Ein Schwimmverein in Thüringen sieht sich mit schweren Vorwürfen gegen einen langjährigen Trainer konfrontiert. Dem Mann wird vorgeworfen, sexuelle Nachrichten an Minderjährige verschickt zu haben.
Vorstand räumt Fehler ein
In einem öffentlichen Schreiben an die Mitglieder hat der Vereinsvorstand inzwischen Versäumnisse eingestanden. Man habe aufgrund von „persönlichen Bindungen“ und „unvollständigen Informationen“ die Situation falsch eingeschätzt und zu spät reagiert. Damit räumt die Vereinsführung ein, das Verhalten des Trainers nicht frühzeitig und konsequent genug bewertet zu haben.
Mitgliederversammlung soll entscheiden
Nun soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung über das weitere Vorgehen entscheiden. Dabei dürfte es nicht nur um die Zukunft des Trainers gehen, sondern auch um mögliche strukturelle Konsequenzen im Verein – etwa strengere Schutzkonzepte für Kinder und Jugendliche sowie klare Verfahrensregeln bei Verdachtsfällen.
Breitere Diskussion erwartet
Der Fall dürfte in Thüringen eine grundsätzliche Debatte über Prävention und Aufarbeitung in Sportvereinen anstoßen. Immer wieder stehen Verbände und Vereine in der Kritik, nicht konsequent genug gegen Grenzverletzungen und Übergriffe vorzugehen. Experten betonen, dass es verbindliche Schutzkonzepte, klare Meldewege und eine konsequente Kultur des Hinsehens brauche.
Hintergrund
Der betroffene Trainer war seit vielen Jahren im Verein tätig und hatte engen Kontakt zu Nachwuchssportlern. Ob und in welchem Umfang er weiterhin im Verein aktiv ist, ist derzeit unklar. Der Vorstand erklärte, man werde die Vorwürfe nun umfassend prüfen und „alle notwendigen Konsequenzen ziehen“.
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