vPE WertpapierhandelsBank AG-wann wird die Gesamtbilanz endlich Positiv?

Von einer Institution, die den Namen „Bank“ in sich trägt, erwartet man bessere bilanzielle Ergebnisse. Schaut man sich die letzte im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz an, dann ist auch diese sicherlich stark verbesserungswürdig. Das wird man aber im Hause der vPE Werpapierhandelsbank sicherlich auch selber wissen. Übrigens hatte uns die vPE Wertpapierhandelsbank einen Rechtsanwalt „auf den Hals gehetzt“, wie der Volksmund so schön sagt, weil wir über das Gesamtbilanzergebnis angeblich „falsch“ berichtet hätten. Nun mal ehrlich, meine Herren, solch ein Schreiben von einem Rechtsanwalt verbessert doch Ihre Bilanz nicht im geringsten. Vielleicht sparen sie sich das Geld für einen Rechtsanwalt und investieren das in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter, dann könnte das auch mit einer besseren Gesamtbilanz vielleicht etwas werden. Auf einem guten Weg scheinen Sie ja zu sein.

vPE WertpapierhandelsBank AG

München

Jahresabschluss zum 31.12.2016

Jahresabschluss, Lagebericht und Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016

der vPE WertpapierhandelsBank AG München

Bilanz zum 31. Dezember 2016

vPE WertpapierhandelsBank AG München

AKTIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 92,88 515,78
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 673.731,79 585.802,81
b) andere Forderungen 114.895,73 788.627,52 11.723,94
3. Forderungen an Kunden 1.601.900,42 939.838,19
4. Treuhandvermögen 475.040,75 773.363,11
5. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 289,00
6. Sachanlagen 62.949,00 67.493,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 83.236,30 41.753,81
8. Rechnungsabgrenzungsposten 21.054,93 14.665,59
3.032.901,80 2.435.445,23

PASSIVA

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 801.146,84 346.452,53
2. Treuhandverbindlichkeiten 475.040,75 773.363,11
3. Sonstige Verbindlichkeiten 368.797,82 225.153,28
4. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 318.751,90 121.535,00
5. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 767.500,00 767.500,00
b) Kapitalrücklage 337.500,00 337.500,00
c) Gewinnrucklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 66.400,76 66.400,76
d) Bilanzverlust 102.236,27- 202.459,45-
1.069.164,49 968.941,31
3.032.901,80 2.435.445,23

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2016 bis 31.12.2016

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit – und Geldmarktgeschäften 0,00 212,62
2. Provisionserträge 9.520.417,17 8.735.034,23
3. Provisionsaufwendungen 3.598.323,14 5.922.094,03 5.154.390,19
4. Sonstige betriebliche Erträge 41.728,10 134.633,59
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.094.845,34 2.281.881,67
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 334.538,85 4.429.384,19 198.688,36
– darunter: für Altersversorgung EUR 367,66 (EUR 0,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.338.307,40 881.311,84
5.767.691,59- 3.361.881,87-
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 12.492,40 15.287,25
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 88.512,06 160.159,61
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 42.788,99
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 95.126,08 135.372,53
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.867,10- 29,95-
Übertrag 5.867,10 95.126,08 135.402,48
11. Sonstige Steuern 770,00 5.097,10- 0,00
12. Jahresüberschuss 100.223,18 135.402,48
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 202.459,45 337.861,93
14. Bilanzverlust 102.236,27 202.459,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

l Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zur Offenlegung

Die vPE WertpapierhandelsBank AG mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 123226, hat als Wertpapierhandelsbank und Kreditinstitut im Sinne des § 1 Abs. 3d Satz 3 KWG auf ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 grundsätzlich die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Nach §§ 340I Abs. 4 i.V.m. 325 Abs. 1 HGB besteht für die Gesellschaft die Verpflichtung, den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Bericht des Aufsichtsrates und den Bestätigungsvermerk beim Bundesanzeiger einzureichen.

II Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen und besonderen Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute, unter Beachtung der Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie der spezifischen Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB waren nicht erforderlich.

Bei dem Treuhandvermögen handelt es sich um Treuhandforderungen sowie um Treuhandverbindlichkeiten aus Finanzkommissionsgeschäften.

Die Treuhandforderungen aus Finanzkommissionsgeschäften betragen zum 31.12.2016 EUR 475.040,75.

Die immateriellen Anlagewerte wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet und gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 linear über vier bzw. fünf Jahre abgeschrieben (Fortgeführte Anschaffungskosten). Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB waren nicht erforderlich.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, im Sinne § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 1 HGB angesetzt. Die Anlagenzugänge werden unter Berücksichtigung der geschätzten Nutzungsdauer vorwiegend linear abgeschrieben. Die Zugänge der geringwertigen Wirtschaftsgüter bis Netto EUR 410,00 wurden im Zugangsjahr 2016 gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB waren nicht erforderlich.

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Anschaffungskosten 01.01.2016
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Abschreibungen
EUR
Buchwert 31.12.2016
EUR
Buchwert 31.12.2015
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Imaterielle Anlagewerte
Ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Software 3.531,15 0,00 3.531,15 0,00 0,00 289,00 287,50
3.531,15 0,00 3.531,15 0,00 0,00 289,00 287,50
Sachanlagen
Büroeinrichtung 87.066,51 0,00 0,00 39.771,51 47.295,00 53.519,00 6.224,00
Hardware 21.703,35 5.244,45 21.703,35 1.634,45 3.610,00 1.493,00 3.123,45
GWG 0,00 703,79 703,79 0,00 0,00 0,00 0,00
GWG Sammelposten 14.567,93 0,00 14.567,93 0,00 0,00 0,00 0,00
Bauten auf fremden Grundstück 12.669,54 0,00 6.760,07 4.580,47 1.329,00 1.809,50 480,00
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.273,03 2.423,45 3.775,85 4.205,63 10.715,00 10.671,50 2.377,45
152.280,36 8.371,69 47.510,99 50.192,06 62.949,00 67.493,00 12.204,90
155.811,51 8.371,69 51.042,14 50.192,06 62.949,00 67.782,00 12.492,40

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten von EUR 83.236,30 angesetzt und bestehen im Wesentlichen aus:

Mietkautionen EUR 60.416,91
Umsatzsteuer EUR 20.481,89

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, die Treuhandverbindlichkeiten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Treuhandverbindlichkeiten betragen zum 31.12.2016 EUR 475.040,75.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit den Nominalwerten von EUR 368.797,82 angesetzt und bestehen im Wesentlichen aus:

Lohn und Gehalt EUR 88.335,91
Lohn- und Kirchensteuer EUR 279.964,81

Die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgte mit den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Devisenkursen per 31. Dezember 2016.

Steuerrückstellungen wurden nicht gebildet.

