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Viertelpunkt? Powells Homöopathie gegen Trumps Hauruck-Politik

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Die Fed hat’s getan: –0,25 Prozentpunkte. Der Leitzins liegt nun bei 4,00–4,25 %. Das ist die geldpolitische Version von „ein Tee und ab ins Bett“, während Donald Trump eigentlich nach einem Presslufthammer verlangt hatte. Der Machtkampf? Köchelt weiter – auf kleiner Flamme, aber zuverlässig.

„Zu spät! Zu klein!“ – der Chor aus dem Weißen Haus

  • Erste Senkung seit Trumps Amtsantritt (vor gut acht Monaten), die letzte gab’s im Dezember 2024.

  • Jerome Powell bleibt der Patron der Vorsicht: erst die Zoll- und Inflationsfolgen sortieren, dann cutten. Ergebnis: 25 Basispunkte, kein Millimeter mehr.

  • Märkte so: Dollar weicher, Aktien munter. Trump so: „Hab ich größer bestellt.“

Datenlage, die niemand sexy findet

  • Arbeitsmarkt: Eintrübung – genug, um den Fuß minimal vom Bremspedal zu nehmen.

  • Inflation: 2,9 % (August) – über Ziel, aber nicht mehr apokalyptisch.

  • Prognosen: Wachstum rauf auf 1,6 % (von 1,4 %), PCE-Inflation weiter 3,0 %. Sprich: Die Fed jongliert mit zwei Bällen – Preise und Jobs – und darf keinen fallen lassen.

Nebenplot: „Unabhängigkeit der Fed“, die Serie

  • Fall Cook: Trump will Lisa Cook feuern (Vorwurf: Falschangaben bei Hypotheken). Gericht sagt erstmal: Stopp. Cook sagt: „So geht das nicht.“

  • Stephen Miran (Trumps Berater) zieht temporär in den Fed-Vorstand ein, stimmt als Einziger für –0,50 % und gelobt artig Unabhängigkeit.

  • Elizabeth Warren nennt ihn „Trumps Marionette“. Miran hält das „Ich bin unabhängig“-Schild besonders fest.

Weltweit wichtig, lokal unbequem

Die Fed dreht an einem Hebel, der Kreditkosten von Kansas bis Krems beeinflusst. Niedrige Zinsen? Gut für Kredite und Konjunktur (Trumps Lieblingsargument). Zu niedrige Zinsen? Füttern Inflation (Powells Albtraum). Willkommen im Goldilocks-Remix: nicht zu heiß, nicht zu kalt – nur leider nie genau richtig.


Fazit: Powell serviert Viertelpunkte, Trump verlangt Vollgas – und die Wirtschaft steht dazwischen und hofft, dass niemand das Lenkrad verreißt. Nächste Folge: demnächst im Offenmarktausschuss – gleiche Bühne, gleiche Hauptdarsteller, neue Diagramme.

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