Kaum sorgt ein Oberösterreicher mit einem KI-„Spielplatzprojekt“ weltweit für Wirbel, steht auch schon Sam Altman vor der Tür – vermutlich mit Vertragsmappe und Vision-Board. Peter Steinberger, Schöpfer des viel beachteten KI-Programms OpenClaw, wechselt nun offiziell zu OpenAI. Verkündet wurde das standesgemäß auf X – dem digitalen Schwarzen Brett für Weltveränderungsankündigungen.
Altman adelte den Landsmann kurzerhand zum „Genie mit vielen erstaunlichen Ideen“ – eine Formulierung, die im Silicon Valley in etwa bedeutet: „Den brauchen wir, bevor ihn die Konkurrenz bekommt.“ Steinberger soll künftig an der nächsten Generation persönlicher KI-Agenten basteln – also an digitalen Assistenten, die uns vermutlich bald besser kennen als unsere engsten Freunde.
Altman wiederum hofft, dass diese Agenten nicht nur brillant, sondern auch profitabel sind. Denn bei all den Milliarden von Investoren wäre es ganz nett, wenn irgendwann auch Geld zurückflösse. Persönliche Agenten, so Altman, könnten „Kernstück des Produktangebots“ werden – was im Klartext heißt: Bitte lasst uns damit endlich ordentlich verdienen.
OpenClaw selbst wird laut Ankündigung als Open-Source-Projekt in einer Stiftung weitergeführt – ein nostalgischer Gruß an die Anfangszeiten von OpenAI, als auch dort noch Idealismus statt Geschäftsmodell im Vordergrund stand.
Steinberger erklärte auf seiner Website, er wolle „Teil der Spitze“ der KI-Forschung sein – und lieber gleich die Welt verändern, statt mühsam ein eigenes Milliardenunternehmen aufzubauen. Nach 13 Jahren Unternehmertum sei es Zeit für etwas Neues.
Dass angeblich auch Meta und Anthropic anklopften, macht die Geschichte komplett: Wer heute mit KI spielt, spielt morgen ganz oben mit. Zumindest, wenn Sam Altman zuerst anruft.
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