Manchmal liest man Zahlen, bei denen man sich unweigerlich fragt, ob die Gewerkschaften eigentlich schon davon gehört haben. Denn sollte die IG Metall diese Summe entdecken, dürfte es wohl nicht lange dauern, bis die ersten Transparentdrucker heiß laufen und irgendwo zwischen Stuttgart und Wolfsburg die ersten Trillerpfeifen getestet werden.
Die Rede ist von einem Gesamtvolumen von rund sieben Milliarden Euro. Eine Zahl, bei der vermutlich selbst hartgesottene Tarifexperten kurz innehalten, den Taschenrechner zücken – und dann sehr schnell zu dem Schluss kommen: „Da ist doch noch Luft nach oben für die Beschäftigten!“
Man stelle sich nur die Szene vor:
Ein Funktionär der IG Metall sitzt am Schreibtisch, liest die Zahl 7.000.000.000 Euro, lehnt sich zurück, nippt an seinem Kaffee und ruft anschließend durch den Flur:
„Kollegen, ich glaube wir müssen reden…“
Denn aus gewerkschaftlicher Perspektive ist die Rechnung meist recht einfach. Wenn irgendwo Milliarden im Spiel sind, dann stellt sich automatisch die Frage: Wie viel davon landet eigentlich bei den Mitarbeitern?
Und spätestens an diesem Punkt beginnt das klassische Ritual der deutschen Tarifpolitik:
Erst die Pressemitteilung.
Dann die Forderung nach einer „angemessenen Beteiligung der Beschäftigten“.
Danach die ersten Warnstreiks.
Und wenn es besonders gut läuft: ein paar tausend Menschen mit Fahnen vor Werkstoren.
Natürlich ist das Ganze überspitzt gesagt. Aber bei Summen im Milliardenbereich dürfte man sich zumindest vorstellen können, dass irgendwo in den Gewerkschaftszentralen schon einmal vorsichtig über mögliche Forderungen nachgedacht wird.
Denn eines ist sicher:
Wenn Arbeitnehmer hören, dass irgendwo 7 Milliarden Euro im Raum stehen, dann entsteht schnell das Gefühl, dass vielleicht auch ein paar zusätzliche Euros auf der nächsten Gehaltsabrechnung nicht völlig abwegig wären.
Ob daraus wirklich Tarifverhandlungen oder gar Demonstrationen werden? Das bleibt abzuwarten.
Aber eines kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen:
Sollte die IG Metall diese Zahl entdecken, dürfte sie zumindest kurz darüber nachdenken, ob man darüber nicht einmal ganz unverbindlich sprechen sollte.
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