Die anderen Rückstellungen erfassen alle ungewissen Verpflichtungen, die zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Diese entwickelten sich wie folgt:

Stand zum 01.01.2016
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand zum 31.12.2016
EUR
Gewinntantieme 0,00 0,00 0,00 110.541,90 110.541,90
Prozeßkosten 28.000,00 28.000,00 0,00 12.075,00 12.075,00
Jahresabschlussprüfung 60.000,00 60.000,00 0,00 48.000,00 48.000,00
Prüfung §36 WpHG 20.000,00 20.000,00 0,00 0,00 0,00
Jahresabschlusskosten 13.535,00 13.535,00 0,00 13.535,00 13.535,00
nicht abziehbare VoSt/Zinsen 0,00 0,00 0,00 134.600,00 134.600,00
121.535,00 121.535,00 0,00 318.751,90 318.751,90

III Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

Die Fristengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 9 RechKredV stellt sich wie folgt dar:

Andere Forderungen an Kreditinstitute
EUR
Forderungen an Kunden
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
EUR
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
EUR
Bis drei Monate 114.895,73 1.127.223,96 0,00 801.146,84
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Unbestimmte Laufzeit 474.676,46

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2016 nominal EUR 767.500,00; eingeteilt in 767.500 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 28.08.2014 wurde beschlossen, dass der Vorstand ermächtigt wird, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31.07.2019 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen einmalig oder mehrmals von derzeit € 767.500,00, eingeteilt in 767.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00, um bis zu insgesamt € 383.750,00 durch Ausgabe von 383.750, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 zu erhöhen.

Zum 31. Dezember 2016 bestanden in Höhe von EUR 1.937.510,75 auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände (davon Treuhandforderungen in Höhe von EUR 410.056,84) sowie in Höhe von EUR 451.985,18 auf Fremdwährung lautende Schulden (davon Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von EUR 410.056,84).

Eventualverbindlichkeiten ist die Gesellschaft nicht eingegangen.

Nach § 2 Abs. 10 KWG waren unter der Haftung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 keine (31. Dezember 2015: keine) Vermittler tätig und bei der BaFin gemeldet.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB aus Mietverträgen für Büro- und Lagerräume (München, Hamburg, Berlin, Essen und Düsseldorf) sowie Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 3.776.826,63 und mit einer Restlaufzeit von 3 bis 57 Monaten.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 100.223,18. Im Vorjahr 2015 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 135.402,48 ausgewiesen.

Es ergibt sich unter Berücksichtigung eines Verlustvortrags in Höhe von EUR 202.459,45 ein Bilanzverlust von EUR 102.236,27.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust von EUR 102.236,27 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Gliederung der Erträge nach Ländern gemäß § 34 Abs. 2 RechKredV stellt sich wie folgt dar:

Deutschland
2016
TEUR
Vorjahr
TEUR
Zinserträge 0 0
Provisionserträge 9.520 8.735
Sonstige betriebliche Erträge 42 135
9.562 8.870

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 41.728,10, davon aus Währungsumrechnung EUR 3.905,52 (im Vorjahr EUR 134.633,59 davon aus Währungsumrechnung EUR 96.309,04).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 88.512,06, davon aus Währungsumrechnung EUR 5.918,10 (im Vorjahr EUR 160.159,61 davon aus Währungsumrechnung EUR 13.932,78). Im Berichtsjahr werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen neben den Währungsumrechnungsdifferenzen im Wesentlichen durch Prozesskosten (EUR 64.323,32) bestimmt.

Der auf das Geschäftsjahr 2016 entfallende Aufwand für die durch den Abschlussprüfer erbrachten Leistungen beträgt insgesamt EUR (netto) 85.113,81.

Diese gliedern sich wie folgt:

a) Abschlussprüfungsleistungen EUR 60.000,00
davon für das Vorjahr EUR 0,00
b) Andere Bestätigungsleistungen EUR 25.113,81
davon für das Vorjahr EUR 2.521,61

IV Mitarbeiter

Im Jahr 2016 wurden durchschnittlich 57 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt.

V Organe

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören folgende Mitglieder an:

Herr Jörg Sklebitz (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Partner Anwaltskanzlei Eberth & Kollegen Herr Markus W. Wenner (Stellv. Vorsitzender), Geschäftsführer GCI Management GmbH Herr Claus F. Vogt, Geschäftsführer Treuhandgesellschaft Südbayern GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herr Jörg Sklebitz erhielt 2016 EUR 5.000 Aufsichtsratsvergütung.

Herr Markus W. Wenner erhielt 2016 EUR 4.000 Aufsichtsratsvergütung.

Herr Claus F. Vogt erhielt 2016 EUR 5.000 Aufsichtsratsvergütung.

Dem Vorstand gehören folgende Mitglieder an:

Herr Marquard Freiherr v. Pfetten-Arnbach, Vorstand vPE WertpapierhandelsBank AG

Herr Lars Lorenz Ewaldsen, Vorstand vPE WertpapierhandelsBank AG

Auf die Angabe der Organbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

VI Beteiligungen

Zum 31. Dezember 2016 besitzt die Gesellschaft keine Beteiligungen.

VII Nachtragsbericht

Herr Jörg Sklebitz hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates (Vorsitzender) mit Wirkung zum 23.04.2017 niedergelegt.

Der Vorstand der vPE WertpapierhandelsBank AG hat beim Amtsgericht München den Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitgliedes gemäß § 104 Abs. 1 AktG gestellt. Das Amtsgericht München hat nun Herrn Christoph Maria Weideneder, Vorstandsvorsitzender der SMC Small & Mid Cap Investmentbank AG, München, mit Wirkung ab 24.04.2017 bis zur Beendigung der nächsten ordentlichen oder außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt.

 

München, 9. Mai 2017

vPE WertpapierhandelsBank AG

Lars Lorenz Ewaldsen

Marquard Freiherr v. Pfetten-Arnbach

Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016

DER VPE WERTPAPIERHANDELSBANK AG

1. Grundlagen der Bank

Die vPE WertpapierhandelsBank AG ist ein international tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen i.S.v. § la Abs. 1 Satz 2 Nr. 1,2,3,4 und 5 KWG mit Spezialisierung auf den börslichen und außerbörslichen Handel von Finanzinstrumenten für private Anleger, professionelle Trader und Finanzinstitutionen. Sie agiert als Wertpapierhandelsbank und ist Anbieter von Finanzlösungen für ihre Kunden. Sie besitzt Fähigkeiten und Ressourcen, um andere Finanzinstitute bei der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten kompetent zu unterstützen . Die vPE Bank verfügt über die Erlaubnis zum Finanzkommissionsgeschäft, die Anlageberatung, die Anlage- und Abschlussvermittlung, die Finanzportfolioverwaltung, die Drittstaateneinlagenvermittlung, die Vermittlung von Kapitalanlagen im Sinne von § 34f Abs. 1 Nr. 3 GewO sowie das Platzierungsgeschäft.

