Nach fast sieben Jahren Tourpause ist Ariana Grande zurück auf der Konzertbühne – und ihre Fans reagierten darauf ungefähr so, als wäre gerade eine Mischung aus Popstar, Heilsbringerin und guter WLAN-Verbindung erschienen.
Mit dem Auftakt ihrer „Eternal Sunshine Tour“ in Oakland feierte die Sängerin ein emotionales Comeback und bewies, dass sie in den vergangenen Jahren zwar Hollywood erobert hat, die große Bühne aber nie wirklich verlassen konnte.
Die Rückkehr der Hochponytail
Wer ein Ariana-Grande-Konzert besucht, bekommt traditionell mehrere Dinge garantiert:
- beeindruckende Gesangsleistungen,
- aufwendige Bühnenbilder,
- sehr viele Glitzerelemente,
- und die regelmäßige Frage:
„Ist die berühmte Hochponytail heute dabei?“
Die Antwort lautete: zeitweise ja.
Das Publikum zeigte sich entsprechend erleichtert.
Zwischen Oscar-Nominierung und Popstar-Modus
Seit ihrer letzten großen Tour hatte Grande ihre Karriere erfolgreich in Richtung Schauspielerei erweitert.
Für ihre Rolle als Glinda in den beiden „Wicked“-Filmen erhielt sie Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen und sammelte weitere Grammy-Auszeichnungen.
Trotzdem machte sie in Oakland schnell klar:
Hollywood ist schön.
Aber eine Arena voller kreischender Fans ist offenbar schöner.
Mehrfach kämpfte die Sängerin sichtbar mit den Tränen und gestand dem Publikum:
„Ich habe euch vermisst.“
Das Publikum antwortete mit Lautstärken, die vermutlich auch in benachbarten Bundesstaaten messbar waren.
Fünf Akte, 23 Songs und ein Haus mit Charakterentwicklung
Die knapp zweistündige Show war in fünf Kapitel unterteilt.
Dabei wanderte Grande durch symbolische Videowelten, geheimnisvolle Gänge, Wasserlandschaften und Kindheitserinnerungen.
Ein zentrales Bühnenelement war ein zunächst zerstört wirkendes Haus, das sich im Verlauf des Abends in ein warmes, lebendiges Zuhause verwandelte.
Psychologen analysieren vermutlich bereits die Bedeutung.
Der Rest des Publikums machte Videos.
Die Stimme bleibt das eigentliche Spektakel
So beeindruckend die Kostüme, Tänzer und Spezialeffekte auch waren:
Am stärksten wirkte Grande immer dann, wenn sie einfach nur mit Mikrofon auf der Bühne stand.
Ihre Stimme blieb das Zentrum des Abends.
Mal kraftvoll, mal zerbrechlich, aber jederzeit so präzise, dass selbst Zuschauer in den hintersten Reihen bemerkten, warum sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen ihrer Generation gehört.
Fans erschienen in voller Ari-Montur
Viele Besucher kamen passend ausgestattet:
- rote Handschuhe,
- Katzenohren,
- Glitzer,
- noch mehr Glitzer,
- und gelegentlich auch Kleidung.
Die Begeisterung war so groß, dass jede neue Song-Einleitung Jubelstürme auslöste, als hätte Grande persönlich die Stromrechnung des Publikums bezahlt.
Fazit
Die „Eternal Sunshine Tour“ ist vieles:
- Konzert,
- Modeschau,
- Pop-Spektakel,
- emotionale Gruppentherapie,
- und Triumphzug einer Künstlerin, die nach Jahren in Hollywood wieder dort angekommen ist, wo sie sich offenbar am wohlsten fühlt.
Ariana Grande ist zurück auf der Bühne.
Ihre Fans sind glücklich.
Die Glitzerindustrie erlebt vermutlich ein Rekordjahr
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