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2. Bundesliga: Der komplette Vereinsreport der letzten 24 Stunden

stux (CC0), Pixabay
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Während Hertha BSC und der 1. FC Nürnberg sportlich vorneweg marschieren, kommt die spektakulärste Nachricht der vergangenen 24 Stunden aus Hannover. Dort ist die Geduld mit dem Trainer bereits nach fünf Spieltagen aufgebraucht.

Hannover 96: Christian Titz muss gehen – Wagner wird gehandelt

Das ist die große Nachricht des Tages.

Hannover 96 hat Cheftrainer Christian Titz offiziell freigestellt. Auch Co-Trainer André Kilian muss gehen.

Der Klub begründet die Entscheidung mit einer umfassenden Analyse der Entwicklung seit der Vorbereitung. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison sollte eigentlich der nächste Schritt folgen. Stattdessen stehen nach fünf Spielen lediglich vier Punkte und Tabellenplatz 15 zu Buche.

Die 1:2-Niederlage in Nürnberg war schließlich zu viel.

Noch spannender ist die Nachfolgerfrage.

Nach Medienberichten verhandelt Hannover bereits mit Sandro Wagner. Eine Verpflichtung war in der Nacht zum Dienstag allerdings noch nicht offiziell bestätigt. Für das kommende Spiel gegen Bochum kündigte der Klub zunächst eine Interimslösung an.

Für Hannover wird damit aus einem schwachen Saisonstart bereits nach fünf Spieltagen eine handfeste Strukturkrise.

Hertha BSC: Fünf Spiele, fünf Siege – Berlin schaut plötzlich nach oben

Bei Hertha gibt es innerhalb des strengen 24-Stunden-Fensters keine neue Personalentscheidung.

Und vielleicht ist genau das momentan die beste Nachricht.

Der Hauptstadtklub steht nach fünf Spieltagen mit der maximalen Ausbeute von 15 Punkten auf Rang eins. Der 3:1-Erfolg in Osnabrück war bereits der fünfte Sieg nacheinander.

15 Tore hat Hertha bereits erzielt.

Damit hat sich die Stimmung in Berlin komplett gedreht:

Nicht mehr Krise, Chaos und Trainerdiskussionen bestimmen die Schlagzeilen – sondern die Frage, wie ernst man Hertha bereits als Aufstiegsfavoriten nehmen muss.

1. FC Nürnberg: Ungeschlagen und nur zwei Punkte hinter Hertha

Auch aus Nürnberg gab es innerhalb der vergangenen 24 Stunden keine neue große Personalnachricht.

Sportlich könnte die Lage kaum besser sein.

Vier Siege und ein Unentschieden bedeuten 13 Punkte und Rang zwei. Der FCN ist damit noch ungeschlagen und hat wie Hertha bereits 15 Tore erzielt.

Trainer Miroslav Klose hatte die zweite Hälfte beim jüngsten 2:1 gegen Hannover sogar als eine der besten Leistungen seiner bisherigen Nürnberger Amtszeit bezeichnet.

Aus dem vorsichtigen Optimismus wird langsam eine berechtigte Aufstiegshoffnung.

1. FC Heidenheim: Schon wieder mitten im Aufstiegskampf

Auch beim Bundesliga-Absteiger aus Heidenheim gab es am Montag keine neue große Vereinsmeldung.

Sportlich ist der Start aber bemerkenswert.

Vier Siege aus fünf Partien bedeuten zwölf Punkte und Tabellenplatz drei.

Der jüngste 1:0-Sieg gegen Holstein Kiel war bereits der dritte Erfolg in Serie.

Heidenheim macht damit genau das, was ein Absteiger tun muss, wenn er schnell wieder nach oben möchte:

Er sammelt Punkte, auch wenn nicht jedes Spiel spektakulär aussieht.

1. FC Magdeburg: Oben dran statt Übergangssaison

Beim FCM gab es in den letzten 24 Stunden ebenfalls keine neue einschneidende Personalentscheidung.

Nach dem klaren 3:0 gegen Kaiserslautern steht Magdeburg mit neun Punkten auf Rang vier.

Die Mannschaft hat damit nach fünf Spielen bereits zehn Tore erzielt.

Von einem gemütlichen Mittelfeldjahr kann derzeit keine Rede sein.

VfL Wolfsburg: Erste Niederlage wird aufgearbeitet

Wolfsburg veröffentlichte am Montag eine ausführliche Nachbetrachtung zum 0:1 auf St. Pauli.

Für den VfL war es die erste Ligapleite der Saison.

Besonders interessant war das Pflichtspieldebüt von Cleiton. Der Verteidiger begann nervös und sah früh Gelb, stabilisierte sich danach jedoch.

Mit acht Punkten liegt Wolfsburg weiterhin in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, doch der Verein selbst spricht davon, sich noch mitten in einem Entwicklungsprozess zu befinden.

Das dürfte intern durchaus als Warnung verstanden werden:

Der große Name allein steigt nicht auf.

1. FC Kaiserslautern: Nach Magdeburg muss eine Reaktion kommen

Beim FCK gab es am Montag keine neue Trainer- oder Personalentscheidung.

Sportlich wirkt das 0:3 in Magdeburg allerdings nach.

Kaiserslautern steht nach fünf Spielen bei acht Punkten und muss nun verhindern, dass aus einem einzelnen schlechten Spiel eine kleine Negativserie wird.

Als Nächstes wartet Eintracht Braunschweig.

Energie Cottbus: Aufsteiger etabliert sich schneller als erwartet

Für Energie gab es am Montag keine neue einschneidende Meldung bei der Profimannschaft.

Der Klub beschäftigte sich offiziell unter anderem mit den Ergebnissen seiner Nachwuchsteams.