Hauptsitz der Gesellschaft ist München. Deutschlandweit bestehen insgesamt weitere 10 Niederlassungen wie folgt:

Berlin St. -3- Niederlassungen mit insgesamt 23 Mitarbeitern
Düsseldorf St. -4- Niederlassungen mit insgesamt 19 Mitarbeitern
Essen St. -1- Niederlassung mit insgesamt 2 Mitarbeitern
Hamburg St. -1- Niederlassung mit insgesamt 1 Mitarbeiter
Kamen St. -1- Niederlassung mit insgesamt 2 Mitarbeitern

1.1. Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der vPE WertpapierhandelsBank AG hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2016 nicht geändert. Die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der vPE WertpapierhandelsBank AG sind demnach nach wie vor

die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung);

die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung);

die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung);

die Anschaffung u. die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft)

die Vermittlung von Einlagengeschäften mit Unternehmen mit Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (Drittstaateneinlagenvermittlung);

die Vermittlung von Kapitalanlagen im Sinne von § 34 f Abs.1 Nr. 3 GewO;

die Beratung bei der Anlage in Wertpapieren, Geldmarkinstrumenten oder Derivaten nach §2 Abs. 3a Nr. 3 WpHG ( Anlageberatung);

das Platzierungsgeschäft.

1.2. Ziel und Strategie

Der Vorstand der vPE Bank hat eine Geschäftsstrategie festgelegt, in der die Ziele der Bank für jede wesentliche Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt werden. Selbstverständlich ist die Bank auch weiterhin bestrebt, die von ihr besetzten Geschäftsfelder ganzheitlich und nachhaltig zu bearbeiten um sowohl den Qualitätsansprüchen ihrer Bestandskunden, als auch den eigenen Ansprüchen vollumfassend gerecht zu werden. Damit soll gewährleistet werden, dass der Geschäftsbetrieb langfristig bestehen kann, weiter ausgebaut und damit die Unternehmensexistenz auch in Zukunft sicher gestellt ist. Andererseits hat die Bank auch ein großes Interesse daran, fortlaufend neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung insgesamt zu erhöhen. Die geschäftlichen Schwerpunkte liegen derzeit in der Beratung, Vermittlung sowie dem Vertrieb von Finanzinstrumenten in den oben genannten Teilbereichen. Die Bereiche Einlagen-, Kredit- und Depotgeschäft werden nicht angeboten.

Die Vermeidung existenzgefahrdender Risiken hat bei jeder Eingehung von Geschäften immer Vorrang vor Ertragsgesichtspunkten.

Angestrebt wird ein gleichmäßiges, gesundes u. nachhaltiges Volumen- u. Ertragswachstum in den Hauptbetätigungsfeldern Finanzkommissionsgeschäft, Anlageberatung, Anlage- und Abschlussvermittlung sowie Finanzportfolioverwaltung.

Die Kundenanbindung (Vertrieb) erfolgt über rechtlich unselbständige Niederlassungen in Deutschland, (vgl. Ziffer 1 Abs. 2)

Darüber hinaus hat die vPE Bank am 10.11.2015 den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr in sämtliche Ländern der EU, gemäß § 24a Abs. 1 KWG i.V.m. Art. 31 der Richtlinie 2004/39/EU, bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht angezeigt.

1.3. Steuerungssystem

Die Steuerung und Überwachung der Tätigkeit der Mitarbeiter in den Niederlassungen ist ein wesentlicher Teil des Risikomanagementsystems und der Wahrnehmung der Verantwortung nach § 25a Abs. 1 Satz 2 KWG. Dabei werden die im Überwachungsprozess beschriebenen Maßnahmen laufend hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Angemessenheit zur systematischen und nachhaltigen Kontrolle der Mitarbeiter überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die technischen Ressourcen entsprechen der Anzahl der Mitarbeiter und der Anzahl der Kunden. Die vPE Bank ist grundsätzlich Urheber der Geschäftsbeziehung und damit eigenverantwortlich hinsichtlich der Auswahl der Produkte, Dienstleistungen, der Mitarbeiter und der Kunden. Sie verfügt über eine angemessene Risikostrategie, um den besonderen Risiken der Anlage-/Abschlussvermittlung über eine Niederlassung gerecht zu werden.

Die Risikostrategie ist vorrangig darauf ausgerichtet, durch den Auswahlprozess hinsichtlich geeigneter Mitarbeiter, Wertpapierdienstleistungen und Produkten sowie durch Anweisungen und Kontrollen – auch mit eigener systemischer Unterstützung (vPE Portal) – Risiken zu vermeiden und Fehlverhalten der Mitarbeiter frühzeitig aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang kommt dem Compliance-Beauftragten, eine zentrale Bedeutung für die angemessene, funktionsfähige Organisation zu, welchem durch seine fachliche Eignung und durch seine Stellung im Unternehmen (Unabhängigkeit) Rechnung getragen wird.

Die Compliancefunktion hat die vPE Bank auf die Fa. CDC Compliance und Datenschutz Consulting UG, Wiesbaden, ausgelagert. Damit wird gewährleistet, dass die durch die vPE Bank und deren Mitarbeiter erbrachten Dienstleistungen den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entspricht. Darüber hinaus hat die vPE Bank Maßnahmen und Kontrollen erarbeitet, die von dem für den Vertrieb zuständigen Vorstandsmitglied der Bank bzw. vom Compliance-Beauftragten abgearbeitet werden. Unter Anderen wurde zur Unterstützung und Überwachung der Niederlassungen bereits in 2015 ein sog. Filialbeauftragter ernannt. Das Interne Überwachungssystem besteht in seiner Gesamtheit aus dem internen Kontrollsystem, inkl. der Compliance-Stelle sowie der Internen Revision.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen1

Bedingt durch die Investitionsfreudigkeit des Staates ist das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent gestiegen. Dem konnte auch die Entscheidung der Briten über deren Ausstieg aus der Europäischen Union nichts anhaben. Das deutsche Wirtschaftswachstum war somit auch 2016 robust und hat die schon relativ starken Vorjahre nochmals getoppt.

Die Staatsausgaben für die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge sowie die Kauflust der Verbraucher waren die Garanten für dieses stabile Wachstum. Aber auch der historisch günstige Arbeitsmarkt und die niedrige Inflation trugen wesentlich zu diesem positiven Ergebnis bei.

Volkswirte gehen davon aus, dass sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die staatlichen Konsumausgaben im laufenden Jahr die Hauptstützen des deutschen Wirtschaftsaufschwungs bleiben werden.

