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ABC News trennt sich von Terry Moran nach umstrittenem Social-Media-Post über Stephen Miller

PaliGraficas (CC0), Pixabay
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Der US-Sender ABC News hat sich von dem langjährigen Journalisten Terry Moran getrennt, nachdem dieser in einem Social-Media-Beitrag den ehemaligen Trump-Berater Stephen Miller sowie den Ex-Präsidenten selbst scharf kritisiert hatte. Die Trennung erfolgt nur wenige Tage nach Morans vorläufiger Suspendierung.

In einer offiziellen Stellungnahme vom 10. Juni erklärte der Sender:

„Wir sind am Ende unseres Vertrags mit Terry Moran angekommen und haben beschlossen, diesen aufgrund seines kürzlichen Posts – der klar gegen unsere redaktionellen Richtlinien verstößt – nicht zu verlängern.“

ABC News betonte, dass man alle Reporter an die höchsten Standards in Bezug auf Objektivität, Fairness und Professionalität binde.

Kritik auf X: „Er nährt sich von Hass“

In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf X (ehemals Twitter) schrieb Moran am 8. Juni über Stephen Miller, den ehemaligen stellvertretenden Stabschef für politische Angelegenheiten unter Donald Trump:

„Er ist ein Weltklasse-Hasser. Man sieht es ihm an. Sein Hass ist seine geistige Nahrung. Er frisst ihn.“

Über Trump selbst schrieb Moran:

„Auch er ist ein Weltklasse-Hasser – aber sein Hass ist nur Mittel zum Zweck: zur eigenen Verherrlichung. Das ist seine geistige Nahrung.“

Die Wortwahl stieß auf scharfe Kritik seitens des Weißen Hauses. Pressesprecherin Karoline Leavitt bezeichnete die Aussagen als „verstörend und inakzeptabel“ und teilte mit, dass man ABC kontaktiert habe, um zu erfahren, wie der Sender „Terry zur Rechenschaft ziehen“ wolle.

Auch US-Vizepräsident J.D. Vance äußerte sich empört und sprach von einer „absolut abscheulichen Verleumdung“ gegenüber Miller.

Ein Veteran des politischen Journalismus

Der 65-jährige Terry Moran arbeitete seit 1997 bei ABC News. Er war unter anderem Co-Moderator der Sendung „Nightline“ und berichtete über acht US-Präsidentschaftswahlkämpfe. Noch im April führte er ein Interview mit Donald Trump zu dessen politischen Plänen für eine mögliche zweite Amtszeit.

Der Fall wirft Fragen zur Balance zwischen Meinungsfreiheit und journalistischer Objektivität auf – insbesondere in einem politischen Klima, in dem Aussagen von Medienvertretern zunehmend unter öffentlicher und politischer Beobachtung stehen.

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