Am 4. Juli wurde das Prairieland Detention Center in Texas Ziel eines koordinierten Angriffs: Eine Gruppe von etwa zwölf Personen lockte Wachpersonal mit Feuerwerkskörpern aus dem Gebäude, woraufhin zwei Schützen aus einem Waldstück das Feuer eröffneten. Ein Polizist wurde schwer verletzt. Nur Tage später eröffnete ein Mann in McAllen, Texas, das Feuer auf ein Border-Patrol-Gebäude und verletzte einen Beamten, bevor er erschossen wurde.
Die Angriffe – offenbar nicht miteinander verbunden – verstärken die Sorge der Behörden angesichts eines massiven Anstiegs gewalttätiger Übergriffe gegen Beamte der Einwanderungsbehörden. Das Department of Homeland Security (DHS) meldet einen Anstieg der Angriffe um über 800 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Täter in Texas agierten hoch organisiert, mit Militärkleidung, Funkgeräten, Feuerwaffen und verschlüsselter Kommunikation.
Kritiker der ICE-Politik sehen einen Zusammenhang zwischen aggressiven Durchsuchungen, maskierten Agenten und dem Einsatz der Nationalgarde, was Angst und Spannungen schüre. Die Behörden befürchten indes eine Eskalation politisch motivierter Gewalt und sprechen von einer neuen Dimension der Bedrohungslage.
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