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RGY23 (CC0), Pixabay
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Der US-Journalist Scott MacFarlane verlässt nach fünf Jahren den Fernsehsender CBS News. Der Reporter, der für seine Berichterstattung aus Washington und über Bundesgerichte bekannt wurde, gab seinen Abschied am Montag, dem 9. März, in einem Beitrag auf der Plattform X bekannt.

In einer Nachricht an seine Kolleginnen und Kollegen erklärte MacFarlane, dass seine Beiträge künftig nicht mehr bei CBS zu sehen sein werden. Die Entscheidung habe er selbst getroffen. Gleichzeitig bedankte er sich bei der Senderleitung für das Verständnis und bei seinem Team für die Zusammenarbeit. Die Zeit bei CBS habe er sehr geschätzt und sei stolz darauf gewesen, den Titel „CBS-Korrespondent“ getragen zu haben. Für seine berufliche Zukunft wolle er nun unabhängiger arbeiten und neue Plattformen finden, um seine journalistische Arbeit entsprechend seinen persönlichen Zielen fortzuführen.

MacFarlane kam 2021 zu CBS und machte sich schnell einen Namen, insbesondere durch seine Berichterstattung über den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 sowie über die politischen Entwicklungen rund um die Präsidentschaftswahl 2024 und den vereitelten Anschlag auf Donald Trump.

Sein Abschied fällt in eine Phase großer Veränderungen beim Sender. Auslöser dafür ist unter anderem die umstrittene Fusion des CBS-Mutterkonzerns Paramount mit Skydance Media im vergangenen Jahr. Seitdem befindet sich der Nachrichtensender in einer umfassenden Umstrukturierung.

Für Diskussionen sorgte bereits im Oktober die Entscheidung des neuen Paramount-Skydance-Chefs David Ellison, die Journalistin und Gründerin von „The Free Press“, Bari Weiss, zur Chefredakteurin zu ernennen. Kritiker bemängelten damals ihre geringe Erfahrung im klassischen Fernsehjournalismus.

Auch weitere Entscheidungen des Senders führten zu Kritik. So wurde im Dezember kurzfristig ein Beitrag der Sendung „60 Minutes“ über ein Mega-Gefängnis in El Salvador, in dem aus den USA abgeschobene Migranten untergebracht werden sollten, kurz vor der Ausstrahlung gestrichen. Beobachter vermuteten politische Gründe.

Zusätzlich sorgten Personalentscheidungen und inhaltliche Änderungen für Unruhe im Sender. Auch der Start von Tony Dokoupil als Moderator der „CBS Evening News“ verlief holprig und war von mehreren Pannen begleitet.

Bereits zuvor hatten prominente Journalisten den Sender verlassen, darunter Norah O’Donnell, die bis 2024 die Hauptnachrichten moderierte, sowie John Dickerson und Maurice DuBois, der mehr als 15 Jahre für CBS tätig war.

Vor diesem Hintergrund ist MacFarlanes Abschied ein weiterer Einschnitt für die traditionsreiche US-Nachrichtenorganisation, die sich derzeit mitten in einem tiefgreifenden Wandel befindet.

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