Startseite Allgemeines Warner Bros. Discovery lehnt Übernahmeangebot von Paramount ab – Machtkampf in Hollywood spitzt sich zu
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Warner Bros. Discovery lehnt Übernahmeangebot von Paramount ab – Machtkampf in Hollywood spitzt sich zu

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der Bieterkrieg um Warner Bros. Discovery (WBD) geht in die nächste Runde: Das Medienunternehmen hat das feindliche Übernahmeangebot von Paramount Global offiziell zurückgewiesen und als „illusorisch“ bezeichnet. Stattdessen hält WBD an einem bereits geplanten Verkauf großer Unternehmensteile an Netflix fest – dieser Deal sei für Aktionäre deutlich vorteilhafter.

In einem Schreiben an die Anteilseigner erklärte der WBD-Vorstand am Mittwoch, dass das Paramount-Angebot „unzureichenden Wert bietet und erhebliche Risiken und Kosten“ verursache.

Aktionäre entscheiden – einige sind für Paramount

Trotz dieser klaren Position des Vorstands liegt die Entscheidung letztlich bei den Aktionären. Einige von ihnen haben bereits signalisiert, dass sie dem Rat der Unternehmensführung nicht folgen und bereit sind, ihre Aktien für 30 US-Dollar pro Stück an Paramount zu verkaufen.

Paramount seinerseits behauptet, sein Angebot sei sowohl finanziell attraktiver als auch verlässlicher als der geplante Netflix-Deal. WBD hingegen äußert Zweifel an der Finanzkraft und Unabhängigkeit des Paramount-Angebots.

Finanziert durch den Nahen Osten – politische Bedenken

Ein großer Teil des Übernahmeangebots von Paramount soll durch royale Investoren aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi finanziert werden. Dies ruft zunehmend Kritik hervor – nicht nur bei WBD selbst, sondern auch in der amerikanischen Politik. In einem offenen Brief warnten Kongressabgeordnete vor möglichen nationalen Sicherheitsrisiken, da „eine der größten US-Mediengruppen unter den Einfluss ausländischer Geldgeber geraten“ könne.

Paramount versichert zwar, dass die Investoren keine Stimmrechte oder Mitspracherechte erhalten würden – doch das wirft wiederum die Frage auf, warum diese Milliarden investieren, wenn sie keinerlei Kontrolle erwarten dürfen.

Rückzug von Jared Kushner als Geldgeber

Am Dienstag zog sich zudem ein weiterer prominenter Finanzierungspartner zurück: Affinity Partners, der Private-Equity-Fonds von Jared Kushner, stieg offiziell aus dem Bieterprozess aus. Affinity, das erhebliche Investitionen aus dem saudischen Staatsfonds verwaltet, begründete den Rückzug mit der „starken Konkurrenz“ um das US-Medienvermögen.

Trotzdem betonte Affinity in seiner Erklärung, man halte das Angebot von Paramount weiterhin für strategisch sinnvoll.

Netflix bleibt im Spiel – Deal mit Warner Studios geplant

Parallel dazu treibt Netflix seine eigene Transaktion mit Warner Bros. Discovery voran. Der Streaming-Gigant plant die Übernahme des Warner-Filmstudios, HBO Max und weiterer Premium-Marken. In einer internen E-Mail an Mitarbeiter zeigten sich die Co-CEOs Greg Peters und Ted Sarandos zuversichtlich:

„Wir haben einen soliden Deal, der gut für unsere Aktionäre, für Konsumenten und für die Branche ist. Wir sind überzeugt, dass wir das Vorhaben erfolgreich abschließen werden.“

Geplant ist, dass WBD sich im Sommer 2026 in zwei börsennotierte Unternehmen aufspaltet:

  • Warner Bros., das von Netflix übernommen werden soll

  • Discovery Global, zu dem u.a. CNN gehört

Auch Donald Trump mischt sich ein

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgt Ex-Präsident Donald Trump, der sich vergangene Woche in die Debatte einmischte. Er erklärte, er wolle bei der regulatorischen Prüfung des Netflix-Deals beteiligt sein – und sprach sich offen für das Angebot von Paramount aus.

Seine Motivation? Eine Mischung aus medienpolitischen Interessen und persönlicher Abneigung gegen CNN:

„Die Leute, die CNN in den letzten Jahren geleitet haben, sind eine Schande. Ich finde, es ist zwingend notwendig, dass CNN verkauft wird“, so Trump.

Fazit: Ein Machtkampf mit vielen Fronten

Während Warner Bros. Discovery seinen Kurs auf Netflix hält, versucht Paramount mit fremdfinanzierter Übernahmestrategie und politischer Unterstützung zum Gegenschlag anzusetzen. Die Auseinandersetzung dürfte sich noch über Monate hinziehen – ob an der Börse, vor Gericht oder auf dem Capitol Hill.

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