Als weitere Boombranchen kristallisierten sich 2016 die Immobilienbranche sowie der Maschinen- und Fahrzeugbau heraus. Vom Außenhandel dagegen gingen in 2016 keine Wachstumsimpulse aus, da trotz erneutem Rekordergebnis bei den Ausfuhren die Importe im vergangenen Jahr deutlicher zulegten als die Ausfuhren.

Konjunkturbedingt erneut höhere Steuereinnahmen führten dazu, dass der deutsche Staat im vergangenen Jahr bereits zum dritten Mal in Folge mehr Geld eingenommen als ausgegeben hat. Der Überschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen machte unter dem Strich 19,2 Milliarden Euro oder 0,6 Prozent des BIP aus.

Für das abgelaufene Jahr hatten Ökonomen einen Überschuss von ungefähr 0,5 Prozent des BIP erwartet – obwohl der Staat für die Versorgung und Integration Hunderttausender Flüchtlinge erhebliche Mehrausgaben stemmen muss. Offensichtlich werden diese Lasten durch die florierende Konjunktur sowie die anhaltend niedrigen Zinsen mehr als wettgemacht.

1 Quelle Wirtschaftsbericht „SPIEGEL-Online“ vom 12.01.2017

2.1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2016 war von folgenden Ereignissen und Einflussfaktoren geprägt:

Ausbau Filialnetz

Weitere neue Kundenbetreuer wurden eingestellt

Volatiles Börsenumfeld mit sehr schwachem Start zu Beginn des Jahres und einer kontinuierlichen Verbesserung bis zum Jahresende

Ausbau des Geschäftsfeldes Vermögensverwaltung

Solider Kundenzuwachs

Erneute Umsatzsteigerung und positives Jahresergebnis

2.2. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

2.2.1. Ertragslage

Vor dem Hintergrund dieser Einflussfaktoren stiegen die Provisionserträge von TEUR 8.735 um TEUR 785 bzw. 9,0 % auf TEUR 9.520.

Die Provisionsaufwendungen verringerten sich von TEUR 5.154 um TEUR 1.556 bzw. 30,2 % auf TEUR 3.598; dieser Jahresvergleich ist nicht mehr aussagefähig, da die Gesellschaft ab 1.07.2015 ausschließlich mit festangestellten Mitarbeitern ihr Geschäft betrieben hat.

Damit erhöhte sich der Provisionsüberschuss von TEUR 3.581 auf TEUR 5.922.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 42. Diese sind um TEUR 93 niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus reduzierten Währungsgewinnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit TEUR 89 niedriger als im Vorjahr. Dieser Bereich ist hauptsächlich geprägt von gesunkenen Prozesskosten aus Rechtsstreitigkeiten.

Die Provisionserträge und -aufwendungen im Einzelnen nach Geschäftsfeldern:

Im Geschäftsfeld Anlage- und Abschlussvermittlung kam es wieder zu einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Provisionserträge wuchsen von TEUR 7.992 um TEUR 248 bzw. 3,1 % auf TEUR 8.240. Die Provisionsaufwendungen gingen von TEUR 4.679 um 26,6 % auf TEUR 3.434 zurück. Das Provisionsergebnis in diesem Teilsegment belief sich auf TEUR 4.806. Auch hier ist ein Vorjahresvergleich nur bedingt aussagekräftig, da erst ab 01.07.2015 ein großer Teil der Provisionsaufwendungen über Gehalt und Bonus an die Mitarbeiter bezahlt wurde.

Beim Geschäftsfeld Online-Trading/Derivate-Handel im Rahmen der Anlage- und Abschlussvermittlung lagen die Provisionserträge bei TEUR 14 gegenüber TEUR 22 im Vorjahr.

Im Bereich Vermögensverwaltung mit Aktien und Fonds erhöhten sich die Provisionserträge von TEUR 30 auf TEUR 707. Dieser starke Anstieg ist dem neuen Büro in Berlin mit entsprechenden neuen Mitarbeitern in der Kundengewinnung zu verdanken.

Der Geschäftsbereich Asset Management verbesserte sich leicht um 3,5 %. Die Provisionserträge beliefen sich auf TEUR 442 gegenüber TEUR 427 in 2015. Der Provisionsüberschuss lag bei TEUR 391. In diesem Bereich bietet die Gesellschaft Ihren Kunden individuelle Produkte der Vermögensverwaltung, der Anlageberatung und -betreuung an.

Im Rahmen des Finanzkommissionsgeschäftes wurden in 2016 nur sehr wenig neue Kunden gewonnen. So verringerten sich die Provisionserträge von TEUR 264 um TEUR 146 auf TEUR 118. Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich ebenfalls von TEUR 229 auf TEUR 98; der Provisionsüberschuss verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 16 auf TEUR 19. Durch die Gründung einer Niederlassung in Kamen mit 2 Mitarbeitern soll dieses Geschäftsfeld in der Zukunft wieder mehr Erträge erwirtschaften.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich erheblich von TEUR 3.362 um TEUR 2.406 oder 71,6 % auf TEUR 5.768. Dieser Anstieg ist immer noch hauptsächlich in der Umstellung des Geschäftsmodells in 2015 begründet.

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter stiegen auf Grund der Umstellung um TEUR 1.813 bzw. 79,4 % auf TEUR 4.095. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung lagen bei TEUR 335 nach TEUR 199 im Vorjahr.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf TEUR 1.338 und verzeichneten somit einen deutlichen Anstieg von TEUR 457 oder 51,9 % gegenüber TEUR 881 in 2015.

Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:

Die Aufwendungen für Büromiete erhöhten sich um TEUR 142 auf TEUR 297 auf Grund der jährlichen Mietsteigerung sowie durch Eröffnung eines weiteren großen Büros in Berlin, eines weiteren Büros in Düsseldorf und der Gründung einer Niederlassung in Kamen.

Weitere notwendige Verwaltungsaufwendungen wie Buchführung, IT/EDV Wartung, Internet, Porto, Beiträge, Bewirtung, Bürounterhalt, Telefon, Fax, Börsengebühren, Versicherungen, Aufsichtsratsvergütungen, Firmenautos, Werbe- und Reisekosten etc. waren mit TEUR 748 um TEUR 292 oder 64,0 % höher als im Vorjahr. Der deutliche Anstieg ist in dem neuen Geschäftsmodell begründet und dem weiteren Ausbau des Filialnetzes und der gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern.

Abschluss- und Prüfungskosten der vPE waren mit TEUR 155 um TEUR 81 bzw. 34,3 % niedriger als im Vorjahr auf Grund des nicht Vorhandenseins von Prüfungen seitens der Aufsicht, die nicht jährlich stattfinden.

Die Rechts- und Beratungskosten fielen erneut von TEUR 34 um TEUR 16 auf TEUR 18.

Die Verteidigungs- und Prozesskosten waren rückläufig. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, beliefen sie sich auf TEUR 64, was einem deutlichen Rückgang von TEUR 81 bzw. 55,9 % entspricht.

