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Analyse: Trump bekommt im Iran-Krieg längst nicht mehr das, was er ursprünglich wollte

geralt (CC0), Pixabay
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Donald Trump wollte den großen Wurf im Iran-Konflikt. Stattdessen deutet immer mehr darauf hin, dass das Weiße Haus seine ursprünglichen Kriegsziele Stück für Stück kassiert.

Noch wartet Washington auf eine Antwort Teherans zu einem möglichen Abkommen. Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Sollte es tatsächlich zu einer Vereinbarung kommen, hätte sie mit Trumps ursprünglichen Maximalforderungen nur noch wenig zu tun.

Zu Beginn des Krieges hatte Trump wiederholt erklärt, Iran dürfe „niemals“ in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Dazu kamen Forderungen nach einer faktischen Kapitulation des Regimes, dem Ende iranischer Stellvertretergruppen wie Hisbollah und Hamas – und indirekt sogar nach einem Machtwechsel in Teheran.

Davon scheint inzwischen kaum noch etwas übrig.

Statt eines vollständigen Stopps des iranischen Atomprogramms wird nun offenbar lediglich über eine zeitlich begrenzte Einschränkung verhandelt. Medienberichten zufolge könnte ein Memorandum zunächst nur eine 30-tägige Verhandlungsphase einleiten. Iran müsste dabei Teile seines hochangereicherten Urans abgeben, im Gegenzug könnten Sanktionen gelockert und Milliarden eingefrorener Gelder freigegeben werden.

Von „bedingungsloser Kapitulation“, wie Trump sie zu Kriegsbeginn auf Truth Social gefordert hatte, spricht inzwischen niemand mehr.

Auch das Thema Regimewechsel ist praktisch verschwunden. Noch im Februar hatte Trump die iranische Bevölkerung offen dazu aufgerufen, ihre Regierung zu stürzen. Heute konzentriert sich die US-Regierung vor allem darauf, eine weitere Eskalation zu verhindern – und die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts einzudämmen.

Selbst innerhalb konservativer Kreise wächst deshalb die Kritik. Hardliner werfen Trump vor, zentrale Ziele aufgegeben zu haben. Verteidigungsminister Pete Hegseth musste sich zuletzt öffentlich Fragen gefallen lassen, warum weder ein Regimewechsel noch eine vollständige Entwaffnung Irans erreicht worden seien.

Für Trump wird der Konflikt zunehmend zum politischen Problem. Der Krieg belastet seine Umfragewerte massiv – und ausgerechnet der Präsident, der Stärke demonstrieren wollte, wirkt nun vor allem wie ein Krisenmanager auf der Suche nach einem Ausweg.

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