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USA: General Motors streicht 7.500-Dollar-Elektroauto-Leasingbonus – Druck von Politikern wächst

DJARTEK (CC0), Pixabay
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Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat ein Leasingprogramm für Elektrofahrzeuge gestoppt, mit dem ursprünglich ein Steuerbonus von 7.500 US-Dollar bis Jahresende weitergegeben werden sollte – trotz Auslaufen der staatlichen Subvention Ende September.

Ziel des Programms war es, die verlorene Steuergutschrift für E-Autos, die am 30. September 2025 auslief, durch interne Finanzierungsstrukturen teilweise auszugleichen. GM wollte über seine Finanztochter GM Financial eigene Fahrzeuge aufkaufen und die Steuervergünstigung in günstigere Leasingkonditionen umwandeln.

Politischer Gegenwind: Senator übt Druck aus

Der Grund für das plötzliche Ende: Widerstand aus der Politik. Besonders der republikanische Senator Bernie Moreno aus Ohio, selbst ehemaliger Autohändler, übte Druck aus. Er begrüßte das Ende des Programms und sagte:

„Die Subvention ist abgelaufen – und es ist richtig, dass sich alle Hersteller daran halten.“

GM erklärte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters:

„Nach erneuter Prüfung haben wir uns entschieden, die Steuervergünstigung nicht in Anspruch zu nehmen.“

Weitere Gründe nannte das Unternehmen nicht.


Das hätte GM geplant

Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen wollte GM die Steuervergünstigung auf etwa 20.000 Fahrzeuge anwenden, die sich entweder bereits bei Händlern befanden oder gerade ausgeliefert wurden. Die Anzahlung durch GM Financial hätte dabei etwa 5 % des Fahrzeugwertes betragen – rund 6.300 Dollar für einen Chevrolet Blazer EV im Wert von ca. 63.000 Dollar.

Das Vorhaben wurde nur einen Tag vor Ablauf der Subvention in einer Telefonkonferenz mit den Händlern vorgestellt – offenbar als Reaktion auf ein ähnliches Programm von Ford, das jedoch bislang nicht kommentiert wurde.


Hintergrund: Ende der Subvention sorgt für Unruhe

Die Steuervergünstigung war Teil eines Förderprogramms zur Förderung von E-Mobilität in den USA. Nach deren Auslaufen für bestimmte Modelle zum 30. September, befürchten viele Händler massive Einbrüche bei den EV-Verkäufen. Im September hatte es – befeuert durch den Endspurt auf den Bonus – noch Rekordverkäufe von E-Autos gegeben.

Was passiert jetzt?

GM kündigte an, die bereits geplanten Leasingkonditionen trotz des Programmstopps bis Ende Oktober selbst zu finanzieren – ohne staatliche Subvention.
Ob Ford an seinem Programm festhält, ist derzeit unklar.

Fazit: Bröckelnde Förderung, politische Fronten, Absatzsorgen

Der Fall zeigt deutlich, wie abhängig die E-Auto-Industrie in den USA von staatlicher Unterstützung ist – und wie schnell politische Einflüsse Unternehmensstrategien beeinflussen können. Für Verbraucher bedeutet das: Leasingangebote könnten teurer oder seltener werden – und die Entwicklung des US-EV-Marktes in eine kritische Phase eintreten.

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