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Zurück in die Zukunft: Trump „rettet“ Amerika – mit Spritfressern

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Es war ein großer Tag für Motoren, die klingen wie startende Düsenjets und tanken wie durstige Kamele: Donald Trump hat am Montag feierlich verkündet, dass die „lästigen“ Spritverbrauchsstandards der Biden-Regierung nun Geschichte sind.

„Amerikaner lieben große Autos, große Pommes und große Freiheit“, sagte Trump bei der Zeremonie im Weißen Haus, während er demonstrativ in einem Tesla saß – allerdings nur, um den Rückwärtsgang zu suchen.

Mit seiner Unterschrift schickt Trump die sogenannten CAFE-Standards (Corporate Average Fuel Economy) zurück in die 70er – nicht das Jahrzehnt, sondern den Tankstellenpreis. „Wir haben heute 109 Milliarden Dollar gespart – an Umweltauflagen!“, jubelte Trump. Der Umstand, dass diese 109 Milliarden größtenteils an Ölkonzerne fließen werden, wurde höflich überfahren.

Freiheit heißt: 12 Meilen pro Gallone

Die Entscheidung bedeutet, dass Autos in den USA künftig wieder saufen dürfen wie früher – und das ganz legal. Statt Biden’s Ziel von 50,4 Meilen pro Gallone bis 2031 sollen es jetzt einfach „so viel wie möglich“ werden – was laut Insidern irgendwo zwischen Dodge Ram und Flugzeugträger liegt.

„Die Vorschriften waren lächerlich“, erklärte Trump. „Wie soll ein echter Amerikaner mit einem Auto fahren, das klingt wie ein Rasenmäher?“ Die Biden-Vorgaben hätten den Preis für Neuwagen um bis zu 1.000 Dollar erhöht, so der Ex-Präsident. Dass der durchschnittliche Pick-up-Truck schon heute mehr kostet als ein Kleinflugzeug, ließ er unbeantwortet.

Autobosse applaudieren – Umwelt weint leise

Bei der Verkündung mit dabei: die Bosse von Ford, GM und Stellantis, die vor Freude fast den Blinker benutzten. „Endlich wieder Markt statt Moral“, sagte Ford-Chef Jim Farley und rollte demonstrativ mit einem V8 ins Oval Office.

GM-Chefin Mary Barra erklärte, man habe unter Biden fast die Produktion einstellen müssen – nicht wegen zu wenig Nachfrage, sondern wegen zu viel Regulierung. „Wir können nicht 35% Elektroautos bauen, wenn 70% der Kunden lieber einen Panzer mit Bluetooth wollen.“

Kritik? Nur von Menschen mit Lungen

Wenig begeistert zeigten sich Umweltverbände, Wissenschaftler, Ärzte – und alle mit Atemwegen. „Diese Entscheidung fährt den Fortschritt direkt gegen die Wand“, erklärte Darien Davis von der League of Conservation Voters. „Und zwar mit quietschenden Reifen und laufender Klimaanlage.“

Doch Trump bleibt gelassen: „Wir retten die amerikanische Autoindustrie – und wenn das bedeutet, dass die Polkappen ein bisschen schneller schmelzen, dann haben wir eben mehr Meerblick. Win-win.“

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