In der US-Stadt Portland ist ein Mann ums Leben gekommen, nachdem er mit einem mit Sprengsätzen beladenen Auto in ein bekanntes Sport- und Freizeitzentrum gefahren ist. Teile der Ladung detonierten und lösten ein Feuer im Gebäude aus.
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 2. Mai am Multnomah Athletic Club nahe der Innenstadt. Laut Polizei beobachteten Mitarbeiter zunächst ein Fahrzeug, das langsam um das Gebäude kreiste, bevor es schließlich durch den Eingangsbereich in das Innere raste. Kurz darauf stand das Auto in Flammen, woraufhin die Angestellten den Notruf alarmierten.
Einsatzkräfte fanden den Fahrer tot im Fahrzeug. Gleichzeitig entdeckten Spezialisten mehrere Brandsätze sowie improvisierte Sprengvorrichtungen im Wagen. Einige davon waren bereits explodiert, andere stellten weiterhin eine akute Gefahr dar. Zudem befanden sich Propangasflaschen im Fahrzeug.
Die Entschärfung der verbliebenen Sprengsätze gestaltete sich schwierig. Spezialkräfte setzten Roboter ein, um die gefährlichen Vorrichtungen aus sicherer Entfernung unschädlich zu machen. Die Polizei sprach von einer „komplexen und hochriskanten Lage“.
Mehrere Straßen rund um den Tatort wurden abgesperrt, Anwohner sollten das Gebiet meiden. Polizeichef Bob Day erklärte, es gebe keine Hinweise auf weitere Täter oder eine anhaltende Bedrohung. Auch ein terroristischer Hintergrund werde derzeit ausgeschlossen.
Zur Identität des Mannes und seinem Motiv machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Der traditionsreiche Multnomah Athletic Club, gegründet im Jahr 1891 und mit mehr als 21.000 Mitgliedern einer der größten privaten Sportclubs der USA, bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Schäden am Gebäude werden derzeit begutachtet.
Ein nahegelegenes Fußballstadion, Heimstätte der Portland Timbers und der Portland Thorns, blieb von dem Vorfall unbeschädigt.
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