Die vom Finanzamt München durchgeführte Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2014 hat das Jahresergebnis deutlich belastet. Die Nachzahlungen betreffen hauptsächlich die nichtabziehbare Vorsteuer aufgrund der Aufteilung im Verhältnis der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten umsatzsteuerfreien Vermittlungsumsätze. Es wurden entsprechende Rückstellungen gebildet, die die anderen Verwaltungsaufwendungen mit TEUR 120 belasten.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2016 lagen bei TEUR 12 und damit um TEUR 3 niedriger. Dies betrifft im Wesentlichen Abschreibungen für Büromöbel.

Die vPE Bank beendete das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 100 gegenüber einem Vorjahresüberschuss von TEUR 135.

2.2.2. Finanz- u. Liquiditätslage

Kapitalflussrechnung

Die nachfolgend dargestellte Kapitalflussrechnung (kurz: KFR) ist aus der Bilanz sowie der Gewinn- u. Verlustrechnung abgeleitet. Die KFR erklärt die Veränderung des Finanzmittelfonds (Barreserve und täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute). Die einzelnen Zahlungsströme wurden indirekt ermittelt aus der Veränderung der Bilanzposten, bereinigt um die zahlungsunwirksamen Posten. Die Zahlungsströme wurden entsprechend ihrer Zugehörigkeit, der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit oder der Finanzierungstätigkeit zugeordnet.

2016
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis (Jahresgewinn / -verlust) + 100 + 135
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens + 13 + 15
Entwicklung der Rückstellungen + 197 28
Abnahme/Zunahme der Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 813 + 85
Zunahme der Verbindlichkeiten + 598 + 33
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + 95 + 240
Einzahlungen aus Veräußerung von Sachanlagevermögen 0 0
Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen 8 3
Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlage-Vermögen 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 8 3
Einzahlungen von Anteilseignern 0 0
Auszahlungen an Anteilseigner 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds + 87 + 237
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode + 586 + 349
Finanzmittelfonds am Ende der Periode + 673 + 586

Zugesagte, jedoch nicht ausgenutzte Kreditlinien haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden. Das Grundkapital der vPE Bank betrug zum Bilanzstichtag nach wie vor € 767.500,00. Es war eingeteilt in 767.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00. Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 28.08.2014 wurde beschlossen, dass der Vorstand ermächtigt wird, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31.07.2019 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen einmalig oder mehrmals von derzeit € 767.500,00, eingeteilt in 767.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00, um bis zu insgesamt € 383.750,00 durch Ausgabe von 383.750, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 zu erhöhen.

2.2.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag geprägt von Forderungen an Kreditinstitute über TEUR 789 (entsprechen 26,0 % der Bilanzsumme), die ganz überwiegend auf liquide Mittel in Form von Kontokorrent- und Sparguthaben entfallen, sowie von Forderungen an Kunden über TEUR 1.602 (entsprechen 52,8 % der Bilanzsumme) aufgrund von Provisionsforderungen und Sicherheitsleistungen. Treuhandforderungen bestehen in Höhe von TEUR 475 (entsprechen 15,7 % der Bilanzsumme).

Die Passivseite der Bilanz ist geprägt von Verbindlichkeiten gegenüber Kunden über TEUR 801 (entsprechen 26,4 % der Bilanzsumme), überwiegend aus noch abzuführenden Provisionen, Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 475 (entsprechen 15,7 % der Bilanzsumme), Rückstellungen über TEUR 319 (entsprechen 10,5 % der Bilanzsumme), davon TEUR 12 für Prozesskosten, TEUR 62 für Jahresabschlusskosten, TEUR 111 für Personalkosten sowie TEUR 135 für Umsatzsteuerrückzahlungen und dem Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.069 (entspr. 35,3 % der Bilanzsumme).

Die dargelegte Ertrags-/Vermögens- und Finanzlage der vPE Bank ist unter Berücksichtigung der wesentlichen Einflussfaktoren als zufriedenstellend zu bezeichnen.

2.2.4. finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Auf Basis unseres aktuellen Geschäftsmodells werden nachfolgende finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung unserer Bank herangezogen und monatlich (Liquidität täglich) ausgewertet und analysiert:

Eigenmittel

Liquidität

Provisionsergebnis

Die Eigenmittel setzten sich zusammen aus dem eingezahlten Kapital zzgl. Kapitalrücklagen sowie gesetzlicher Rücklagen abzgl. des Bilanzverlustes sowie der immateriellen Vermögensgegenstände (nach CRR).

Die Liquidität ergibt sich aus der Subtraktion sämtlicher Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Verbindlichkeiten / Rückstellungen) von dem Gesamtbestand der bestehenden Forderungen (Kasse / Forderungen an Kreditinstitute / Forderungen an Kunden / sonstige Vermögensgegenstände).

Daneben spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Zuge der Banksteuerung für die vPE WertpapierhandelsBank AG eine wichtige Rolle. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um nachfolgende wesentliche Indikatoren:

Festangestellte Kundenbetreuer

Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen

Kundenzufriedenheit

Die fachliche Eignung sowie die persönliche Zuverlässigkeit der Mitarbeiter sind für uns von extremer Bedeutung, da wir darin die Grundvoraussetzung für eine seriöse Anlagevermittlung und Anlageberatung unserer Kunden begründet sehen.

Damit auch die mit unseren festangestellten Kundenbetreuern getroffenen vertraglichen Vereinbarungen vollständig eingehalten und umgesetzt werden, erfolgen sowohl hausinterne Prüfungsszenarien als auch Vor-Ort-Prüfungen bei den Niederlassungen und Homeoffices durch die Innenrevision sowie den Compliancebeaufitragten.

Dies soll dazu beitragen, dass die Kunden der vPE WertpapierhandelsBank AG gut betreut und bedarfsgerecht beraten werden, um ihre Anlageziele bestmöglich zu erreichen und dabei die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen gewährleistet ist.

2.2.5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage der Bank ist geordnet.

