Na bitte, die politische Lovestory, auf die Deutschland nicht gewartet hat, nimmt Fahrt auf: Tino „Wir ändern das Land – oder die Realität“ Chrupalla will jetzt ernsthaft auf Kuschelkurs mit Sahra „Ich bin keine Linke, ich bin Wagenknecht“ gehen. Ganz nach dem Motto: Wenn schon keine Macht, dann wenigstens Mehrheiten im Meinungsnebel.
Offiziell sei zwar nichts bestätigt, aber Chrupalla zwinkert schon heftig in Richtung BSW – als hätte er sich gerade auf Parship verliebt. „Immer“, sagt er, wären Weidel und er für Gespräche mit Wagenknecht bereit. Na, dann hoffen wir, dass sie vorher wenigstens das Grundgesetz lesen – vielleicht wird’s ja noch romantisch beim Thema „Demokratie und Menschenwürde“.
Thüringer Trialog der Bedenkenträger
Besonders charmant: In Thüringen hat BSW-Mann Frank Augsten sich auf ein „offenes Gespräch“ mit Björn „Flügel rechts außen“ Höcke eingelassen – also mit einem Mann, den der Verfassungsschutz nicht nur beobachtet, sondern vermutlich schon auf Kurzwahl hat.
Aber hey – konstruktiv und offen war das Gespräch! Wahrscheinlich so offen, dass man am Ende fast vergessen hätte, wer hier wem demokratiefeindliche Tendenzen unterstellt. Höcke beteuert sogar, dass die AfD keinesfalls will, dass der Staat zusammenbricht. Klar – sie will ihn ja nur „komplett neu denken“. Was soll schon schiefgehen.
Wagenknecht schweigt charmant
Und Sahra? Hüllt sich in taktisches Schweigen. Aber mit 4,981 % ist man offenbar schon fast Bundeskanzlerin, wenn man die richtigen Gesprächspartner hat – oder wenigstens Leute, die gerne von sich glauben, sie seien das Volk in Person. Immerhin: Die AfD jubelt, weil das BSW immerhin auch mal „mit ihnen stimmen könnte“. Spoiler: Das nennt man sonst Zufall. Oder Parlamentsbetrieb.
Fazit in einem Satz:
Wenn Chrupalla und Wagenknecht sich treffen, ist das wie ein politisches Speed-Dating auf einem AfD-Stammtisch: Man spricht über „das, was Deutschland bewegt“ – leider meistens rückwärts.
Kommentar hinterlassen