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BaFin schlägt Alarm: Gleich drei neue Warnungen vor dubiosen Finanz- und Kryptoangeboten

geralt (CC0), Pixabay
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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 19. Juni 2026 gleich mehrere Warnmeldungen veröffentlicht. Betroffen sind drei Internetangebote, die nach Einschätzung der Finanzaufsicht ohne die erforderlichen Genehmigungen Finanz-, Wertpapier- oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbieten.

Die Behörde rät Anlegern zur äußersten Vorsicht.

„BundesKrypto KI“ wirbt mit angeblicher BaFin-Aufsicht

Besonders brisant ist die Warnung vor der Website bundeskrypto.de.

Nach Angaben der BaFin geben sich die unbekannten Betreiber als Unternehmen „BundesKrypto KI“ mit angeblichem Sitz in Berlin aus. Auf der Internetseite werde sogar behauptet, unter der Aufsicht der BaFin zu stehen.

Die Finanzaufsicht stellt jedoch unmissverständlich klar: Eine solche Beaufsichtigung existiert nicht.

Vielmehr bestehe der Verdacht, dass die Website vor allem dazu dient, Geschäfte mit unerlaubten Kryptowerte-Dienstleistungen anzubahnen. Interessenten werden aufgefordert, sich auf der Plattform zu registrieren.

Die Betreiber bleiben bislang anonym.

Warnung vor Fontaris AG: Festgeld und Tagesgeld ohne Erlaubnis

Ebenfalls im Fokus der Aufsichtsbehörde steht die Website fontaris-ag.com sowie E-Mails von der Adresse info@fontaris-ag.com und ähnlichen Absendern.

Nach Erkenntnissen der BaFin bieten die Verantwortlichen dort Tagesgeld- und Festgeldanlagen an, ohne über die dafür erforderliche Erlaubnis zu verfügen.

Gerade Festgeldangebote mit überdurchschnittlichen Zinsen werden seit Jahren häufig von Betrügern genutzt, um Anleger anzulocken. Die BaFin empfiehlt daher, insbesondere bei unbekannten Anbietern die Zulassung sorgfältig zu prüfen.

Iron Hill Management: Verdacht auf Identitätsmissbrauch

Die dritte Warnung betrifft die Internetseiten ironhillmanagement.com und den angeschlossenen Kundenbereich ironhillmanagement.me.

Dort werden nach Erkenntnissen der Behörde ohne Genehmigung Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen angeboten.

Besonders problematisch: Die Betreiber treten unter dem Namen Iron Hill Management Services LLC auf und behaupten Verbindungen zu der US-amerikanischen Gesellschaft Iron Hill Wealth Management LLC.

Der BaFin liegen jedoch keine Hinweise vor, dass zwischen beiden Unternehmen tatsächlich eine Verbindung besteht. Stattdessen geht die Behörde von einem möglichen Identitätsmissbrauch zulasten der amerikanischen Gesellschaft oder einzelner Mitarbeiter aus.

Auch eine auf der Website behauptete Zulassung durch die US-Börsenaufsicht SEC konnte nach Angaben der BaFin nicht bestätigt werden.

BaFin mahnt zu besonderer Vorsicht

Die Finanzaufsicht weist erneut darauf hin, dass Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Wertpapiergeschäfte und Kryptowerte-Dienstleistungen in Deutschland grundsätzlich nur mit entsprechender Erlaubnis angeboten werden dürfen.

Gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern warnt die Behörde regelmäßig vor Betrugsmodellen im Internet. Anleger sollten vor jeder Geldanlage prüfen, ob ein Anbieter tatsächlich von der BaFin zugelassen ist.

Eine entsprechende Überprüfung ist über die öffentliche Unternehmensdatenbank der BaFin möglich.

Drei Warnungen an einem Tag

Die Häufung von gleich drei Warnmeldungen an nur einem Tag zeigt, wie aktiv dubiose Anbieter weiterhin versuchen, Anleger mit vermeintlich lukrativen Angeboten im Bereich Krypto, Festgeld und Vermögensverwaltung anzusprechen.

Für Verbraucher gilt deshalb mehr denn je: Hohe Renditeversprechen, angebliche Aufsichtsbehörden-Zulassungen und professionell wirkende Internetseiten sind noch kein Beweis für Seriosität. Im Zweifel sollte vor einer Investition immer geprüft werden, ob der Anbieter tatsächlich über die erforderlichen Genehmigungen verfügt.

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