Manchmal schreibt das echte Leben die besseren Krimis: In Liechtenstein wurden in zwei Schließfächern mal eben 16 Millionen Euro „gefunden“. Ja, gefunden – als hätte jemand beim Frühjahrsputz hinterm Sofa nachgeschaut.
Der Inhalt kann sich sehen lassen: Rund 14 Millionen in Goldbarren (klassisch, stilvoll, schwer zu übersehen) und der Rest fein säuberlich in Dollar und Franken gestapelt. Kleingeld war wohl gerade aus.
Die Spur führt zur Ingbe-Stiftung – benannt nach Benkos Mutter. Das Geld stammt zwar ursprünglich von Signa-Gründer René Benko, gehört aber angeblich… na ja, irgendwie doch nicht ihm. Sagt zumindest sein Anwalt. Begünstigt sind nämlich Familienmitglieder. Praktisch.
Jetzt wird gestritten, wem der Schatz wirklich gehört. Die Justiz in Liechtenstein darf entscheiden, ob das Ganze eher „Familiensilber“ oder doch Insolvenzmasse ist. Der Tresor wurde schon mal vorsorglich geöffnet – man wollte ja sicher gehen, dass das Gold noch glänzt.
Besonders spannend: Zwischen 2017 und 2023 sollen rund 100 Millionen Euro aus dem Signa-Imperium in diese Stiftung geflossen sein. Ein bisschen hierhin verschoben, ein bisschen dahin investiert – wie ein gut geöltes Finanz-Tetris.
Fazit: Während andere ihre Münzen im Sparschwein sammeln, lagern manche einfach Millionen im Schließfach. Man weiß ja nie, wann man sie braucht.
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