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Analyse: Trump droht mit Rauswurf von Fed-Chef Powell – Märkte könnten in Panik geraten

Tumisu (CC0), Pixabay
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Die globalen Finanzmärkte könnten massiv erschüttert werden, sollte US-Präsident Donald Trump tatsächlich den Vorsitzenden der US-Notenbank (Federal Reserve), Jerome Powell, entlassen – ein Schritt, den Trump laut Medienberichten in Erwägung gezogen hat.

Nachdem CBS News zuerst über die Möglichkeit eines Rauswurfs berichtet hatte, fiel der Dollar-Index um bis zu 0,8 % – ein deutliches Zeichen für die Nervosität an den Märkten. Später relativierte Trump den Bericht, sagte aber auch: „Ich schließe nichts aus.“

Unabhängigkeit der Notenbank steht auf dem Spiel

Die Unabhängigkeit der Federal Reserve gilt als zentrale Säule der Stabilität von US-Finanzmärkten. Sollte diese Unabhängigkeit durch politische Einflussnahme untergraben werden, drohen ein Kursverfall des Dollar, massive Verkäufe von US-Staatsanleihen und ein weltweiter Vertrauensverlust in die US-Wirtschaft.

Finanzexperten wie Greg Valliere (AGF Investments) und George Saravelos (Deutsche Bank) warnen vor genau diesen Szenarien. Saravelos schätzt, dass der Dollar bei einem Rauswurf Powells innerhalb von 24 Stunden um bis zu 4 % einbrechen könnte – eine extreme Bewegung im Devisenhandel.

Juristisch heikel – aber nicht unmöglich

Rein rechtlich ist Powell nur „aus wichtigem Grund“ entlassbar – was allgemein als grobes Fehlverhalten (z. B. Korruption), nicht aber als politische Meinungsverschiedenheit gewertet wird. Trump versucht nun, über das milliardenschwere Renovierungsprojekt der Fed-Zentrale ein „Entlassungsargument“ aufzubauen – eine umstrittene Strategie.

Powell hat als Reaktion eine zusätzliche Prüfung des Bauprojekts durch den internen Revisor angeordnet.

Wall Street bleibt (noch) ruhig – aber nervös

Obwohl Investoren die Entlassung für „wenig wahrscheinlich“ halten, rechnen sie mit starken Marktreaktionen, sollte Trump den Schritt tatsächlich wagen. Der Anstieg der langfristigen US-Zinsen in den letzten Tagen zeigt bereits ein vorsichtiges Misstrauen.

Gefährliche Symbolik

Ein solcher Schritt würde nicht nur kurzfristige Turbulenzen auslösen, sondern auch langfristigen Schaden an der Reputation und Glaubwürdigkeit der US-Notenbank verursachen, so Analysten. Selbst nach Powells Amtszeit könnte das Vertrauen in die Fed untergraben bleiben.

JPMorgan-Chef Jamie Dimon sagte dazu:

„Die Unabhängigkeit der Fed ist essenziell – nicht nur für den aktuellen Vorsitzenden, sondern auch für alle, die danach kommen. Wer mit der Fed spielt, riskiert genau das Gegenteil dessen, was er eigentlich erreichen will.“

Fazit:
Trumps Attacken auf die Fed sind mehr als ein politisches Manöver – sie könnten einen internationalen Finanzschock auslösen. Selbst das bloße Andeuten einer Entlassung gefährdet die Stabilität des Dollar-Systems. Märkte, Institutionen und Investoren auf der ganzen Welt blicken daher mit zunehmender Sorge auf Washington.

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