24. Februar 2017

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AMVAC-Aktien: Vermittler kassierten bis zu 60 Prozent-auch in Deutschland?

Das wird sicherlich im Rahmen der Aufarbeitung der Verluste im V+ Plus 4 Fonds zu klären sein. Diese Aktien wurden übrigens zu einem Zeitpunkt an Anleger verkauft, an dem die Vermittler schon hätten wissen können, dass da irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ging es hier so manchem Vermittler nur darum, Geld zu verdienen, nicht um seriöse Kundenberatung? Es ist aber auch denkbar, dass so mancher Vermittler gar nicht wusste, was er dort verkaufte und im festen Glauben war, dass sich das Geschäft mit der AMVAC rentiert. Interessant ist hierzu auch ein Artikel auf einer Schweizer Verbraucherplattform:

Amvac-Aktien: Vermittler kassierten 60 Prozent

K-Geld 04/2016 vom von Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp

Der Konkurs des Pharma-Unternehmens Amvac beschert den Aktionären Millionenverluste. Dafür haben Aktienverkäufer profitiert: Sie kassierten Millionen an Vermittlungsprovisionen – auf Kosten der Kleinanleger.

Christian Walliker und Artan Qelaj mit ihren Firmen Global Equity Associates AG und Salfried AG: So heissen die grossen Profiteure der Amvac-Pleite. Jahrelang haben sie am Telefon Aktien des Zuger Pharmaunternehmens Amvac vermittelt und dafür Millionen an Provisionen verdient. Jetzt ist Amvac konkurs, rund 1500 An­leger verlieren zusammen Millionen (K-Geld 2/16 und 3/16).

K-Geld hatte Einblick in aussagekräftige Unterlagen. Sie be­legen: Von 2012 bis Anfang 2015 vermittelten Walliker und Qelaj Aktien aus dem Privatbesitz der damaligen Amvac-Geschäftsfüh­rerin Melinda Karpati an ihre ­Opfer – und zwar meistens zum Preis von Fr. 3.50. Davon erhielt Karpati selbst nur gerade Fr. 1.20 bis Fr. 1.40. Den Rest von 60 Prozent oder mehr kassierten die ­Vermittler.

So kamen Millionen für die Vermittler zusammen. Gemäss den Unterlagen nahmen Christian Walliker und seine Firma Global Equity Associates in Zürich im betreffenden Zeitraum rund 18 Millionen Franken ein. Artan Qelaj und seine Salfried (ebenfalls in Zürich) kassierten total 7,3 Millionen Franken.

https://www.ktipp.ch/artikel/d/amvac-aktien-vermittler-kassierten-60-prozent/

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