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Air Canada nimmt Flugbetrieb nach Einigung mit Flugbegleiter-Gewerkschaft wieder auf

StuBaileyPhoto (CC0), Pixabay
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Nach fast vier Tagen Stillstand hat Air Canada den Flugbetrieb wieder aufgenommen. Vorausgegangen war ein Tarifkonflikt zwischen der Fluggesellschaft und den rund 10.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern, die seit Samstag die Arbeit niedergelegt hatten.

Am Dienstag erzielten die Gewerkschaft CUPE (Canadian Union of Public Employees) und die Airline eine vorläufige Einigung, die sowohl von der Gewerkschaft als auch vom Unternehmen bestätigt wurde. Erste Flüge starteten bereits am Dienstagabend, dennoch rechnet Air Canada damit, dass es einige Tage dauern wird, bis der Flugbetrieb wieder vollständig normalisiert ist, da Flugzeuge und Besatzungen vielerorts nicht an den vorgesehenen Standorten sind.

„Unbezahlte Arbeit ist vorbei“
Die Gewerkschaft sprach von einem „historischen Kampf“ für die Branche und betonte, dass das Ergebnis einen „transformativen Wandel“ für die Arbeitsbedingungen darstelle. Besonders kritisiert hatten die Flugbegleiter zuvor, dass viele Stunden – etwa beim Boarding oder beim Warten am Flughafen – nicht vergütet wurden.

Nach Informationen des kanadischen Senders CBC News sieht der Entwurf des Vertrags sofortige Gehaltserhöhungen zwischen 8 und 12 Prozent vor. Zudem sollen Flugbegleiter künftig mindestens eine Stunde Bodenzeit vor jedem Flug bezahlt bekommen, zunächst mit 50 % des regulären Stundenlohns, der sich jährlich um weitere 5 % erhöhen soll.

Streit um Rechtmäßigkeit des Streiks
Der Konflikt hatte sich am Montag zugespitzt, als die kanadische Arbeitsaufsichtsbehörde den Streik als „rechtswidrig“ einstufte und eine Rückkehr zur Arbeit anordnete. CUPE lehnte dies ab und warf der Regierung vor, „dem Druck der Konzerne“ nachzugeben. Daraufhin schaltete sich die Arbeitsministerin Patty Hajdu ein und forderte beide Seiten auf, erneut an den Verhandlungstisch zu gehen. Außerdem kündigte sie eine Untersuchung zu den Vorwürfen unbezahlter Arbeitszeit im Luftfahrtsektor an.

Politische Reaktionen
Kanadas Premierminister Mark Carney begrüßte die Einigung und erklärte, er sei erleichtert, dass die Einigung eine faire Bezahlung der Flugbegleiter ermögliche und zugleich die Störungen für Hunderttausende von Reisenden beende.

Betroffene Passagiere
Laut Air Canada waren während des Streiks über 500.000 Passagiere betroffen. Die Airline, Kanadas größte Fluggesellschaft, betreibt täglich rund 700 Flüge im In- und Ausland.

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