Bei den Profis wirkt hingegen weiterhin der beeindruckende 3:0-Auswärtssieg in Karlsruhe nach.

Nach fünf Spielen steht der Aufsteiger bereits bei sieben Punkten.

Für einen Neuling ist das ein äußerst brauchbarer Start.

VfL Bochum: Pannewig fehlt gegen Hannover

Beim VfL gibt es eine konkrete neue personelle Konsequenz.

Mats Pannewig ist nach seiner Gelb-Roten Karte für ein Meisterschaftsspiel gesperrt und fehlt damit im nächsten Ligaspiel.

Bochum steht nach fünf Runden bei sieben Punkten.

Nach dem 1:1 gegen Fürth blieb der VfL zudem erneut ohne den erhofften Heimsieg.

Ausgerechnet beim kriselnden Hannover 96 bietet sich nun die Chance, das zu korrigieren.

Dass dort gerade der Trainer entlassen wurde, macht die Aufgabe allerdings nicht zwangsläufig leichter.

SV Darmstadt 98: Sieg gegen Bielefeld bringt Ruhe

In Darmstadt blieb es in den vergangenen 24 Stunden vergleichsweise still.

Der 2:1-Erfolg gegen Arminia Bielefeld hat zumindest dafür gesorgt, dass die Lilien mit einem positiven Gefühl in die neue Woche gehen konnten.

Eine neue größere Personalentscheidung wurde im Recherchezeitraum nicht bekannt.

Arminia Bielefeld: Niederlage, aber kein Krisenmodus

Auch bei der Arminia gab es am Montag keine größere neue Vereinsmeldung.

Die 1:2-Niederlage in Darmstadt war ärgerlich, aber nach fünf Spieltagen gibt es noch keinen Grund für grundsätzliche Panik.

Wichtiger wird sein, wie die Mannschaft auf den Rückschlag reagiert.

FC St. Pauli: Sieg gegen Wolfsburg sorgt für Auftrieb

Bei St. Pauli blieb es am Montag hinsichtlich Transfers, Trainerteam oder Verletzungen ruhig.

Sportlich war der späte 1:0-Erfolg gegen Wolfsburg allerdings wichtig.

Joel Fujita erzielte den entscheidenden Treffer und beendete damit zugleich eine persönliche Durststrecke. Der Sieg brachte St. Pauli wieder etwas näher an das obere Tabellendrittel.

Eintracht Braunschweig: Nach dem 2:2 bleibt vieles offen

Beim BTSV gab es innerhalb des 24-Stunden-Fensters keine große neue Personalentscheidung.

Das 2:2 gegen Dynamo Dresden zeigte erneut beide Seiten dieser Mannschaft:

Offensiv kann Braunschweig gefährlich werden.

Defensiv fehlt aber noch die notwendige Stabilität.

Der nächste Gegner Kaiserslautern dürfte bereits zeigen, wohin sich die Eintracht kurzfristig orientiert.

Dynamo Dresden: Emotionales Wochenende wirkt nach

Bei Dynamo gab es innerhalb des Zeitfensters keine neue große sportliche Entscheidung.

Das 2:2 in Braunschweig stand allerdings wegen eines Todesfalls im Zuschauerbereich unter besonderen Umständen.

Sportlich war es Dresdens erster Auswärtspunkt der Saison.

Nun richtet sich der Blick auf das kommende Heimspiel gegen Hertha BSC – und damit auf den derzeit vielleicht schwersten Gegner der Liga.

Holstein Kiel: Therkelsen gesperrt

Für Kiel gibt es eine neue personelle Konsequenz.

Jonas Therkelsen fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte für ein Meisterschaftsspiel.

Sportlich wartet Holstein nach fünf Spieltagen weiterhin auf den ersten Sieg.

Die Niederlage in Heidenheim verschärfte den Druck.

Gegen Osnabrück ist der erste Dreier deshalb beinahe schon Pflicht.

Karlsruher SC: 0:3 sitzt tief

Beim KSC gab es in den vergangenen 24 Stunden keine neue Trainerentscheidung.

Nach dem 0:3 gegen Aufsteiger Cottbus ist der sportliche Druck trotzdem deutlich gestiegen.

Am kommenden Wochenende wartet ausgerechnet der formstarke 1. FC Nürnberg.

Ein idealer Gegner sieht anders aus.

VfL Osnabrück: Ticketverkauf startet – sportlich wartet Kiel

Beim VfL begann am Montag die erste Verkaufsphase für das spätere Heimspiel gegen Dynamo Dresden. Mitglieder können zunächst bis zu zwei Karten erwerben.

Sportlich muss Osnabrück derweil das 1:3 gegen Tabellenführer Hertha abhaken.

Der nächste Gegner heißt Holstein Kiel.

Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die dringend Punkte gebrauchen können.

Greuther Fürth: Nach Bochum keine große neue Meldung

Bei der Spielvereinigung gab es im Recherchezeitraum keine relevante neue Personal- oder Vereinsentscheidung bei den Profis.

Das 1:1 in Bochum war zumindest ein Punktgewinn in einem schwierigen Auswärtsspiel.

Nun wartet Magdeburg.

Das Bild der 2. Liga nach diesem Montag

Sportlich führt derzeit kein Weg an Hertha BSC, Nürnberg und Heidenheim vorbei.

Doch die Nachricht des Tages kommt eindeutig aus Hannover.

Fünf Spieltage haben gereicht, um aus einem Aufstiegsaspiranten einen Klub mit Trainerwechsel zu machen.

Sollte Sandro Wagner tatsächlich übernehmen, hätte die 2. Bundesliga bereits sehr früh eine ihrer größten Geschichten dieser Saison.

Der Abstand zwischen Aufstiegsrausch und Krisensitzung ist in dieser Liga eben traditionell erstaunlich klein.

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