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Vizepräsident Vance verlässt Musk’s X – und wird bei Bluesky prompt gesperrt

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Manchmal ist der Weg ins liberale Feuilleton schwerer als gedacht. US-Vizepräsident J.D. Vance, rechter Hardliner und treue Nummer zwei hinter Donald Trump, hat das sinkende Schiff namens X verlassen – ausgerechnet in Richtung Bluesky, der digitalen Spielwiese für Progressivlinge mit Ironiebrille.

Doch kaum hatte Vance den Fuß über die Schwelle gesetzt, haute ihn der Algorithmus auch schon wieder raus: Sein frisch erstelltes Konto wurde gesperrt. Der Grund? Bluesky hielt den echten Vizepräsidenten offenbar für einen schlechten Witz. Man kann es ihnen kaum verdenken.

„Hallo Bluesky“ – Und Tschüss, erstmal

Vance kündigte seinen digitalen Umzug artig auf X an (ja, dort, wo er eigentlich weg wollte) und bat seine vier Millionen Follower: „Kommt rüber zu Bluesky, dort ist jetzt gesunder Menschenverstand zu Hause.“

Sein erster Beitrag auf Bluesky las sich wie aus der Marketingabteilung von Fox News:
„Mir wurde gesagt, dass diese App der neue Ort für politische Diskussionen mit gesundem Menschenverstand ist.“ Man hätte fast ein Willkommensständchen erwartet – doch stattdessen: Sperrbildschirm.

Bluesky erklärt: War keine politische Zensur, nur ein peinlicher Irrtum

Statt einer Verschwörung – wie sie Vance sicher bei Gelegenheit selbst konstruiert hätte – war es einfach ein automatischer Sicherheitsschalter. Bluesky hielt den account des Vizepräsidenten für einen „Imitator“. Angesichts der politischen Rhetorik, mit der Vance sonst auffällt, auch das: verständlich.

Nach kurzem Schreck wurde der Account wieder aktiviert. Ein Bluesky-Sprecher versicherte pflichtbewusst, man heiße „den Vizepräsidenten willkommen, sich an der Diskussion zu beteiligen“ – was wohl übersetzt bedeutet: Solange er sich benimmt.

Kommentar: Zwischen Algorithmus und Realität

Dass Vance – Sprachrohr des Rechtspopulismus – nun ausgerechnet bei Bluesky auf Dialog mit „gesunden Menschenverstand“ hofft, ist ungefähr so glaubwürdig wie ein Krawattenverkauf bei Burning Man. Aber gut, jeder hat ein Recht auf zweite Chancen – sogar im Netz. Nur sollte man sich darauf gefasst machen, dass nicht jede Plattform bereit ist, sich freiwillig zum Lautsprecher der Trump-Doktrin machen zu lassen.

Ob sich der Vizepräsident auf Bluesky behauptet – oder demnächst nostalgisch zu Elon Musks digitalem Glashaus zurückkehrt – bleibt abzuwarten. Vielleicht ist ja Myspace noch frei.

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