Punkt gewonnen, Nerven verloren – Werder lebt!
Na bitte, geht doch! Ein 1:1 in Stuttgart fühlt sich für uns Werder-Fans gerade fast an wie ein kleiner Auswärtssieg mit Pulsschaden. Natürlich hätten wir nach Stages Führung gerne alle drei Punkte eingepackt, aber wer gesehen hat, wie Stuttgart am Ende gedrückt hat, der weiß: Diesen Punkt nehmen wir mit Kusshand, Sicherheitsgurt und einem leisen „Danke, Mio Backhaus“.
Stage macht das 1:0 eiskalt, schon sein zehntes Saisontor – der Mann ist inzwischen mehr Lebensversicherung als Mittelfeldspieler. Danach wurde es erwartungsgemäß ungemütlich. Stuttgart kam, flankte, drückte, suchte die Lücke. Aber Werder stand da wie eine grüne Wand mit gelegentlichem Herzinfarkt.
Klar, Demirović musste natürlich irgendwann treffen. Wäre ja auch zu schön gewesen. Aber danach? Kämpfen, blocken, Zeit von der Uhr nehmen, Backhaus mit Gelb wegen Zeitschindens – herrlich. Genau diese dreckigen Punkte braucht man im Abstiegskampf.
Und Stage hatte sogar noch das 2:1 auf dem Fuß. Macht er den, kippt der Gästeblock endgültig aus der Fassung. So bleibt es beim 1:1. Aber ganz ehrlich: Auswärts beim VfB, unter Druck, im Tabellenkeller – das ist ein Punkt, der sich richtig gut anfühlt.
Werder lebt. Und wie.
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