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„Wir sinken immer tiefer“: Iraner fürchten Angriffe auf Infrastruktur vor Trumps Ultimatum

phoenix64 (CC0), Pixabay
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Angesichts eines neuen Ultimatums von US-Präsident Donald Trump wächst in Iran die Angst vor weiteren schweren Angriffen auf die zivile Infrastruktur. Trump drohte damit, Kraftwerke und Brücken zu zerstören, falls Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet. In einem drastisch formulierten Beitrag in sozialen Medien kündigte er an, der Dienstag werde für Iran zum „Tag der Kraftwerke und Brücken“.

Während iranische Regierungsvertreter die Drohung als Ausdruck von „Verzweiflung und Wut“ abtun, berichten viele Menschen im Land von wachsender Panik, Resignation und Existenzangst. Wegen des seit mehr als fünf Wochen andauernden staatlich verordneten Internetausfalls ist es äußerst schwierig, mit Betroffenen zu sprechen. Dennoch konnte die BBC mit mehreren Iranern Kontakt aufnehmen – alle kritisch gegenüber dem Regime, aber ebenso besorgt über die Folgen weiterer Angriffe.

„Es fühlt sich an, als würden wir immer tiefer in einen Sumpf sinken“, sagt Kasra aus Teheran. Er fürchtet, dass seine Familie bald ohne Strom, Wasser und Versorgung dastehen könnte. Auch Mina berichtet, ihre Mutter fülle inzwischen jede verfügbare Flasche mit Wasser, aus Sorge vor einem Ausfall der Versorgung.

Einige Iraner hatten die bisherigen US-israelischen Angriffe zunächst als möglichen Schlag gegen das Regime begrüßt. Doch mögliche Attacken auf Energieanlagen gelten für viele inzwischen als rote Linie. „Ein Angriff auf ein Kraftwerk lähmt das ganze Land“, sagt Arman aus Karadsch. Er lebt in der Nähe eines großen Kraftwerks und befürchtet „nichts als Elend“, sollte es getroffen werden.

Neben der Angst vor Zerstörung wächst auch die Sorge um die Wirtschaft. Baustellen stehen still, kleinere Firmen entlassen bereits Mitarbeiter. Jamshid, der in Teheran ein Restaurant betreibt, sagt, er könne sein Geschäft höchstens noch ein bis zwei Monate halten. Die Miete liege bei umgerechnet rund 1.270 Dollar pro Monat – ein enormer Betrag in einem Land, in dem das durchschnittliche Monatseinkommen oft nur zwischen 200 und 300 Dollar liegt.

Auch die psychische Belastung nimmt spürbar zu. Viele zahlen hohe Summen für eingeschränkten Internetzugang über Starlink, obwohl dessen Nutzung strafbar ist. „Ich habe heute schon drei Nervenzusammenbrüche gehabt“, sagt Marjan aus Teheran.

Fazit: Die Stimmen aus Iran zeigen, dass der Krieg längst nicht nur militärisch geführt wird – sondern zunehmend den Alltag, die Versorgung und die seelische Stabilität der Zivilbevölkerung zerstört.

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