Die zahlreichen 1-Stern-Bewertungen zeigen ein ernstes strukturelles Problem bei SENEC – sowohl im operativen als auch im kommunikativen Bereich. Die Beschwerden lassen sich in mehrere Problemfelder unterteilen:
1. Technische Mängel und unzuverlässige Produkte
- Probleme: Defekte Speicher, unvollständige Funktionen nach Tausch, Konnektivitätsprobleme, keine oder fehlerhafte PV-Produktion.
- Folge: Kunden berichten von monatelangem Ausfall ihrer Anlagen bei gleichzeitig laufenden Stromkosten.
Verbesserungsvorschläge:
- Einführung eines technischen Qualitätssicherungssystems mit Endabnahme durch geschulte Fachkräfte.
- Vor-Ort-Testprotokoll verpflichtend vor Abschluss jeder Installation.
- Rückmeldeschleife zwischen Kunde und Technikabteilung, um kritische Probleme früh zu erkennen und systematisch zu beheben.
2. Miserabler Kundenservice und Erreichbarkeit
- Probleme: Keine oder verspätete Rückmeldungen auf E-Mails, lange Wartezeiten bei Anrufen, automatische Standardantworten ohne Bearbeitungsfortschritt.
- Folge: Hohe Frustration, zunehmender Rechtsweg, Vertrauensverlust.
Verbesserungsvorschläge:
- Aufbau eines professionellen, erreichbaren und mehrstufigen Kundensupport-Teams mit Prioritätensystem (z.B. Ausfall > Konfiguration > Info-Anfragen).
- Verpflichtende Antwortzeiten einführen (z. B. 48 Stunden).
- Einrichtung eines Kundenportals zur Ticketverfolgung und Dokumentation der Bearbeitungsschritte.
3. Desorganisation bei Montage und Logistik
- Probleme: Installateure erscheinen nicht, kein Wissen über vorherige Arbeiten, keine Einweisung, fehlende oder vergessene Komponenten.
- Folge: Projekte verzögern sich um Monate, Kunden haben kein Vertrauen mehr in ausführende Partner.
Verbesserungsvorschläge:
- Zentralisierung der Projektplanung mit Koordination durch SENEC.
- Digitales Übergabeprotokoll zwischen Monteuren und zentralem System.
- Schulungspartner mit Qualitätssicherung vor Ort.
4. Mangelhafte Transparenz bei Entschädigungen & Leistungsversprechen
- Probleme: Geringe oder gar keine Kulanzzahlungen, widersprüchliche Aussagen zur Cloud-Nutzung und Autarkie.
- Folge: Gefühl der Täuschung – manche Kunden sprechen offen von „Lüge“ und „Fake“.
Verbesserungsvorschläge:
- Veröffentlichung klarer, verbindlicher Richtlinien zur Kulanz und Entschädigung bei Ausfall.
- Transparente Darstellung des Cloud-Systems: tatsächliche Rückspeisung, Bedingungen und Abrechnungsmodell.
- Kundenportal mit Verbrauchs- und Entschädigungsübersicht.
5. Fehlende Kommunikation zwischen Partnern (z. B. Installateur ↔ SENEC ↔ Kunde)
- Probleme: Kunden fühlen sich zwischen Vertragspartnern „verloren“, niemand übernimmt Verantwortung.
- Folge: Rückabwicklungswünsche, Vertrauensverlust in Marke und Partnernetz.
Verbesserungsvorschläge:
- Klar definierte Ansprechpartner für jeden Kundenfall.
- Gemeinsame Datenplattform für alle Beteiligten (Kunde, SENEC, Installateur).
- Interne Schnittstellenprüfung, um Informationslücken zu schließen.
Fazit
Die Kundenerfahrungen sprechen von systemischer Überforderung, mangelhafter Qualitätssicherung und fehlender Kommunikation. Ein Reputationsverlust ist bereits deutlich erkennbar.
Empfehlung an SENEC: Die gesamte Servicekette vom Verkauf über Technik bis zur Nachbetreuung muss restrukturiert, digitalisiert und professionell besetzt werden. Kundenbindung kann nur durch Vertrauen und Leistung wiederhergestellt werden – reine PR-Antworten reichen dafür nicht mehr aus.
Kommentar hinterlassen