3. Nachtragsbericht

Hier verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

4. Prognose-, Chancen- und Risikoberichte

4.1. Prognosebericht

ALLGEMEINER AUSBLICK 2017

aufgrund der vermutlich für gewisse Zeit nach wie vor sehr niedrigen Zinsen setzt die vPE Bank weiterhin auf das bewährte Geschäft mit Fremdwährungen (FOREX), Aktien und Optionen

das Projekt Vollbanklizenz bleibt weiter eine Option,

die dafür notwendige Kapitalerhöhung hat im Vorfeld hohe Priorität

Prognose 2017 hinsichtlich bedeutender a) finanzieller und b) nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

zu a)

die Suche nach einem Investor, der im Rahmen einer Barkapitalerhöhung das Mindestkapital von 5 Mio. EUR (für eine Vollbank) zur Verfügung stellt, geht gezielt weiter

die stabile Liquiditätslage versuchen wir durchgehend beizubehalten

das Provisionsergebnis der vPE Bank unterliegt unterjährig -je nach Börsensituation-gewissen Schwankungen, sollte aber zum Ende des Jahres wieder das Vorjahresniveau erreichen.

zu b)

der Marktvorstand versucht, weitere vertriebsstarke Mitarbeiter für die Bank zu gewinnen. Dadurch erhöhen sich einerseits die Fixkosten sowie andererseits die operationalen Risiken der vPE. Jedoch sollte damit auch eine sukzessive Erhöhung der Provisionseinnahmen möglich sein was sich in weiterer Folge positiv auf die finanziellen Leistungsindikatoren auswirkt. Auf Basis der soliden Kapitalstruktur sowie dem vorhandenen großen Kundenstamm glaubt die Gesellschaft auch in 2017 ein zu mindestens ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften.

4.2. Wirtschaft und Finanzmärkte2

Wechselhafte Aktienmärkte und dynamische Marktveränderungen liegen hinter der Finanzbranche. 2017 wird aus Sicht der Banken und Sparkassen nicht weniger spannend werden.

Die Kernthemen -je nach Kreditinstitut-

Regulierung,

modifizierte Geschäftsmodelle in Niedrigzinszeiten,

konzentrierte Filialstrukturen und neue Filialkonzepte,

Digitalisierung sowie

disruptive Marktveränderungen durch Fintechs

werden auch in Zukunft den Geschäftsablauf beeinflussen. Der Veränderungsdruck der auf der Bankenbranche lastet ist enormer. Niedrigzinsphase, Regulatorik und Digitalisierung sind als einzelne Faktoren in der Lage, den Markt grundlegend zu verändern. Die Herausforderungen unserer Zeit werden nur diejenigen meistern, die veränderungsbereit und in der Lage sind, ihr Geschäftsmodell an die neuen Bedingungen anzupassen.

Von großer Bedeutung für die Entscheider im Bankensektor wird sein, welche Auswirkungen die Maßnahmen des neuen US-Präsidenten Donald Trump auf den Finanzmarkt und der Brexit auf die Bankenlandschaft in Europa haben werden. Darüber hinaus finden richtungsweisende Wahlen, vor allem in Frankreich und in Deutschland statt.

FinTechs haben die Ideen, etablierte Banken und Versicherungen haben die Kunden und das Kapital. Oder anders gesagt die Gründer haben die Ideen, wie Finanzgeschäfte in einer Smartphone-Welt ablaufen können. Die Kreditinstitute haben inzwischen die Chancen aus Allianzen mit den einstigen jungen Wilden erkannt. Eine Konstante im Bankensektor dürfte 2017 die Disruption durch Fintechs sein. Deutschland könnte sich dabei als zentraler Fintech-Hub in Europa etablieren.

Da Analysten mit mehr fundamentalem Wachstum rechnen, könnten sich im Jahr 2017 die steigenden Aktienkurse fortsetzen. Anhaltende politische Unsicherheiten wurden dabei bereits berücksichtigt. Für die USA rechnen Analysten mit einem kurzfristigen Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent, da, bedingt durch steigende Zinsen, anziehender Inflation und einem starken US-Dollar die Wirtschaft in den USA bereits 2018 spürbar an Dynamik verlieren dürfte. In der EU rechnen Analysten mit einem Konjunkturplus 1,3 Prozent. Die wirtschaftliche Expansion in Deutschland vollzieht sich laut Analysten in einem äußerst fragilen monetären Umfeld. Durch eine weiterhin ultraexpansiven Geldpolitik im Euroraum würde sowohl die Realais auch die Finanzwirtschaft krisenanfälliger.

2 Quelle: Springer Professional Bankmagazin

Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen 2017 ist der Fachkräftemangel, der auch Finanzvorstände umtreibt. Gutes Personal zu finden und zu halten wird immer schwieriger. Dabei spielt auch die Attraktivität der Unternehmung eine große Rolle. Fünfzehn Prozent der Banken, Versicherer und Finanzdienstleister wollen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres neue Mitarbeiter an Bord holen.

4.3. Risikobericht

4.3.1 Risikomanagementsystem

Das Risiko – Controlling hat die Aufgabe, die Risikoinventur regelmäßig zu aktualisieren, die Einzelrisiken zu bewerten, das Risikotragfähigkeitskonzept zu erstellen und zu pflegen sowie die Entwicklung der Geschäftsrisiken zu überwachen.

Die Ergebnisse der Risikoüberwachung sind im Rahmen des Reporting (Management-informationssystem) regelmäßig dem Gesamtvorstand und dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme und Beratung vorzulegen.

Das Interne Überwachungssystem besteht aus dem internen Kontrollsystem (Risiko – Controlling), einer Compliance-Stelle sowie einer Internen Revision.

Ziel des Risikomanagements ist es, die eigenen Risiken zu identifizieren, zu kennen und so gut wie möglich zu beherrschen. Zur Erreichung dieses Ziels hat die vPE Bank Risikofrüherkennungs – Indikatoren definiert, anhand derer eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig festgestellt werden können. Diese sind im Organisationshandbuch der Bank beschrieben.

4.3.2 Risiken allgemein

Das Geschäftsmodell der vPE Bank als solches, das schwerpunktmäßig die Finanzdienstleistung in volatileren Kapitalanlagen vorsieht, ist, wie bereits die Vergangenheit gezeigt hat, mit erheblichen strategischen Risiken verbunden. Diese konkretisieren sich in einer Veränderung der Rechtsnormen in Form von neuen oder geänderten Gesetzen oder aber auch einer anderen Anwendung bestehender Normen durch die Rechtsprechung oder Aufsicht. Auch der Wegfall von umsatzstarken Kundenbetreuern kann erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben.

Im Hinblick auf diese strategischen Risiken werden von der Geschäftsleitung laufend Möglichkeiten zur Veränderung des Geschäftsmodells bis hin zur Beantragung weiterer Erlaubnisbereiche analysiert. Im Zuge dessen besitzt die Gesellschaft in Amerika auch die Mitgliedschaft bei der Finanzmarktaufsicht FINRA (Financial Industry Regulatory Authority), um ein größtmögliches Maß an Flexibilität für ihr Dienstleistungsangebot an den amerikanischen Aktienmärkten zu haben.

Auch das Geschäftsfeld Finanzkommissionsgeschäft zielt darauf ab, strategische Risiken zu mindern. Die breite Angebotspalette und die innovative IT-Anbindung für andere Finanzdienstleister und ihre Kunden sind eine solide Basis, um bestehende umsatzstarke und somit bedeutende Geschäftsverbindungen zu halten. Kommt es dennoch zur Beendigung einer umsatzstarken Partnerschaft, ist die Gesellschaft in der Lage, wie auch in der Vergangenheit bewiesen, diese durch die Gewinnung von neuen Kunden bzw. Finanzdienstleistern und Kundenbetreuern zu kompensieren.

