Von Jesus beraten………

So nennt man das in der Branche, wenn ein Berater des Unternehmens „Plansecur“ Sie berät.

Plansecur wurde in den 80ern von Klaus Dieter Trayser gegründet. Ein Mann, der schon mit Strukturvertrieben seine Erfahrungen gesammelt hatte. Dieter Trayser war Chef der Bonnfinanz, des Strukturvertriebes der Deutschen Bank. Dann hatte Dieter Trayser eine gute Idee. Er entschloss sich unter dem „Label der Christen und mit dem Namen Jesu“ Lebensversicherungen an seine Mandanten zu verkaufen. Dieter Traysers Absicht war es ein christliches geprägtes Unternehmen gründen.Das schließt natürlich nicht aus, das bei Herrn Trayser auch Atheisten gerne Kunden werden können..
Dennoch möchte ich dieses Unternehmen nicht z.B. mit der DVAG, OVB, Telis und der AFA in einen Hut stecken, denn hier finden wir nicht so krankes Wachstum wie bei den anderen. Wer hier Karriere machen will, muss eher viele Schulungen absolvieren, als es bei vielen anderen, auch hier nicht genannten, Strukturvertrieben der Fall ist. Ohne einen „blassen Dunst“ wird hier nicht sofort jeder auf die ahnungslose Menschheit losgelassen. Daneben fällt auf, dass sehr viele Mitarbeiter schon vorher in hohen Bankpositionen gearbeitet haben – dies mindert das Risiko einer Falschberatung.
Daneben wird 1% vom Umsatz karitativen Zwecken gespendet. Das Unternehmen ist nicht so groß wie die DVAG usw. und auch nicht so bekannt, da weniger schlechte Nachrichten, weißt aber gesundes Wachstum auf. 1996 hatten die gerade mal 160 Mitarbeiter – aber lieber Qualität statt Quantität.
Daneben kann ein Berater, der mindestens drei Jahre bei Plansecur mitarbeitet, Gesellschafter der KG werden – recht fair.

Aber nun genug „Lobhuddelei“ betrieben, denn natürlich gibt es auch hier Kritikpunkte:
1. Die Einstiegsbarrieren sind zwar höher, da viele Schulungen, meiner Meinung aber nicht hoch genug.
2. Der Mitarbeiter arbeitet auf Provisionsbasis. Es gibt hierbei wieder eine Interessenkollision. Es besteht wieder die Gefahr, dass ein Produkt verkauft wird, dass etwas mehr Provi abwirft.
3. Der Mitarbeiter arbeitet auf Empfehlungen: „Bitte lieber Kunden empfehle Sie mich weiter, ich muss doch eine Familie durchbringen“
4. Recht konservativ, denn es werden wieder einmal gern Kapitalbildende Lebensversicherungen angeboten. WARUM NUR???? Jeder bekommt solch eine scheiß Versicherung. Es braucht nicht jeder eine KLV, wann kapieren es die Berater endlich. Daneben werden auch gern Immobilienfonds vertrieben. Die sind auch nicht gerade die Rendite- Renner.
5. Die Produkte sind nicht immer die besten – auch hier gilt wieder: Vergleichen, Vergleichen

Interessanter Ansatz, dass die Berater am Unternehmen beteiligt werden, dass das Unternehmen doch relativ unabhängig ist und ein Teil gespendet wird.
Das Problem ist, dass dieser Ansatz wieder einmal nicht konsequent durchgesetzt wurde. Die Berater arbeiten wieder nur auf Provisionsbasis – deshalb gibts auch gern mal eine Kapitalbildende-LV.

Quintessenz:
Das Internet bietet Ihne dazu nahezu alle Möglichkeiten. Für Ihre Entscheidung ist ihr persönliches „Bauchgefühl“ wichtig. Ein Kapitalanlageprodukt welches Sie nicht verstanden haben, sollten Sie auch nicht abschließen.

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