Größenordnung von 150.000 Euro diese dann aber bis zum heutigen Tage nicht bezahlt habe, obwohl dem Unternehmen dies zugesichert wurde. Das gesamte uns bekannte Verhalten des Insolvenzverwalters ist hier in vielen Punkten nicht nachvollziehbar, zumal der Eigentümer des BKD wohl bis heute den vereinbarten Kaufpreis für das BKD nicht bezahlt hat. Nun, es gibt auch bei Insolvenzverwaltern „solche und solche“.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sollte jdoch ganz klar die Beseitigung der „Altlasten“ auf dem Gelaände stehen, denn diese sind nach Meinung so manchen Experten durchaus nicht ungefährlich für die Gesundheit der Anwohner rund um das BKD und die Einwohner von Delitzsch. Hier nützen auch dann „beruhigungs-Gutachten“ nichts, die Gefahr muss beseitigt werden. Eine andere Logik gibt es nicht. Ob sich der Bürgermeister dafür dann mal aus seiner Komfortzone Rathaus und Amtszimmer „aufschwingt“ um da was für seine Bevölkerung (seine Wähler) zu tun, wird man abwarten müssen.

Hört man sich bei den Stadträten mal um, dann redet man hier wohl eher von einem „Frühstücksdirektor als von einem zupackenden Bürgermeister des Volkes“. Nun denn Herr Bürgermeister, irgendwann wird auch in Delitzsch mal wieder gewählt. Wir werden dann während ihres Wahlkampfes gerne dafür sorgen das man sich an diesen unsäglichen Vorgang auch erinnert, vor allem IHRE Rolle dabei.

Kommentar hinterlassen