Der Umgang mit Marktpreisrisiken ist die zentrale Kompetenz der vPE WertpapierhandelsBank AG. Marktpreisrisiken wirken insbesondere auf die von der Gesellschaft als Finanzportfolioverwalter oder in der Anlageberatung betreuten Vermögen. Mittelbar können sich daraus aber auch Ergebnisrisiken für die vPE WertpapierhandelsBank AG ergeben, z.B. aufgrund einer performancebedingten Volumenreduzierung oder eines Abzugs der Vermögen oder auch nur durch einen Wegfall der Gewinnbeteiligungsvergütungen. Von Bedeutung sind auch Währungsrisiken aus dem US-Dollar. Diese wirken unmittelbar auf den Provisionsanspruch aus in die USA vermittelten Brokerumsätzen als auch auf Performanceansprüche auf in US-Dollar geführte Vermögen der Kunden. Die Gesellschaft versucht, diese Risiken durch einen zeitnahen Umtausch von verdienten Provisionen in Euro zu begrenzen. In 2016 waren die Bewegungen des US-Dollar von leicht positivem Einfluss für die Gesellschaft.

Trotz einer erstmalig gebildeten Einzelwertberichtigung in 2015 spielen Adressenausfallrisiken nach unserer Beurteilung für unsere Gesellschaft unmittelbar und mittelbar nur eine untergeordnete Bedeutung. Wir arbeiten nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Adressen zusammen. Unsere liquiden Mittel, soweit es sich nicht um Provisionsforderungen oder Sicherheitshinterlegungen handelt, werden überwiegend bei einem deutschen Kreditinstitut gehalten.

Liquiditätsrisiken sind bei der Gesellschaft begrenzt, da die monatlichen Provisionsforderungen in der Regel innerhalb von 30 Tagen auf die bei einem deutschen Kreditinstitut geführten Konten eingehen. Zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts waren alle wesentlichen Forderungen aus Provisionsansprüchen bezahlt.

Bezüglich der Bonitätsrisiken im Sinne von Emittenten-Risiken bei den von uns betreuten Vermögen ist mit gleicher Begründung wie bei den Marktpreisrisiken wiederum nur ein mittelbares Risiko für die vPE WertpapierhandelsBank AG zu sehen. Das Bonitätsrisiko wird dabei im Rahmen der Einzeltitelauswahl auf Basis öffentlich zugänglicher Bonitätseinschätzungen berücksichtigt.

Operationelle Risiken sehen wir für die vPE WertpapierhandelsBank AG insbesondere in der EDV-Sicherheit, bei den Rechtsrisiken und im Personalbereich.

4.3.3 Risiken EDV – Datensicherheit

Zur Datenerhaltung und deren Sicherung besteht ein vollumfassendes Konzept. Tägliche, wöchentliche und monatliche Sicherungen garantieren im Störungsfall die Wiederherstellung in kürzester Zeit. Es besteht ein IT-Service-Vertrag, der bei Bedarf sofortige Hilfe liefert.

Sollte dieser ausfallen, besteht ein zweiter Vertrag eines weiteren IT-Servicedienstleisters, der dann einspringt. Wir haben ein entsprechendes Notfallkonzept erstellt, das sowohl bei EDV-als auch bei Telekommunikations- und Stromausfällen die fortlaufende Funktionsfähigkeit des Geschäftsbetriebes gewährleistet; auch außerhalb der Büroräume im Falle eines Totalausfalls der Stromversorgung des Stadtteils.

Hinsichtlich der in 2016 vorgekommenen Störungen in der IT-Umgebung der vPE Bank gibt der zusammengefasste IT-Bericht Auskunft. Eine nachhaltige Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts der Bank war nicht gegeben. Das Notfallmanagement hat gut funktioniert. Eine Behebung der aufgetretenen Störungen konnte jeweils innerhalb von bis zu 35 Minuten nach erfolgter Meldung an den zuständigen Fachbereich wieder behoben werden.

4.3.4 Risiken Personal und Rechtsrisiken

Die Personalrisiken bei den festangestellten Mitarbeitern beurteilen wir als überschaubar, da einerseits der Vorstand in alle wesentlichen Abläufe unmittelbar einbezogen ist und andererseits Maßnahmen ergriffen wurden die räumlich getrennten Mitarbeiter in den Niederlassungen der Gesellschaft durch den eigens hierfür ernannten Filialbeauftragten im Tagesgeschäft zu unterstützen und deren Tätigkeiten stichprobenartig zu überwachen.

Ein grundsätzliches Rechtsrisiko lässt sich im Hinblick auf die immer wieder offensichtlich einseitig anlegerfreundliche Rechtsprechung bei den von uns angebotenen Finanzdienstleistungen nicht ausschließen, wenn unsere Gesellschaft auch wiederholt bei offensichtlich ungerechtfertigten Klagen von ehemaligen Kunden zuletzt gerichtlich obsiegt hat. Bezüglich endgültiger Urteile, anhängigen Klagen, Klageandrohungen und Revisionsklagen sind wir mit unseren Rückstellungen aus den vorherigen Jahren den Einschätzungen und Beurteilungen des die Gesellschaft vertretenden Rechtsbeistandes gefolgt. Nach der aktuellen Beurteilung unseres Rechtsbeistandes zum 31.12.2016 hat das Management Rückstellungen in Höhe von TEUR 12 gebildet.

4.3.5 Zusammenfassung Risiken

Die vPE WertpapierhandelsBank AG sieht sich als Wertpapierhandelsbank bei ihrer Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken, Adressrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken, insbesondere in Form von Betriebsrisiken, Personalrisiken, Rechtsrisiken und Outsourcing-Risiken gegenüber, wobei die operationellen Risiken und hier insbesondere die Personal- und Rechtsrisiken eindeutig überwiegen.

Rückblickend stellen wir fest, dass die Risikolage der vPE WertpapierhandelsBank AG im abgelaufenen Geschäftsjahr normal war und zu keiner Zeit eine Existenzgefährdung zu befürchten war.

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel sowie die Liquidität wurden durch die vPE WertpapierhandelsBank AG zu jederzeit übererfüllt.

Die ermittelte Solvabilitätskennziffer lag im Jahresdurchschnitt bei 15,1 %. Die Liquiditätskennziffer lag durchschnittlich bei rund 6,1. Beide Zahlen bestätigen unsere vorangegangene Aussage.

