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US-Justizministerium nimmt tausende Epstein-Dokumente vorübergehend offline

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Das US-Justizministerium hat Medienberichten zufolge zehntausende Dokumente aus den veröffentlichten Epstein-Akten vorübergehend aus dem Internet entfernt. Analysen der Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) sowie des Senders CBS News zufolge wurden bis Ende Februar mehr als 47.000 Dateien von der öffentlich zugänglichen Plattform zumindest zeitweise offline genommen.

Eine Sprecherin des Justizministeriums, Natalie Baldassarre, erklärte gegenüber CBS News, es seien keine Dokumente gelöscht worden. Die Unterlagen aus den Ermittlungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seien lediglich zur erneuten Überprüfung vorübergehend aus der Datenbank entfernt worden.

Dem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge wurden 47.635 Dateien aus diesem Grund offline genommen. Nach Angaben des Ministeriums sollen die Dokumente bis Ende der Woche wieder verfügbar sein.

Auch Unterlagen mit Bezug zu Donald Trump betroffen

Laut „Wall Street Journal“ betreffen einige der derzeit nicht zugänglichen Dokumente FBI-Vermerke zu einer Befragung aus dem Jahr 2019. Darin hatte eine Frau ausgesagt, sie sei in den 1980er-Jahren als Minderjährige von Jeffrey Epstein missbraucht worden. In diesem Zusammenhang habe sie auch Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen den späteren US-Präsidenten Donald Trump erhoben.

Zwar wurden eine Zusammenfassung der Aussagen sowie ein erstes FBI-Vernehmungsprotokoll veröffentlicht. Drei weitere Berichte, in denen ebenfalls über Trump gesprochen worden sein soll, sind laut „WSJ“ derzeit jedoch nicht öffentlich zugänglich. Eine konkrete Begründung für die Entfernung dieser Dokumente nannte das Justizministerium bislang nicht.

US-Handelsminister bereit zur Aussage

Unterdessen hat sich US-Handelsminister Howard Lutnick bereit erklärt, vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Epstein-Skandal auszusagen.

Nach Angaben des republikanischen Ausschussvorsitzenden James Comer habe Lutnick „proaktiv“ und „freiwillig“ einer Befragung zugestimmt. Ein Termin für die Anhörung wurde bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Anfang Februar hatte Lutnick öffentlich eingeräumt, Epsteins Privatinsel besucht zu haben. Auf der Insel sollen über Jahre hinweg zahlreiche Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht worden sein.

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