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BBC-Moderatorin vorübergehend vom Sender genommen – interne Beschwerde gegen Kaye Adams

TheOtherKev (CC0), Pixabay
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Die BBC hat die bekannte Radiomoderatorin Kaye Adams vorübergehend von ihrer Sendung bei BBC Radio Scotland abgezogen. Hintergrund ist eine interne Beschwerde über ihr Verhalten, wie BBC Scotland bestätigte.

Nach Informationen des Senders wurde eine Untersuchung eingeleitet, über die genaue Natur der Vorwürfe machte die Rundfunkanstalt jedoch keine Angaben. Ein Sprecher von Adams erklärte, ihr selbst sei bislang keine Beschwerde offiziell vorgelegt worden.

In einer Stellungnahme teilte BBC Scotland mit:

„Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu einzelnen Personen. Sollte es Beschwerden oder Bedenken geben, greifen unsere internen Prüfverfahren.“

Langjährige Karriere bei der BBC

Kaye Adams stammt aus Falkirk und arbeitet seit fast 40 Jahren als Journalistin und Moderatorin. Seit 2010 war sie bei BBC Radio Scotland zu hören, zunächst mit dem Anruf-Format „Call Kaye“, das 2015 eingestellt wurde. Anschließend gehörte sie zum Team der Mornings-Sendung, wo sie regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu aktuellen Themen begrüßte.

Darüber hinaus ist Adams einem breiteren Publikum durch ihre Auftritte in der ITV-Talkshow „Loose Women“ bekannt. 2022 nahm sie an der BBC-Tanzshow „Strictly Come Dancing“ teil, schied jedoch als erste Teilnehmerin aus.

Am Montag wird die Mornings-Sendung vorerst von Connie McLaughlin moderiert. Laut BBC hat Adams den Sender nicht dauerhaft verlassen.

Hintergrund: Diskussion über Arbeitskultur bei der BBC

Der Fall reiht sich in eine Reihe interner Untersuchungen über das Betriebsklima innerhalb der BBC ein. Anfang des Jahres führte die Rundfunkanstalt ein Programm namens „Call It Out“ ein, das Mitarbeitende ermutigen soll, problematisches Verhalten offen anzusprechen.

Das Programm wurde als Reaktion auf einen unabhängigen Bericht eingeführt, der Fälle unakzeptablen Verhaltens bei Führungskräften und prominenten BBC-Persönlichkeiten aufdeckte. Besonders nach dem Skandal um den ehemaligen Nachrichtensprecher Huw Edwards, der sich wegen schwerer Vergehen verantworten musste, hatte der Druck auf die BBC zugenommen, konsequenter gegen Fehlverhalten vorzugehen.

Im Sommer kam es zu weiteren personellen Konsequenzen: Mehrere Mitarbeiter wurden nach internen Ermittlungen entlassen, und auch bei der BBC-Show „MasterChef“ wurden nach Berichten über Machtmissbrauch und unangemessenes Verhalten zahlreiche Beschwerden bestätigt.

Der BBC-Vorsitzende Samir Shah machte deutlich, dass das Unternehmen Fehlverhalten künftig nicht mehr dulden werde:

„Wer glaubt, zu groß oder zu wichtig zu sein, um nach den Werten dieser Organisation zu leben, liegt falsch – und wir werden es herausfinden.“

Die laufende Untersuchung zu Kaye Adams steht nun stellvertretend für den Versuch der BBC, ihre Verhaltensstandards und interne Transparenz weiter zu stärken.

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