Szene: Samstagvormittag. Ronny und Klaus sitzen mit Bockwurst und Senf am Stehtisch vor’m Baumarkt. Im Hintergrund bimmelt der Einkaufswagen, irgendwo läuft Radio mit Wetterbericht.
Ronny (schmatzt):
„Du Klaus, haste das mit diesem Christoph Gröner gelesen? Der Immobilienfuzzi, der immer so getan hat, als würd er Berlin im Alleingang bauen? Der steckt jetzt bis zum Bauhelm in der Pleite!“
Klaus (nippt am Kaffeebecher):
„Na sowas! Der Typ, der bei Lanz immer rumposaunt hat, wie geil er ist und dass er allen zeigt, wie man richtig baut. Jetzt hat er sich offenbar selber eingebaut – in seine eigene Firmenruine!“
Ronny:
„Du, ich hab gelesen: Da fehlen mal locker 643 Millionen Euro. Erst waren sie da, dann – zack – warens nur noch 3,50 Euro und ein Parkschein. Wie bei meinem Sparkonto nach’m letzten Baumarktausflug!“
Klaus:
„Haha! Ja, und dann diese ominöse Umstrukturierung. Hat er gesagt: War alles legal, wir haben das nur umsortiert. Klar – und mein alter Dackel ist heimlich Steuerberater!“
Ronny (lehnt sich vor):
„Aber mal ehrlich: Da wurde richtig geschoben, angeblich 30 Millionen in die Familienkasse. Ich geb meiner Frau 20 Euro Haushaltsgeld – und das rechnet die mir nach, als wär sie die BaFin persönlich!“
Klaus:
„Und der sagt jetzt: War alles transparent! Na logisch. So transparent wie ein Bunker aus Beton. Wenn das transparent is, dann mach ich ab morgen meine Kontoauszüge mit Zitronensaft!“
Ronny (schlägt die Zeitung auf):
„Guck mal hier: Der Insolvenzverwalter hat gesagt, das mit der Bilanz sei nicht repräsentativ. Also wenn ich meinem Chef ’ne Rechnung schick und sag: Die is nicht repräsentativ, dann krieg ich höchstens repräsentativ die Kündigung!“
Klaus (grinst):
„Wahrscheinlich hatte der seine Bilanzen in Word gemacht und vergessen, die Zahlen in Excel zu übertragen. Ich sag’s dir, der ganze Laden war mehr Schein als Sein. So wie diese LED-Kerzen – sehen hell aus, taugen aber nix!“
Ronny:
„Aber was sagt der Gröner? Ich bin unschuldig! Alles sauber! Na klar. Und ich hab letzte Woche Lotto gewonnen und sag’s nur keinem, weil ich nicht angeben will.“
Klaus:
„Und dann kommt noch die Sprecherin von ihm und pöbelt gegen den Insolvenzverwalter. Als wär der Schuld, dass plötzlich keiner mehr weiß, wo die Millionen sind. Weißte, Ronny, wenn ich was verliere, dann is das mein Zollstock. Aber keine halbe Milliarde!“
Ronny:
„Vielleicht hat der die Millionen einfach in eine dieser Musterwohnungen reingesteckt. In so ’ne Luxusküche mit Gold-Wasserhahn und Weinkühlschrank für 30.000 Euro. Und dann vergessen, wo er sie hingestellt hat.“
Klaus (lacht):
„Oder alles in NFTs investiert – Notwendige Finanz-Tricks!“
Ronny:
„Die Moral von der Geschicht’: Auch der dickste Bauherr sitzt am Ende auf’m Schutthaufen, wenn er nur Fassade gebaut hat.“
Klaus:
„Amen. Und ich sag dir noch was: Wenn der sich irgendwann als Gärtner bewirbt, dann will ich sehen, wie er ohne Millionen mal ’n echten Spaten in die Hand nimmt!“
🎙️ Abmoderation vom Radio im Hintergrund:
„Und nach der nächsten Werbepause gibt’s die besten Tipps, wie Sie Ihr Gartenhaus rechtssicher umstrukturieren, ohne dass 30 Millionen verschwinden. Bleiben Sie dran!“
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