Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf den Bahamas sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich nach Angaben eines örtlichen Musikerverbands auch mehrere Mitglieder der bahamaischen Musik- und Unterhaltungsszene.
Die Cessna 402 war am Freitag, dem 10. Juli, kurz nach 13.00 Uhr Ortszeit vom Lynden Pindling International Airport in Nassau gestartet. Ziel war der Flughafen San Andros auf der Insel Andros.
Nach Angaben der bahamaischen Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIA geriet die Maschine kurz vor der Landung in Schwierigkeiten und stürzte in ein Buschgebiet im Norden der Insel. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen C6-FLX wurde von der Fluggesellschaft Flamingo Air betrieben.
Der Absturz ereignete sich am Unabhängigkeitstag der Bahamas.
Zunächst ein Überlebender gemeldet
Die Behörden hatten anfangs von sieben Todesopfern berichtet. Später erklärte Premierminister Philip Brave Davis, dass sich insgesamt zehn Menschen an Bord befunden hätten und zunächst eine Person überlebt habe.
Nach Angaben von Polizeikommissarin Shanta Knowles erlag der zunächst gerettete Passagier später seinen Verletzungen. Damit kamen alle zehn Insassen ums Leben.
Die Identitäten der Opfer wurden zunächst nicht offiziell veröffentlicht.
Der Verband Bahamas Musicians and Entertainers Union teilte mit, unter den Getöteten seien Mitglieder der Gruppe The Pond Band sowie ein DJ. Die Künstler hätten mit ihrer Arbeit einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen Leben des Inselstaats geleistet.
Absturzursache noch ungeklärt
Polizei, Flughafenbehörden und Rettungskräfte waren am Unfallort im Einsatz. Die genaue Ursache des Absturzes wird von der Flugunfalluntersuchungsbehörde geprüft.
Premierminister Davis sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus und bat darum, deren Privatsphäre während der Ermittlungen zu respektieren.
Am selben Tag kam es zu einem weiteren Zwischenfall mit einem Flugzeug von Flamingo Air. Eine Maschine auf dem Weg zur Insel Mayaguana kehrte nach einer Meldung des Piloten nach Nassau zurück. Nachdem das Flugzeug sicher gelandet war und alle Passagiere ausgestiegen waren, geriet es in Brand. Verletzt wurde niemand.
Die bahamaische Zivilluftfahrtbehörde setzte das Luftverkehrsbetreiberzeugnis von Flamingo Air vorsorglich vorübergehend aus. Die Maßnahme soll während der laufenden Untersuchungen gelten.
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