Die wesentlichen Finanzierungsquellen der Bank sind Provisionen aus vermittelten Geschäften sowie die vorgehaltene freie Liquidität/Guthaben auf den Geschäftskonten der Bank. Kontokorrentkreditlinien bei Drittbanken sind nicht vorhanden.

4.4. Chancenbericht

Das neue Geschäftsmodell der vPE (Insourcing) mit ausschließlich festangestellten Mitarbeitern hat sich bereits in 2016 bewährt.

Durch das Insourcing wurde die Geschäftstätigkeit der Bank nicht inhaltlich verändert, sondern das bisherige Geschäft der Anlagevermittlung und Beratung sowie dem Finanzkommissionsgeschäft und der Finanzportfolioverwaltung ausschließlich nur noch durch festangestellte Mitarbeiter der vPE erbracht.

Das Insourcing hat sich in zweierlei Hinsicht auf das bisherige Wertpapierdienstleistungsgeschäft positiv ausgewirkt: Die Organisation wurde verbessert, insbesondere aufgrund der Vergrößerung und Optimierung der Prozesse, der verbesserten Funktionstrennung, der größeren Personaldecke und der effizienteren Strukturen.

Die damit für die Bank verbundenen Mehrerträge finanzierten die anfängliche Ingangsetzung des Insourcing. Dies umfasste neben der Finanzierung des neuen Personals und der zu erwerbenden Sachmittel, der teilweisen Anmietung neuer Büroflächen auch die deutlich höheren Verwaltungskosten im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Geschäftsmodells. Für 2017 erwarten wir zunehmende positive Effekte.

Das niedrige Zinsniveau spricht weiterhin für mehr Investments in Aktien bzw. Derivate und stellt somit eine gute Ausgangsituation dar, dass immer mehr Privatkunden unsere Dienstleistungen in 2017 in Anspruch nehmen werden.

Das Börsenjahr 2017 ist geprägt von bedeutenden politischen und wirtschaftspolitischen Ereignissen wie zum Beispiel die Folgen des Brexit, die Wahlen in Deutschland und Frankreich sowie die „neue“ Wirtschaftspolitik in den USA. Wir gehen davon aus, dass es zu volatilen Börsenbewegungen kommen wird, die unser Provisionsergebnis erheblich beeinflussen können. Auch der weitere Ausbau des Filialnetzes und die Einstellung weiterer neuer Mitarbeiter führt am Anfang zu finanziellen Belastungen.

Dennoch geht die vPE mindestens von einem ausgeglichenen Jahresergebnis für 2017 aus.

 

München, den 9. Mai 2017

Lars Lorenz Ewaldsen

Marquard Freiherr von Pfetten-Arnbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der vPE WertpapierhandelsBank AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz* und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 9. Mai 2017

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmiederer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016

der vPE WertpapierhandelsBank AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat erstattet über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 wie folgt Bericht:

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung und strategische Gesamtplanung, die operative Geschäftsentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft sind mit dem Aufsichtsrat besprochen worden.

Im Geschäftsjahr 2016 bestand der Aufsichtsrats aus folgenden Mitgliedern:

Jörg Sklebitz (Vorsitzender)

Markus Wenner (Stellv. Vorsitzender)

Claus Vogt.

Mit Wirkung zum 23. April 2017 hat der bisherige Vorsitzenden des Aufsichtsrats Herr Jörg Sklebitz sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats aus persönlichen Gründen niedergelegt. Das Amtsgericht München hat vor diesem Hintergrund Herrn Christoph Weideneder mit Wirkung zum 24. April 2017 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Unverzüglich nach dem Ausscheiden von Herrn Jörg Sklebitz hat der Aufsichtsrat Herrn Claus Vogt zum Vorsitzenden und Herrn Markus Wenner zum Stellvertreter des Aufsichtsrates gewählt.

Im Geschäftsjahr 2016 fanden Aufsichtsratssitzungen am 5. Februar, am 1. Juni sowie am 16. Dezember statt. Die Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller damaliger Aufsichtsratsmitglieder. Zur Aufsichtsratssitzung am 5. Februar wurde das Aufsichtsratsmitglied Claus Vogt und zur Aufsichtsratssitzung am 1. Juni das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Jörg Sklebitz telefonisch zugeschaltet.

In der Aufsichtsratssitzung am 5. Februar 2016 wurde die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 sowie bestehende Rechtsstreitigkeiten erörtert und besprochen.

In der Aufsichtsratssitzung am 1. Juni 2016 wurde der Bericht der Innenrevision für das Geschäftsjahr 2015 erörtert und besprochen. Sodann wurde der vom Vorstand nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellte und von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testierte Jahresabschluss zum 31.12.2015 nebst Lagebericht für Geschäftsjahr 2015 unter Hinzuziehung des verantwortlichen Wirtschaftsprüfers erläutert und vom Aufsichtsrat gebilligt. Anschließend hat der Vorstand über den Verlauf des Geschäftsjahres 2016 berichtet sowie die Planung für das weitere Geschäftsjahr 2016 vorgestellt und erörtert.

In der Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember 2016 wurden die Berichte der internen Revision bis zum 3. Quartal 2016 sowie der Stresstest zum 30.09.2016 vorgestellt und erörtert.

Neben den vorstehenden Aufsichtsratssitzungen nahmen die Aufsichtsratsmitglieder Wenner, Sklebitz und Vogt im Jahr 2016 an dem Fortbildungsseminar „Aufsichtsrat in Banken – BaFin-Anforderungen & Sorgfaltspflichten“ teil.

Darüber hinaus informierte sich der Aufsichtsrat, insbesondere der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende, auch außerhalb der Sitzungen in persönlichen Besprechungen über die aktuelle Unternehmensentwicklung. Der Aufsichtsrat forderte den Vorstand auf, in regelmäßigen, vierteljährlichen Abständen auf Basis der monatlich erstellten Auswertungen der Finanzbuchhaltung über die wesentlichen finanziellen Eckdaten der Gesellschaft – die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen, sowie der Entwicklung der Kundenbeziehung und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung – zu berichten.

Der Aufsichtsrat prüfte diese Eckdaten jeweils unter Heranziehung von Vorjahresvergleichen hinsichtlich ihrer zeitlichen Entwicklung, Plausibilität und Branchenüblichkeit. Die Risikolage der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat insbesondere auf Grundlage des ihm vom Vorstand vierteljährlich zugeleiteten MaRisk-Reporting beurteilt. Alle wesentlichen Fragen betreffend den Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung und das Risikomanagement wurden in den persönlichen Besprechungen beantwortet und erläutert.

Aufgrund des Umstandes, dass der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, wurden entsprechend den gesetzlichen Regelungen keine Ausschüsse im Aufsichtsrat gebildet.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihren fachlichen und persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 Dank und Anerkennung aus.

München, den 24. Mai 2017

Für den Aufsichtsrat:

Claus Vogt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

 

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